Hauptsonderschau 2013 für Stellerkröpfer zur VDT-Schau in Leibzig

Leibzig ist für jeden Rassegeflügelzüchter ein Anziehungspunkt sich mit seinen Tieren der großen Züchtergemeinschaft zu präsentieren. Deshalb wurde vom SV für Stellerkröpfer Deutschland beschlossen, sich wieder einmal mit seiner HSS an diesem Großereignis zu beteiligen. Um sich der Züchterwelt besonders ins Blickfeld zu richten, wurde von der Arbeitsgruppe Ost hierfür eine Foliere aufgebaut und dazu mit allen Farbenschlägen der Geganselten bestückt, was gleich zu Anfang der Käfigreihen zu den Stellern ein beeindruckendes Darstellungsbild der Vielfalt an Farben den vorbei gehenden Betrachtern ins Blickfeld gebracht. Außerdem hinterließ die schöne Ausschmückung der Foliere mit direkter Beleuchtung einenfreundlichen Gesamteindruck. Zusätzlich wurde den Besuchern eine Filmvorführung über Zuchtanlagen und der sich darin befindenden Steller in Aktion geboten. So mancher Betrachter war voller Lobensworte  für die gezeigten Darstellungen und war beeindruckt, wie sich unsere Steller im Freiflug und in der Foliere verhalten. Ein großer Dank gilt für die gelungene Darstellung der Foliere unseren Zuchtfreunden der Gruppe Ost, allenvoran Zuchtfreund Seidel Reiner für die Anfertigung dieser schönen Foliere und unserem 1. Vorsitzenden Geis Josef für die schöne Filmvorführung.

Bevor ich mit meinen Berichtsausführungen anfange, ist es mir ein besonderes Anliegen, die gute- sachliche und vor allen fachliche Zusammenarbeit mit dem uns zugeteilten Obmann, Herrn Theo Schneider anzusprechen. Ich darf hierfür im Namen meiner Sonderrichterkollegen, von meiner Person, sowie vom SV ein großes Dankesschön an Herrn Schneider aussprechen. So manches anstehende Urteil konnte durch fachliche Aussagen zum Wohle der Rasse vermerkt werden. Gespannt wurde auf das Meldeergebnis erwartet, war doch kurze Zeit vorher die SS- Schau Gruppe Ost und kurz darauf eine SS-Schau zu verzeichnen. Mit der Meldezahl von 364 Tieren bei den Senioren und 8 Tieren der Jugendabteilung waren die Verantwortlichen doch sehr zufrieden. Richtungsweisende Rasseanforderungen zu den weißen und weißen mit roter Schnippe wurden von SR Wimberger  vor gegeben. Bei den weißen verteilte sich die Anzahl auf 33 Tiere 1.0 jung, 8 Stück 1.0 alt, 21 Jungtäubinnen und 5 Alttäubinnen. Nur vereinzelte Tiere mussten wegen hellen Augenrändern, zu flachen Oberkopf, stark hervor tretende Schenkel, und offenen Kropfgefieder abgestuft werden. Auffällig ist, das die Augenrandfeder des Öfteren den geforderten unauffälligen Augenrand sehr sichtbar erscheinen ließ, was auch letztes Jahr bereits sehr häufig zum Vorschein gekommen ist und den Züchtern anscheinend Probleme bereitet.   Verfeinert wurde, die kurze schmale Schwanzfeder, die elegante Figur und das Gesamtgefieder. Auch an der Standhöhe und aufrechten Haltung waren deutlich Verbesserungen sichtbar.

Die Spitzentiere präsentierten Schmeißer mit „V“ und „HV“ , Markgraf auf 1.0 jung, nochmals Markgraf auf 1.0 alt und 0.1 jung, sowie Barmwater auf 0.1 jung. Durchwegs sehr rassig war der Farbenschlag Weiß mit roter Schnippe. Meistens war die selben Wünsche wie bei den weißen vermerkt worden. Zusätzlich wurde auf noch sattere Schnippenfarbe hingewiesen. Marktgraf konnte mit einem 1.0 jung „Hv“ erreichen. Die kleine Kollektion der schwarzen, insgesamt 5 Tiere hatten wie bereits in den letzten 2 Jahren festgestellt werden musste, Probleme in der Schwingenfarbe satter, im Oberkopf runder und der Schenkelaustritt wesentlich flüssiger. Außerdem sollte dass Schwanzfeder geschlossener, das Blaswerk gefüllter und mehr Käfigvertrauen vorhanden sein. Vorstellig waren 2/1.0 jung und 3/0.1 jung. Auch der Farbenschlag schwarz mit weißer Schnippe hat Hauptsächlich mit den vorgenannten Rasseverbesserungsvorschlägen zu tun. Außerdem muss auf aufrechtere Haltung, mehr Halslänge und flüssigeren Schenkelaustritt geachtet werden. Zusätzlich wurden graue Einlagerungen im Kopfbereich festgestellt. Figürlich konnten die Tiere überzeugen. Becker hatte mit einer 0.1 alt mit „Hv“ das beste Tier. Gezeigt wurden 2/2 1.0 und 3/4 0.1. Was ich bei unseren Tieren überhaupt noch nicht gesehen habe, ist das unerwünschte Froschauge, musste aber bei den roten 1mal moniert werden. Außerdem tritt dieser Farbenschlag seit einiger Zeit in der Entwicklung nach vorne auf der Stelle. Zu rote Farbton-Einlagerungen im Halsbereich wenig Feuer in den Augenrändern und sehr raues Bindengefieder machen in der Zucht Schwierigkeiten. Figur und Standhöhe können überzeugen. Kein Tier von den 4/2- 1.0 und 4/2- 0.1 vorgestellten, konnte heraus gestellt werde. Viel mehr Qualität war von den roten mit weißer Schnippe zu bestaunen. Auch die Beliebtheit dieses Farbenschlages wird bei unseren Züchtern angedeutet, was die große Anzahl von 27 Tieren deutlich beweißt.

Kingl Johann war bei 1.0 jung und alt mit HV sowie bei 0.1 alt mit „V“ der große Gewinner. Farbe und Glanz, Haltung, Blaswerk, Kopfform, Figur und schmale-. kurze Schwanzfeder beeindruckten. Kleine wünsche waren in der Augenrandfarbe geröteter, im Stand typischer und Kropfgefieder noch bedeckter. Farblich an das geforderte Semmelgelb kommen die gelben immer mehr. Auch der längliche Runde Kopf überzeugt. Überwiegend konnte schönes Birnenblaswerk und Halslänge bescheinigt werden. Wegen nicht genügender Käfiggewöhnung mussten einige Tiere wegen Schaukelhaltung abgestuft werden. Festere Schenkel und Bindenfeder, Schwanzfeder schmäler und kürzer, Augenränder lebhafter, Stand freier und Oberschnabelfarbe heller, ist zu verbessern. Den Tieren von Lüder ein 1.0 alt und die 0.1 alt von Knöferl jeweils mit „Hv“ wurden nur durch geringe Wünsche die Höchstnote verwehrt.

Die schöne Anzahl von 33 Tieren beweißt, dass dieser Farbenschlag auch immer mehr an Beliebtheit gewinnt. SR Falke wurden die vor genannten Farbenschläge zugeteilt, welche Anteilmäßig auf 14/1.0 jung, 7/1.0 alt, 6/0.1 jung und 6/0.1 alt verteilt waren. Sehr schön waren auch die gelben mit weißer Schnippe, wobei Knöferl mit einer 0.1 jung und Hv das rassigste Tier zeigte. Hinterpartie kürzer, Schenkelfluss deutlicher waren die zusätzlich wie bei den Gelben vermerkten Wünsche. Bis auf ein Tier von den 3/1.0 jung, 1/1.0 alt, 3/0.1 jung und 2/0.1 alt waren alle in guten sg-Bereich. Leider mussten die Käfige der gelbfahlen wegen Erkrankung des Züchters leer bleiben. Sehr fein verbessert wurde der Farbenschlag schwarz mit weißen Schwingen. Der Züchter Lüder verstand es, den farblichen Ansprüchen vollends gerecht zu werden. Figürlich, in der Haltung und in der Standhöhe sind noch deutlich die ursprünglichen Rassemerkmale der Tchechischen Stellerkröpfer ersichtlich. Auch sollte die Oberschnabelfarbe noch reiner sein. Ein sehr feiner 1.0 alt mit „Hv“ spiegelte die Schönheit dieser Farbe. 2/1.0 alt, 1/0.1 jung, und 2/0.1 alt wurden von diesem schwierigen Farbenschlag vorgestellt. Sehr viel an Rasse zeigten die 3 Tiere in rot mit weißen Schwingen. Sie bestachen durch gute Blaswerksform, Halslänge, aufrechter Haltung und  schmaler- kurzer Schwanzform. Straffere Bindenfeder wäre vorteilhaft. Jeweils 1 Tier in den Geschlechtzuordnungen war Präsent, wobei die 0.1 alt mit „Hv“ von Kingl aufzeigte, wie schön dieser Farbenschlag anzuschauen ist. Herrlich anzuschauen die nun folgenden Farbenschläge der getigerten. Was hier Züchterisch geleistet wird, gebührt höchster Annerkennung. Die Anforderungen an die gewünschte Tigerzeichnung sind kaum noch zu übertreffen. Den Anfang dieser schönen Farbenschläge bildeten die Schwarzgetigerten. Figürlich, Kopfzug, Haltung, Blaswerk, Halslänge, schmale- kurze Schwanzfeder und Körperfarbe gehören zu den Vorzügen. Im Stand freier, Augenränder geröteter, Schwingen durchgefärbter, sind zu verbessern. Angelaufener Unterschnabel entwertet trotz dieses schwierigen Farbenschlages. Der 1.0 alt mit „Hv“ von Geiß bestach vollends. Gezeigt wurden: 1 x 1.0 jung, 4 mal 1.0 alt und 2 mal 0.1 alt. Noch mehr Rasse wie die schwarzgetigerten zeigten die rotgetigerten, wiederum alle Tiere von Geiß. Hier konnte 1 mal „V und Hv auf 1.0 alt vergeben werden. Tiere mit zu viel weiß in der Herztigerung wurden abgestuft. Kropffarbe mehr Grünanteile, Schwingenfarbe satter, Blaswerk oben voller, Haltung aufrechter Schnabel reiner sind Vorschläge zur Verbesserung. 3/1.0 jung, 7/1.0 alt, 3/0.1 jung und 4/0.1 alt veranschaulichten diese schöne Farbvariante. Abgerundet wurden die getigerten mit den Farbenschlag gelbgetigert mit 2 Tieren 1/1 jung von Falke Steffen. Weniger Schildzeichnung, Augenränder geröteter Blaswerk oben gefüllter, Schwingenfarbe reiner, sind die Kriterien zur Rasseverbesserung. Durchwegs in Ordnung war das Scheckungsbild der schwarzgescheckten der 8 vorgestellten Tiere. Wehner hatte mit einer 0.1 alt mit „Hv“ das am nächsten den Rasseanforderungen entsprechende Tier. Mehr Standhöhe, Hals länger und Blaswerk gefüllter, Augenränder lebhafter, Schwanzfeder schmäler und kürzer wurde bei den Wünschen vermerkt. SR Roauer waren diese Farbenschlage anvertraut. Wie beliebt der Farbenschlag schwarzgeganselt bei unseren Züchtern ist, belegt die große Meldezahl von 44 Tieren, die folgendermaßen aufgeteilt waren. Jungtäuber 17 x, Alttäuber 6 x, Jungtäubinnen 13 x und Alttäubinnen 8 x. Bei der Figur,  gut gerötete Augenränder, gleichmäßiger Latzgröße und bei den Farbansprüchen waren die meisten Tiere der Rasse entsprechend. In der Haltung beständiger abfallend, Schnippensitz freier, Blaswerkobern voller, Schenkelfeder fester. Tiere mit nicht genügend Käfiggewöhnung zeigten sich am Bewertungstag nicht von der besten Seite, waren aber am Samstag viel Blasfreudiger und Haltungsbeständiger. Kingl präsentierte mit einen 1.0 jung und „V“ das schönste Tier, welches dann auch in die Championsauswahl gewählt wurde. Weitere herausragende Tiere kommen aus den Zuchtschlägen von Kingl ein 1.0 jung, ein 1.0 alt von Kraft, sowie 0.1 alt von Kraft und Krause mit jeweils „Hv“. SR- Richter Ziener hatte die Aufgabe diese zu begutachten. Eine sehr gute Qualität bescheinigte SR Roauer den vorgestellten blaugeganselten. Nur 2 Tiere von den 23 gemeldeten mussten wegen unreiner Herzfarbe und angelaufener Warzenfarbe abgestuft werden. Lehner mit 0.1 jung und Roth auf 0.1 alt könnten „V“ erreichen. Zusätzlich stellte Lehner mit „Hv“ auf 1.0 jung den besten Jungvogel. Randfarbe leuchtender, Schwanzfeder geschlossener, Schnippensitz freier, Hals länger, Oberkopf gerundeter waren als Wünsche vermerkt. Anteilmäßig aufgestellt waren: 8/1.0 jung, 3/1.0 alt, 8/0.1 jung, 4/0.1 alt. Sehr feine Hämmerung, durfte SR Ziener den blaugehämmert geganselten anmerken. Jeweils 1 Tier bei 1.0 jung, 1.0 alt und 0.1 jung überzeugten bei dieser schönen Farbvariante. Mehr Standhöhe, Augenränder geröteter, Schwanzende schmäler und Blaswerk noch birnenförmiger wurde angeregt. Wie schon im Vorjahr festgestellt, haben die rotgeganselten enorme Schwierigkeiten sich in den geforderten Rasseanforderungen zu verbessern. Scheues Wessen, rote Halsfarbe, wenig Halslänge und Blaswerk, flache Haltung und kleine Körper sind die Herausforderungen der Züchter diese unschönen Merkmale zu verbessern. Köhler konnte mit einen 1.0 jung und „Hv“ noch am nächsten an das gewünschte heran kommen. Zusätzlich wurde in der Wunschspalte die Flügellage straffer, insgesamt bessere Federqualität, Schnippe freier vermerkt. SR Ziener hatte dieses schwere Amt, diesen Farbenschlag auf den richtigen weg zu leiten.

Ausgestellt waren:

8/1.0 jung, 4/1.0 alt, 6/0.1 jung und 3/0.1 alt. Zusätzlich zugeteilt waren die 1.0 jung Stück und 1.0 alt 4 Stück der gelbgeganselten. Die restlichen 0.1 jung 9 Stück und 0.1 alt 2 Stück übernahm SR Schießl. Beide bescheinigen diesen Farbenschlag eine sehr ausgeglichene Farbe, gute Augenränder und Figur, sowie sehr gleichmäßige Latzgröße. Die Haltung waagerechter, Oberkropf gefüllter, Feder insgesamt fester, sollten rassiger werden. Eine schöne Kollektion der Farbe silbergeganselt beendete den Reigen der Senioren. Sehr gleichmäßige Farbansprüche, gute Augenrandfarbe, feine Figuren, straffe Feder wurde von SR Schießl bescheinigt. Aufrechtere Haltung,  Schnippensitz freier und im Schenkelaustritt flüssiger gehörten zu den Wünschen. Wie schön dieser Farbenschlag ist, bewies die 0.1 jung mit „V“ von Falke Andre. Lehner wurde auf eine 0.1 lt mit „Hv“ belohnt. Vorstellig waren: 5/1.0 jung, 2/1.0 alt, 7/0.1 jung und eine 0.1 alt. Der in der Jugendabteilung stehende Farbenschlag schwarzgeganselt, alle von Heinze waren überwiegend im hohem Sg-Bereich und wurden von PR Schade beurteilt. Zum Schluss meiner Ausführungen möchte ich mich bei meinen SR- Richterkollegen recht herzlich für die harmonische Zusammenarbeit und das fachliche Bewerten unserer schönen Kropftaubenrasse der Stellerkröpfer  bedanken, wünsche alle Zuchtfreunden gute Nachzucht und hoffe, dass bei der Zusammenstellung der Zuchtpaare die Anregungen berücksichtigt werden.

Euer Zuchtwart Hans Wimberger

Hauptsonderschau für Stellerkröpfer anlässlich der 1. Straßkirchener Taubenschau in Straßkirchen 2012

Eingeladen hatte der GZV Straßkirchen bezüglich ihrer 1. Straßkirchener Taubenschau. Sehr gerne waren die Züchter und Verantwortlichen des SV Stellerkröpfer Deutschland bereit seine Hauptschau 2012 an diese interessante Taubenschau anzuschließen, waren doch etliche Sondervereine von verschieden Gruppierungen von Rassen wie Kropftauben, Formentauben und Farbentauben mit einer Sonderschau gegenwärtig. In einem doch gewissen engeren Kreis wie auf Großschauen von Rassetaubenzüchtern konnten deshalb gewisse Erfahrungen aus der Zucht von anderen Rassen ausgetauscht  und bestimmteTipps  zur Verbesserung der eigenen Rasse und Zucht ausgetauscht werden. Wie immer wurde diese Schau vom GZV Straßkirchen in genialer Weise ausgerichtet, was ja seit längeren von den jeweiligen Sondervereinen sehr geschätzt wird. Einreihiger Käfigaufbau, schöne Voliere und Stammvorstellungen  der einzelnen Rassen mit feiner Ausschmückung bildeten einen ersten schönen Einblick beim betreten der Ausstellungshalle und erwärmte das Züchterherz eines engagierten Ausstellers. Ein herzliches Dankeschön darf ich hier, nicht nur  im Namen des SV für Stellerkröpfer, nein auch im Namen der anderen beteiligten Sondervereine, wie mir des Öfteren bekundet wurde an die Ausstellungsleitung und deren fleißigen Helfern des GZV Straßkirchen richten.Das bewerte Team um die Ausstellungsleiter Christian Wanninger und Alfons Trimpl sowie dem 1.Vorsitzenden Franz Hiergeist haben wieder Tolles geleistet. Ein großer Dank muss auch einmal dem engagierten Hallenmeister Werner Ulbrich ausgesprochen werden, der es seit Jahren versteht, immer wieder neue Gestaltungsideen bezüglich des Aufbaues und der Ausschmückung einzubringen.

Die bereits letztes Jahr aufgetretenen Probleme durch Einkreuzungen von Brünner Kröpfern, wie Flügelkreuzen, rundes Blaswerk, flacher Oberkopf, dumpfe Schwingenfarbe und wenig Körper haben sich bei den Schwarzen noch deutlicher vererbt. Dazu kommt zusätzlich noch bei flachen Oberkopf, dass die geforderte leicht ansteigende Stirn bei einigen Tieren sehr leer wirkt. Durch die Einkreuzung wurde zwar das zutrauliche Wesen deutlich verbessert, aber die erwähnten nicht gewünschten Eigenschaften Intensiviert. Schenkelverlauf flüssiger, Laufbefiederung straffer, Augenrandfarbe feuriger und Haltung waagerechter wurden noch vermerkt. Vogl Josef hatte mit einer 0.1 jung das rassigste Tier mit „V“, von den insgesamt 17 Tieren. SR Kollmann erleuterte den vor genannten Farbenschlägen  die Richtungsweisenden Kriterien. PR Roth und SR- Anwärter Roth wurde zum ersten mal auf einer HSS eingesetzt und machte seine Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit. Er war mit dem Farbenschlag schwarz mit weißer Schnippe zu Gange. Die bereits bei den schwarzen aufgetreten unschönen Einkreuzungssymtome wurden auch hier sehr deutlich gezeigt und forderten dem Anwärter sehr viel Fingerspitzengefühl ab um eine gerechte und Rassebezogene Bewertung auf die Karte nieder zu schreiben.Sehr erfreulich durfte ich feststellen, dass sich die Züchter der Schwarzen mit weißer Schnippe, welche je teilweise identisch mit den schwarzen sind, der schwierigen Aufgabe gestellt haben und versuchen durch Züchterische Arbeit die vorher genannten Merkmale zu verbessern. Richtige Größe mit doch eleganter Figur,birnenförmiges Blaswerk, gute Farbe und Glanz konnte bescheinigt werden. Auch die gute Anzahl von 54 Tieren bezeugt, dass sich die Züchter dem Urteil des Preisrichters stellen, um Verbesserungsvorschläge für die nächste Zuchtsaison zu realisieren. Vogl Hans mit einem 1.0 jung und Hauser mit einer 0.1 jung wurden für ihre Züchterische Leistung mit „V“ belohnt. Vogl Hans erreichte zusätzlich auf 1.0 jung, 1.0 alt, 0.1 jung 2 mal, Hilburger und Schmid Franz auf 0.1 jung sowie 0.1 alt jeweils „Hv“. SR Kollmann hatte die Aufgabe die gesamte Palette der Blaureihe zu bewerten, dabei konnte er erfreulich feststellen, dass sich in Sachen Figur,Farbe, Hämmerung, Augenrandfarbe, Blaswerk eine Stabilisierung und zusätzlich eine Verfeinerung dargestellt hat, wenngleich auch einige Spitzenzuchten fehlten.

Vorgestellt wurden 4 Tiere in blau mit schwarzen Binden, 6 in blau mit schwarzen Binden mit weißer Schnippe, 2 blau ohne Binden und 5 Stück bei blau-gehämmert mit weißer Schnippe. Auf mehr Halslänge, Schenkelgefieder straffer, Stand freier,Haltung aufrechter, Rücken durchgefärbter und mehr Schnabelreinheit wird für die Zukunft das Zuchtziel zu noch mehr Typhaftigkeit sein. Vogel Johann erhielt auf eine 0.1 jung, blau mit schwarzen Binden und weißer Schnippe hoch verdient „V“.Ein weiteres sehr feines Tier präsentierte Hauser mit „Hv“ bei blau-gehämmert mit weißer Schnippe. Der schon einige Male eingesetzte PR Ganghofner bewertete die nachfolgenden Farbenschläge auf Rassetypische Anlagen und brachte mit seiner Kritikabfassung wieder sinnvolle Rasse- und Farbverbesserungen ein. 4 rote im sehr guten sg-Bereich, alle von Kingl  machten den Anfang.  Wünsche waren:Schwanzgefieder geschlossener, Schildfeder im Bindenbereich glatter, Augenrandfarbe röter, Schnabelfarbe einer. Durchwegs zeigten sie gute Kopfform, aufrechte Haltung, feine Figur und richtiges Birnenblaswerk.Mehrere Züchter widmen sich seit geraumer Zeit dem Farbenschlag rot mit weißer Schnippe und stabilisieren diesen von Jahr zu Jahr auf sehr hohen Niveu. Von den 20 vorgestellten Tieren erhielten zu Recht Kingl auf eine 0.1 alt „V“ sowie Kingl mit1.0 jung, Gigl auf einem 1.0 alt, und nochmals Kingl und Gigl für eine 0.1 alt jeweils „Hv“ Benotungen. Vermerkt in der Wunschspalte wurde: Schnippensitz mittiger, Schenkelgefieder fester, Aftergefieder anliegender, Schenkelaustritt fließender, Blaswerk tailierter. Breites Schwanzgefieder entwertet.Sehr zum Vorteil verbessert haben sich die Farbenschläge gelb und gelb mit weißer Schnippe, wobei bei gelb 12 Tiere und bei gelb mit weißer Schnippe 5 Tiere vorstellig waren und bei gelb ein 1.0 alt mit „V“ von Neumeier sowie ein 1.0 jung von Knöferl und eine 0.1 alt gelb mit weißer Schnippe vom Falke mit „Hv“ herausstachen. Farblich muss noch mehr Einheit in der geforderten Semmelgelbfarbe erreicht werde. Außerdem soll die Bindenfeder glatter, die Hinterpartie kürzer, Haltung aufgerichteter das Ziel werden. Sehr ausgeglichen waren Sie in Figur, Kopfzug, Augenrandfarbe und Standhöhe. Um den Farbenschlag rotfahl im Typ zu verbessern, wurden von Züchter Putzer Markus Steigerkröpfer eingekreuzt was noch sehr deutlich erkennbar ist.

Die zwei vorgestellten Tiere müssen deutlich reiner in der Schild- bzw Schnabelfarbe werden. Auch die Halslänge und Blaswerksfülle hat noch großen auf Hohlbedarf. Dieselben Rasseverbesserungen wurde bei Rotfahl mit weißer Schnippe auch 2 Tiere von Putzer vermerkt, wobei der 1.0 mit sg95 schon sehr ansehlich war. Die Schnippenform und bessere Augenrandfarbe wurden zusätzlich gewünscht. Sehr einheitlich im Farbspiel werden die gelbfahlen erzüchtet, aber auch in der Figur, im Blaswerk und in der Standhöhe konntenFortschritte gemacht werden. 8 Tiere standen in den Käfigen, wobei der sehr engagierte Züchter Tasler zwei sehr schöne Tiere ein 1.0  und eine 0.1 alt in fast Perfektion darbot. Hv war der verdiente Lohn für die aufopferungsvolle Züchterische Arbeit. Wie seit Jahren sehr  ausgeglichen in allen Rassemerkmalen wird der Farbenschlag rot mit weißen Schwingen vom Züchter Kingl gezeigt. Mehr Vorderlänge, deutlicher in der Oberkropffülle, wird noch abverlangt. Farblich, Figur, Stand und gleichmäßige weiße Schwingenanzahl sind die Größten Vorzüge. 4 Alttiere verdeutlichten, wie schön dieser Farbenschlag ist. Den nun folgenden sehr schwierig zu züchtenden Farbenschläge schwarz- getigert, rot-getigert und gelb- getigert sind ein Lebenswerk für unseren 1. Vorsitzenden Geis geworden. Als fast alleiniger Züchter im gesamten SV versucht er immer wieder die sehr aufwendig zu züchtende Tigerung in der geforderten Zeichnung zu perfektionieren. Viele Ausfälle wie Schwingen- und Schwanzschilf oder weiße Farbeinlagerungen versagen ein Ausstellen. Auch eine reine Schnabel- oder Warzenfarbe ist bei sehr viel vorhandenen Lackreichtum der Feder selten vorhanden.Auch treten sehr häufig weiße Flecken in der Herzfarbe auf. Überzeugen können diese Farbenschlage in der roten Augenrandfarbe, in der Figur, im Blaswerk und in den Standkriterien. Trotz gutem Blaswerk wird noch mehr Halslänge verlangt. Sehr überzeugen konnten eine 0.1 alt in rot- getigert und ein 1.0 alt in gelb-getigert, welche jeweils mit „V“ belohnt wurden. Aber  auch die beiden 1.0 alt  mit „Hv“ in schwarz- und gelb-getigert und der 1.0 jung in gelb- getigert waren sehr fein in den Hauptrasseanlagen. Vorgestellt wurden bei schwarz- getigert 6, in rot- getigert 9 und in gelb- getigert 8 Tiere. Sehr viel Zuspruch bei den Züchtern hat der Farbenschlag schwarz -gescheckt. 

SR Roauer wurde mit diesen in feinem Scheckungsbild dargeboten Variante zu Bewertung beauftragt. Wünsche und Anregungen zum gewünschten Zuchtziel sind: Augenrandfarbe intensiver, Kropf deutlicher, Schanzaufbau schmäler und kürzer. Figur mit aufrechter Haltung sowie Halslänge und Standkriterien sind den Rasseanforderung bereits sehr nahe. Die 0.1 alt von Weber bestach mit seinen wunderschönen Scheckungsbild und erhielt zurecht „V“. Sehr feine Vögel mit „Hv“ kamen zusätzlich aus dem Zuchtschlag Aschenbrenner eine 0.1 jung und eine 0.1 alt, Vogl Hans mit einer 0.1 alt und wiederum Weber mit 1.0 alt. Insgesamt wurden 21 Tiere den Betrachtern dargeboten. PR Ganghofner hatte die Aufgabe  den seltenen Farbenschlag blau- gescheckt zu bewerten. Viel Fingerspitzengefühl bezüglich der noch weit in der Entwicklung befindlichen Farbe wurde gefordert. Mehr Farbaufteilung und Grundfarbe, enger im Bodenstand, Blaswerk birnenförmiger, Hals länger, aufrechter in den Haltung sind die großen Ziele. Figürlich haben sie sich verbessert. Weber war mit 4 Tieren präsent, wobei der 1.0 sg95 erreichen konnte. Einige wenige Züchter haben sich der Zucht von den äußerst schwierigen Farbenschlägen rot mit weißen Binden, und gelb mit weißen Binden gewidmet. Meine Anerkennung gilt diesen Züchtern, die durch unermüdliches- langjähriges Züchten diese Farbenschläge am Dasein erhalten haben. Wer weiß wie schwierig eine reine weiße Binde auf einen Farbigen Untergrund zu Züchten ist, der kann nachvollziehen, dass die Standfestigkeit dieser Züchter Annerkennung gebührt. 7 Tiere bei rot und 9 Tiere bei gelb mit weißen Binden zeigten,, dass auch diese Farbenschläge sehr Reizvoll sind und mehr Züchterschar verdient hätten. Blaschke erreichte mit einen fast Perfekten 1.0 jung in rot „Hv“. Mehr Halslänge und Blaswerk, Haltung aufrechter, Schnabelfarbe noch viel reiner, Binden sichtbarer, sind die geforderten Richtlinien an diese Züchter. SR Kollmann war bei diesen Farbenschlagen eingeteilt. SR Ziener begutachtete den Farbenschlag schwarz- geganselt, der Figürlich, in Farbe und Metallischen Glanz, Kopfform und Zeichnungsbild beim Latz und Herz sowie in der roten Augenrandfarbe sehr ausgeglichen erschien. Schenkel- und  Kropfgefieder geschlossener, Bodenstand enger, Hals länger Blaswerk voller, Schnippe gleichmäßiger und Hinterpartie kürzer und schmäler sind die häufigsten Vorschläge zum den Typanforderungen. Die hoch prämierten Tiere mit „V“ kommen aus den Zuchtschlägen von Hoheneder ein 1.0 jung und von Liegl eine 0.1 alt. Hoheneder und Liegl  errangen zusätzlich „Hv- Benotungen auf 1.0 alt. 49 Tiere stellten sich der Bewertung. Am beliebtesten bei den Züchtern ist immer noch der Farbenschlag blau- geganselt, welche von SR Roauer in Augenschein genommen wurden. 53 Tiere brachten die Züchter zum harmonischen Wettstreit. Latz abgegrenzter, Schnippensitz freier, Haltung aufrechter, Augenränder zarter,Schwanhaltung abfallender, waren die häufigsten Verbesserungsvorschläge. Sehr elegant wirkte allgemein die Figur, die kurze- schmale Schwanzform aber auch die Federstraffheit konnte überzeugen. Einige Tiere sollten in der Rückenfarbe satter sein. Wolkiges Farbspiel mit hellen Einlagerungen war vorhanden. Auch in der Herzfarbe, vor allen beim Übergang vom Hinterhals zum Herz treten sehr häufig Pfeffereinlagerungen auf,die nicht erwünscht sind und sehr hartnäckig vererbt werden. Beim betrachten der mit „V“ heraus gestellten Tiere schlug ein Züchterherz hoch, den mit wie viel Rasse diese dargeboten wurden, ist einfach vom Feinsten.Die Züchter Lehner und Demmel auf 1.0 jung, sowie bei 0.1 jung und alt Meier zeigten auf, was in Sachen Rasseanforderungen möglich gemacht werden kann. Weitere mit „Hv“ heraus gestellte Tiere zeigten: Lehner mit 1.0 jung 2 mal, Hoheneder, Drexler und Roth auf 0.1 jung und bei den alten Damen nochmals Lehner.Seit einiger Zeit haben die Züchter der rot- geganselten Schwierigkeiten mit ihren Zuchten an die gewünschten Rassemerkmale zu gelangen. Sehr viele Tiere mit wenig Halslänge und Blaswerk sowie unruhiges Käfigverhalten werden vorgestellt. Zusätzlich kommt immer häufiger die unerwünschte Kupferfarbe im Halsbereich vor. Zu verbessern sind außerdem die Augenrandfarbe, die Haltung aufrechter sowie die Standhöhe.Von den 17 dargeboten Tieren zeigte Schwirzinger eine 0.1 alt mit „Hv“, die bei geschlossenerer Schwanzfeder das gesteckte Ziel erreichen hätte können. SR Ziener hatte keine leichte Aufgabe den richtigen Zuchtstand zu formulieren, zur Motivation anzuregen, die richtigen Verpaarungen zu tätigen, was bei den folgenden Farbenschlag keine Mühe bereitet hatte.

Von der feinsten Seite zeigen sich die 10 gelb- geganselten, alle von Vogl Helmut. Gleichmäßige Farbe, prima Figuren, schmale kurze Schwanzform und gut durchblutete Augenränder sind besonders hervor zu heben. An der festeren Federstruktur und aufrechterer Haltung muss noch gearbeitet werden. Eine sehr rassige 0.1 jung von Lehner der Farbe silber- geganselt mit „V“ bekundet, dass sich dieser sehr schöne Farbenschlag mit ihren Züchtern in der Spitze des Machbaren festgesetzt hat. Kaum mehr helle Farbe ist zu erkennen. Gute Augenrandfarbe und elegante Figuren sind vertreten. Mehr Halslänge, Latzzeichnung abgerundeter und Schwanzform schmäler sowie kürzer sind die Wünsche. 10 Tiere im überwiegend hohem Sg- Bereich bezeugen einen prima Zuchtstand. Der Züchter Strauß versteht es gezielt seinen Lieblingsfarbenschlag blauschimmel an die geforderten Rasseanlagen heran zu führen. Erreicht wurde hierbei bereits der schöne rote Augenrand sowie eine gute Farbe mit annehmbarer Figur. Auch die Schimmelungsverteilung zeigt Fortschritte. Mehr Standfreiheit, Hinterpartie abfallender, kürzer und schmäler und Blaswerk noch Birnenförmiger sind die Zuchtanregungen. Ein 1.0 alt mit „Hv“ beweist, dass auch dieser Farbenschlag seine Reize hat. 6 Tiere waren zu Bestaunen. SR Rohauer verstand es, die beiden letzt genannten Farbenschläge die Rassigkeit hinzuweisen. SR Wimberger wurde die Jugendabteilung anvertraut. Bei der ersten in Augenscheinnahme der vorgestellten Tiere konnte eine äußerst hochwertige Qualität von allen Farbenschlägen festgestellt werden, was sich auch bei der Bewertung bestätigte. Sehr ausgeglichen in Figur, Augenrandfarbe, aufrechter Haltung feines Birnenblasswerk und schmale Schwanzform waren die herausragenden Rasseanlagen der weißen. Einige Tiere sollten noch eleganter in den Schultern sein, Hinten knapper,  im Oberkopf gefüllter und in den Augenrändern zarter erscheinen. Ertl war mit einer 0.1 jung mit „Hv“ erfolgreich und der Besitzer der 6 vorgestellten Tiere. Zwangsläufig wurden die selben Kriterien bei den 2 Tieren in weiß mit roter Schnippe festgestellt, da diese auch Ertl gehörten. Hier wir noch bessere Schnippenfarbe und gleichmäßigerer Sitz verlangt. Feines ruhiges und zutrauliches Wesen konnte den weißen Farbenschlag bescheinigt werden. Was der Jungzüchter Weber in Sachen Scheckungsgleichheit bei den rot-gescheckten erreicht hat ist lobenswert. Kondition, Birnenblaswerk, aufrechte Haltung und typische Figuren zeichneten zusätzlich diesen Farbenschlag aus. Richtungsweisend zur Verbesserung wurde vermerkt:Hinterpartie kürzer und schmäler, Stand höher, Augenränder geröteter. Zwei ansonsten sehr schöne Tiere mussten wegen abgebrochen Krallen herabgestuft werden dies hätte jedoch bei gezielter Schauvorbereitung erkannt erden können. Der 1.0 alt mit „V“ und der 1.0 alt mit „Hv“ von den 11 gezeigten Tieren sind der Maßstab für die Zukunft. Zum Schluss der Jugendabteilung wurden 6 sehr feine Tiere in blau- geganselt vom Jungzüchter Fischer vorgestellt. Seit Jahren ist dieser Farbe sehr erfolgreich. 1 mal „V“ auf 0.1 alt und 1. mal „Hv“ auf 1.0 alt bezeugen den hohen Rassewert. Zu verbessern sind die Herzfarbe beim Rückenaustritt,die Schenkelfeder anliegender und der Beinverlauf flüssiger. Abschließend darf ich erfreulich feststellen,dass bei den Stellerkröpfer Züchtern sehr ernsthaft an der Verbesserung der Rasse gearbeitet wird und hiefür ein großes Lob aussprechen  und allen Erringern  von hohen Auszeichnung zu ihren Erfolg gratulieren,aber auch allen Danken, die sich bei Großschauen mit ihren Tieren der Öffentlichkeit zur Schau stellen und damit der Rassegeflügelwelt die Schönheit der Stellerkröpfer darbieten.  

Euer Zuchtwart Johann Wimberger

 

 

Hauptsonderschau für Stellerkröpfer auf der 50. Niederbayrischen Bezirksschau 2011 in Straßkirchen

Kurzfristig wurde unsere HSS für Stellerkröpfer von Viechtach nach Strasskirchen verlegt. Diese Entscheidung war nur zum Vorteil, denn wie schon des Öfteren hatten die Verantwortlichen des GZV Strasskirchen zu größeren Schauen eingeladen und diese Aufgabe immer mit Bravour gemeistert. Die schöne Gäubodenhalle bittet sich förmlich für schöne Ausstellungen an. Auch ein bewährtes Ausstellungsteam mit 1. Vorsitzenden Franz Hiergeist, den Ausstellungsleitern Wanninger Christian und Trimpl Alfons, sowie dem Planer für die Käfigaufstellung Ulbrich Werner, welcher immer neue Einfälle zur Dekoration und des Käfigaufbaues parat hat, sorgen dafür, dass eine gerechte Unterbringung und Versorgung unserer Tiere gewährleitstet ist und das wir uns Züchter im Kreise von Gleichgesinnten Rassegeflügelzüchter wohl füllen. Ich darf hier, so glaube ich im Namen aller Beteiligten ein großes Lob aussprechen, denn wer weiß, welche Mühen und Zeitopferung eine solche großartige Schau mit sich bringt, dem gebührt auch größte Anerkennung. Eine derartige Schau mit 2864 Tieren in den verschiedensten Rassen bittet nicht nur uns Rassegeflügelliebhaber immer wieder neu Bekanntschaften und Tiervorstelllungen, nein auch den vielen Besuchern aus Nah und Fern wird ein kleiner Einblick in die Vielfalt unseres Hobby gegeben. Die herrlich ausgeschmückte Halle, welche beim Betreten eine Augenweide mit Volieren und Stämmen darbot, vermittelte Allen ein innerliches Wohlsein und man begann mit den Betrachten der vorgestellten Tiere mit Freude. Auch mit der Meldezahl von 67 Tieren bei den Jugendlichen und 415 Tieren bei den Senioren war man durchwegs im SV zufrieden, da ja eine Woche zuvor in Halle die Sonderschau der Gruppe Ost mit auch fast 300 Tieren durchgeführt wurde und zwei Wochen nach der HSS in Leipzig bei der VDT- Schau wieder über 300 Tiere standen. Ein großes Lob darf ich auch meinen Sonder-Richterkollegen aussprechen, welche eine sehr einheitliche Zuchtrichtung in Sachen Vorzüge, Wünsche und Mängel“ auf den jeweiligen Bewertungskarten niedergeschrieben haben. 30 der insgesamt 55 anerkannten Farbenschläge wurden vorgestellt. Immer beliebter wird der Farbenschlag weiß, welchen SR Kollmann in Augenschein nehmen durfte. Figürlich hat dieser Farbenschlag einen großen Schritt an die Rasseanforderungen gemacht. Herrlich durchblutete Augenrandfarbe Zeichnen diesen Farbenschlag zusätzlich aus. Auffällig ist aber, dass die Augenränder teilweise etwas grob wirken. Hier muss besonderes Züchterisches verpaaren angesagt sein. Der unschöne flache Oberkopf ist ebenso fast verschwunden. Sehr zu kämpfen hatte die weißen Farbenschläge mit der Federstraffheit. Loses Kropfgefieder, offene Schwanzfedernlage und hängende Flügellage sind zu verbessern. Tiere die beim Bewertungstag mit wenig Blasfreude und flacher Haltung standen, zeigten dies am Sonntag kaum noch, was darauf schließen lässt, dass zu wenig Käfiggewöhnung voraus ging. An der geforderten kurzen Hinterpartie und der zu einem guten Birnenblaswerk gehörenden Halslänge ist noch zu arbeiten. Die rassigsten Tiere wurden von den Zuchtfreunden Putzer „V“ auf 1.0 jung und 0.1 alt, Putzer mit „Hv“ auf 1.0 jung, Müller und Neumeier auf 1.0 alt, 2 mal Putzer auf 0.1 jung präsentiert. Insgesamt waren 21/1.0j, 7/1.0a, 14/0.1j und 8/0.1alt zu bewundern. Eine einzige 0.1j in weiß mit schwarzer Schnippe von Lehner war im sehr guten Sg- Bereich. Sehr schwierig ist hier, eine saubere schwarze Farbe in der Schnippe zu erreichen.

1.0 Weiß mit roter Schnippe.JPG

Sicherlich haben die wenigen Züchter dieses Farbenschlages wegen der Schnippe sehr viele Probleme, weil es kaum Tiere mit dieser Zeichnungsvariante gibt und die meisten Jungtiere in Irgendeiner Weise Probleme mit der Schnippenform- Schnippensitz und Farbe haben und diese auch hartnäckig vererbt werden. Besser sieht es beim Farbenschlag weiß mit roter Schnippe aus. Hier werden Klasse Schnippenfarbe und Schnippenform sowie prima allgemeine Rasseanforderungen dargeboten. Was sich bei den weißen im Züchterischen Verbesserungssystem darbietet, spiegelt sich auch beim rotgeschnippten Farbenschlag. Hier kommt zusätzlich noch hinzu, dass wegen der oft stark vorkommenden Farbstoffreserven dunkle Einlagerungen im Warzenbereich auftreten. Lehner mit „V und Hv auf 1.0j und Münzhuber mit einer 0.1j ebenfalls „V“ zeigten, wie schön dieser Farbenschlag sein kann. Bei weiß mit gelber Schnippe ist dasselbe Problem wie bei den Schwarzschnippigen fest zu stellen. Jedoch konnte die ansonsten im sg-Bereich gezeigte 0.1j von Münzhuber wegen des noch sehr jungen alters und damit noch nicht fertigen Schwanzgefieders nicht sg erreichen. Einkreuzungen von Brünnerkröpfern machen den Züchtern des schwarzen Farbenschlages offensichtlich teilweise starke Probleme. Diese Einkreuzung hat dazu geführt, das die Tiere zu zart werden, starkes Flügelkreuzen zeigen und auch des Blaswerk ein Kugelform bekommt. Der sehr häufig vorkommende flache Oberkopf beim Brünner wirkt sich bei unseren Stellen durch das einkreuzen besonders stark aus. Wir wollen zwar keine plumpen Tiere, aber auch zu zierliche Tiere sind nicht erwünscht. Der Stellerkröpfer soll eine mittel Große Kropftaube bleiben. Auch in der geforderten satten Schwingenfarbe treten immer häufiger Schwierigkeiten auf. Stumpfe- teilweise schilfige Farbe im Schaftbereich musste moniert werden. Auch der Schwingensaum hellt sehr oft auf. Was in den letzten Jahren fast nicht mehr vorgestellt wurde, nämlich ein angelaufener Unterschnabel ist zu meinem Erstaunen wieder sehr häufig gezeigt worden. Solche Tiere können noch so viele Schönheiten aufweisen, können aber kein sg erreichen. Diese Farbstoffreserven vererben sich sehr hartnäckig und wenn hier nicht entgegen gewirkt, werden in Zukunft nur mehr solche Tiere zusehen sein, was wir auf keinen Fall wollen. In der Augenrandfarbe, der aufrechten Haltung, im flüssigen Laufaustritt und kurzen Hinterpartie wurde dieser Farbenschlag deutlich verbessert, bei nicht gekreuzten Tieren. Im Zuchtschlag von Schleinkofer wurden die rassigsten Tiere gehalten. „Hv“ auf 1.0a, sowie „V und HV auf 0.1 alt. Vorstellig waren12/1.0j; 4/1.0a; 6/0.1j; 5/0.1a, welche SR Falke zu bewerten hatte. SR Hartmann mußte teilweise auch die aufgeführten unschönen Merkmale auch bei den schwarzen mit weißer Schnippe feststellen.

0.1 Schwarz mit weißer Schnippe.JPG

Sehr verbessert werden konnte die Kropfform, die Halslänge und der Stand. Im Schenkelgefieder straffer, Haltung aufgerichteter, Augenränder intensiver waren die Verbesserungshinweise. Vogl Johann auf 1.0j und Vogl Josef mit einer 0.1 jung sowie Schmid auf eine 0.1 alt jeweils mit „V“ selten die Siegertiere. Weitere Tiere, nur durch kleine wünsche in der Federqualität eine 0.1jung und 0.1 alt von Schmid konnten ebenfalls überzeugen. In den Käfigen standen: 28/1.0j; 3/1.0a; 26/0.1j und 13/0.1a. SR Kollmann hatte die angenehme Aufgabe, die nachfolgenden blauen Farbenschläge zu bewerten. Allgemein darf festgestellt werden, dass sich die folgend erwähnten Farbenschläge nur zum Besten entwickeln. Gute Halslänge mit Birnenblaswerk, elegante Figuren, typische Stand werden gezeigt. Die Augenrandfarbe muss noch verfeinert werden. Bei blau mit schwarzen Binden bestach eine 0.1 jung von Vogl Johann mit „V“, von den 1/1.0 a, 2/0.1j und 1/0.1a gezeigten Tieren. Das einzige Tier eine 0.1 j in der Farbe blau mit schwarzen Binden und weißer Schnippe, wurde mit „Hv“ bewertet und hätte bei noch mehr Augenrandröte höheres erlangen können. Vogl Johann ist wiederum der intensive Züchter dieser Farben. Die 0.1 jung in blau gehämmert hatte mehr Eleganz, längeren Hals und in der Hämmerung noch gleichmäßiger seine sollen. Sehr gleichmäßig im Sg- Bereich präsentierten sich der 1.0 jung und 1.0 alt in der Farbe blau- gehämmert mit weißer Schnippe. Hier lagen die Wünsche in der Halslänge und in der Hämmerung noch satter und gleichmäßiger. PR Moser wurden die nachfolgenden Farbenschlage anvertraut und meisterte diese Aufgabe zu vollsten Zufriedenheit des SV. Bei den roten hatten einige Tiere mühe mit der Blasfreude. Die Haltung sollte noch abfallender, der Laufaustritt fließender und das Kropfgefieder geschlossener werden. Es kommt selten vor, aber auch bei den Stellern werden immer wieder mehr als 12 Schwanzfedern gezählt. Vereinzelnd wird auch die unschöne Kupferfarbe im Kropfbereich erwähnt. Vorgestellt wurden: 7/1.0j; 4/1.0a; 5/0.1j und 3/0.1 alt, wobei Kingl auf 0.1 alt „V“ und mit einen 1.0 jung „Hv“ erreichen konnte. Dem Farbenschlag rot mit weißer Schnippe züchten zum Großteil dieselben Züchter wie die roten. Auch kommen meistens die bereist erwähnten Kriterien zur Verbesserung vor. Ein Tier musste jedoch mit angelaufener Schnabelspitze abgestuft werden. Eingestellt waren: 4/1.0 j; 2/1.0a; 2/0.1j und eine 0.1 alt, welche mit „V“ herausragte und dem Züchter Gigl zu Eigen ist. Nochmals „Hv“ auf eine 0.1 jung wurde der Züchterischen Leistung belohnt. Sehr erfreut hat mich der Farbenschlag gelb, den er hat er hat sich wieder zu einem festen Bestandteil der Farbenpalette bei den Ausstellungen entwickelt. Aber nicht nur die Anzahl der vorgestellten Tiere konnte überzeugen, nein auch die Qualität war überragend gleichwertig, sowohl in Farbgleichheit, Blaswerk, Stand und Figur. Einige Tiere sollten noch mehr aufrechter Stehen, Hinten knapper und die Federstruktur dürfte insgesamt geschlossener sein. Strauß präsentierte das Spitzentier, eine 0.1 jung mit „V“. Aber auch die drei „Hv“- Tiere von Knöferl, ein 1.0 jung, ein 1.0 alt und eine 0.1 alt waren dem Zuchtziel sehr nahe. 8/1.0j; 4/1.0a; 10/0.1j und 4/0.1 alt wurden vorgestellt. Die wenigen Tiere 1/1.0j mit „HV“;1.0a mit „V“ und 1/0.1 alt bei den gelben mit weißer Schnippe, alle von Falke waren eine Augenweide in Figur, Stand, Haltung, Blaswerk, Schnippenform, Augenrändern und Farbe.

1.0 Gelb.JPG

Hinterpartie kürzer, Gefieder geschlossener, im Hals noch länger werden noch besser erwartet. Die nachfolgenden, teilweise seltenen Farbenschlage wurden wieder von SR Kollmann aus Rassigkeit geprüft. Sehr schön verteilt war der Farbkontrast der blaufahlen. Auch konnten fortschritte in Figur, Augenrandfarbe, Haltung, und Stand festgestellt werde. Alle gezeigten Tiere 3/1.0j; 1/1.0a und eine 0.1 jung kommen aus der Zucht von Krause. Auch der 1.0 alt in blaufahl mit weißer Schnippe gehört diesem Züchter. Auf mehr Halslänge und Oberkropffülle, sowie in der Hinterpartie kürzer liegen die hauptsächlichsten Anregungen um diese Farbenschläge noch weiter zu verfeinern. Wie bereits in den letzten Jahren festgestellt werden konnte entwickelt sich der Farbenschlag gelbfahl sehr zum Besten. Hier sollte durch das Farbspiel deutlich erkennbar sein, was ein 1.0 und 0.1 im Geschlecht ist. Der 1.0 sollte vor allem etwas kremiger im gesamten wirken, vor allem im Kopfbereich und keinen Blau Ton im Bauchgefieder aufweisen. Täubinnen dürfen jedoch leichten Blaustich haben. Die Spitzentiere von Tasler eine 0.1 alt mit „V“ und der 1.0 jung mit „Hv“ von Putzer zeigten diese Farbunterschiede deutlich auf. Figürlich und in der Bindenbeschaffenheit konnten die meisten Tiere voll überzeugen. Zu verbessern sind noch Schildfarbe reiner, Oberkopf runder, Blaswer oben geformter, Haltung aufrechte, Stand freier und Hinten knapper. Lehner widmet sich seit einiger Zeit dem sehr schwierigen Farbenschlag Schwarz mit weißen Schwingen. Hier ist deutlich erkennbar, dass noch sehr viele Gene von den Tchechischen Stellerkröpfern vorhanden sind. Sie weißen zwar eine klasse Farbe auf, was je bei unserer Ursprungstaube selbstverständlich ist, aber in Figur, Blaswerk, Haltung Halslänge und Standhöhe ist noch einiges zu leisten. Es ist nur zu Hoffen, dass dieser Züchter nicht den Mut Verliert, denn dann würde dieser sehr schöne Farbenschlag wahrscheinlich wieder nur in unserem Nachbarland gezüchtet werden. Im Gegensatz zu schwarz mit weißen Schwingen haben die roten mit weißen Schwingen in unsere Farbenschlagpalette ein festen Stellenwert und werden auf höchstem Niveau gezüchtet. Kingl hat es verstanden, aus seinen anderen roten Farbenschlägen diese Farbvariante auf höchsten Zucht- Stand zu halten. Durch die intensive Farbe, treten aber immer wieder Schwierigkeiten mit der Schnabelfarbe auf. Ein Augenmerk muss auch noch auf etwas feinere Figur, Standhöhe und Halslänge geachtet werden.

P1050408.JPG

Bei den vorgestellten Tieren 1/1.0.j; 3/1.0.a; 2/0.1 alt wurden aufgestellt, wobei mit „V“ eine 0.1 alt ein 1.0 alt heraus gestellt. Immer wieder höre ich von den wenigen Züchtern der nachfolgenden getigerten und gescheckten Farbenschläge, dass zwar genügend Nachzucht gezüchtet werden kann, aber wegen der Zeichnung nur ganz wenige Jungtiere zur Ausstellung gebracht werden können. Die spiegelt sich auch deutlich in der Meldung. Es wäre Schade, wenn die sowieso wenigen Züchter dieser sehr imposanten Farbenschläge mit der Zeit den Willen verlieren sollten. SR Falke nahm seine Bewertung deshalb mit viel Wohlwollen vor. Am Anfang standen 2/1.0j; 3/1.0a; in der Farbe schwarz getigert, welche in der satten Glanzreichen Farbe und geforderten Tigerzeichnung überzeugen konnten. Auch im Blaswerk und Halslänge werden sie immer besser. In den Schultern mehr Eleganz, Stand freier und vor allen auf reinere Schnabelfarbe muss geachtet werden. Da die Tiere aber enorme Farbintensivität aufweisen, wird deshalb bezüglich der reinen Schnabelfarbe noch Nachsicht gewährleistet, wenn nur leichte Farbeilagerungen feststellbar sind. Bei den rot- getigerten zeigte Geiß auf einen 1.0 alt und einer 0.1 alt mit „HV“ fast perfekte Tauben. Auch hier treten die bereits erwähnten Fakten in gleicher Form auf. Vorstellig waren: 1/1.0j; 7/1.0a; 1/0.1j und 1/0.1 alt. Alle Tiere in gelb- getigert, 3/1.0j; 5/1.0a; 2/0.1j und 3/0.1 alt kamen wieder von Züchter Geiß wobei eine 0.1 alt mit „V“ in Perfektion Bestach. Mehr Standfreiheit, Schenkelaustritt fließender, Schwanzfeder geschlossener und weniger Tigerzeichnung im Schild wurden erwähnt. Einen etwasunvollständigen Zuchtstand mussten die Betrachter des Farbenschlages schwarz-gescheckt bei den Senioren wahrnehmen, den bei der Meldeeingabe ist versehentlich ein Züchter bei Jugendlichen erfasst worden, wobei diese Tiere aber mit den Senioren mitbewertet wurden. Prima gleichmäßig verteilte Scheckung wunderbar durchblutete Augenränder und feine Figuren wurden hier gezeigt. Kropfgefieder geschlossener, Hinten kürzer, Schenkelaustritt fließenden sind noch zu verfeinern. Bei den gezeigten 10/1.0j; 3/1.0a und 7/0.1 jung wurde der alt von Weber (vorgestellt in der Jugengruppe) herausgestellt. Der selbe Züchter hat 1/1 jung in blau-gescheckt, ebenfall bei der Jugend vorgestellt. Figürlich nit Augenrändern und Blaswerk waren die Tiere in Ordnung, aber in der Scheckung und Grundfarbe muss noch einiges geleistet werden. 1./1.a und eine 0.1 jung wurden im äußerst seltenen und schwierigen Farbenschlag rot mit weißen Binden präsentiert. Hier eine einigermaßen reine Binde zu erzüchten ist fast schon eine Kunst, was aber dem Züchter Blaschke beeindruckend gelungen ist. Natürlich können diese aus verschieden anderen Rassen erzüchten Tiere noch nicht in voller Vollendung aufzeigen, aber von Jahr zu Jahr ist ein Fortschritt zu erkennen. Beide Tiere wurden im hohen Sg-Bereich eingestuft. SR Kutscherauer war mit den schwarz- blau- und rot-geganselten Farbenschlägen beauftragt. Zu Beginn dieser sehr schönen Farbvariante standen die schwarz-geganselten mit 11/1.0j; 4/1.0a; 9/0.1j und 2/0.1 alt wobei die beiden Tiere mit „V“ der 1.0 jung und die 0.1 jung von Liegl herausragten. Zusätzlich wurde ein 1.0 jung und eine 0.1 alt abermals von Liegl mit „Hv“ belohnt. Schippenform , Figur, schönes Birnenblaswerk, rote Augenränder waren die herausragenden Rassemerkmale. Anzustreben sind besser Schenkelaustritt, Hinterpartie knapper, Kropfgefieder geschlossener, Stand freier, Herzfarbe reiner. Flache Haltung entwertet. Zur Schnippenform muss angemerkt werden, wenn die Schnabellänge bei vollem Blaswerk die Latzabgrenzung erreicht, wird dies im Sg- Bereich aufgeführt. Trotz der einigen ausgebliebenen Spitzenzuchten in blau-geganselt waren wieder sehr schöne Typvolle Tiere zu betrachten

P1010266.JPG

Dargeboten wurden: 11/1.0j; 5/1.0a; 9/0.1j und 6/0.1 alt, wobei die aufrechte Haltung, schöne Figur und Blaswerk, schmale Schwanzform und prima Augenränder sehr rassig geboten wurden. Mehr Standfreiheit, Hinterpartie kürzer, Herzfarbe reiner (beim Übergang vom Hals zum Herz wolkige Erscheinung), Einige Tiere hatten schlaffe Flügellage. Bei einem Tier wurde festgestellt, dass die 10 Handschwinge länger als die neunte war, was Normalerweise umgekehrt sein sollte. Es konnte aber keine unerlaubte Handlung festgestellt werden. Eine sehr feine 0.1 jung mit „V“ von Roth bestach. Viel Freude konnte im Gesichtsausdruck dieses Züchters festgestellt werden, da dieser sich erst einem Jahr dieser Farbe und Rasse widmet. Weiter sehr hochwertige Tieren präsentierten Lehner auf 1.0 jung, Maier mit einem 1.0 alt, sowie Liegl mit 0.1 jung und 0.1 alt. Etwas rückläufig war die Qualität der rot- geganselte, die sich mit 8/1.0j, 3/1.0a; 6/0.1j und 7/0.1 alt der Konkurrenz stellten. Sehr auffällig war, dass sehr viele Tiere mit der geforderten Größe, mit flacher Haltung wenig Standhöhe, gering gezeigten Blaswerk, angelaufener Schnabelfarbe und was in den letzten Jahr fast nicht mehr vorstellig war, mit der unschönen Kupferfarbe im Halsbereich ausgebildet waren. Auch die nicht tolerierten 11 Handschwingen gezählt werden. Was an den rot- geganselten Farbenschlag auszeichnet, konnte bei der 0.1 alt von Schwirzinger mit „V“ und dem 1.0 jung mit „Hv“ in Augenschein genommen werden. PR Moser durfte sich nochmals bei den gelb-geganselten betätigen. Dieser Farbenschlag hat sich in letzter Zeit immer mehr Beliebtheit bei unseren Züchter erfreut, dies zeigt auch, dass die Tiere sehr einheitlich in Farbe, Haltung, Augenrandfarbe und Zeichnungsbild vorstellig waren. Zu verbessern sind noch in der Tailie zarter, Schenkelfeder anliegender, Hinterpartie kürzer, Stand freier und flüssiger. Vogl helmut mit „V- und Hv“ auf 1.0 jung sowie eine 0.1 jung mit „V“ von Prommersberger zeigten all die Schönheit dieser Farbenschlages auf. Anzuschauen waren: 12/1.0j, 2/1.0a; 8/0.1j und 2/0.1 alt. Farblich mehr intensivität wurde bei den silber-geganselten gewünscht. Der 1.0 alt mit „Hv“ von Maier hatte dies vorzuzeigen. Festeres Kropfgefieder und Blaswerksfülle, im Stand freier, Schwingenlage straffer (weniger kreuzen), sowie Haltung aufrechter sind Vorteilhaft. Figürlich waren die Tiere 1/1.0j; 1/1.0a; 2/0.1j und das 0/0.1 Alttier in Ordnung. Sehr angenehm überrascht hat mit die Qualität der blau- schimmel. Der 1.0 jung mit „Hv“ von Strauß hätte bei noch deutlicherer Kopfschimmelung durchaus mehr erreichen können. Mehr Standhöhe, Haltung aufrechter, Blaswerk oben geformter und in den Schultern zarter sind das gewünschte Zuchtziel. 3/2 Jungtiere wurden von diesem schönen Farbenschlag vorgestellt. Die beiden vorher genannten Farbenschlage wurden von SR Falke bewertet.

P1040127.JPG

Jugendgruppe: Bevor ich mit meinen Ausführungen beginne, möchte ich zuerst an unsere Jugendzüchter ein großes Kompliment aussprechen. Wie mir immer wieder von den Eltern zugesichert wird, werden die gezüchteten Tiere von Jugendlichen selber betreut, was beiweiten nicht immer der Fall ist. Auch in der dargebotenen Qualität standen die gezeigten Tiere den Senioren keinesfalls nach. PR Sigl hatte seine Freude mit der sehr Typhaften Qualität der gesamten Kollektion. In weiß konnte Ertl einen 1,0 jung mit „Hv“ Vorstellen der nur durch das etwas lose Kropfgefieder einen kleinen Wunsch hatte. Ansonsten waren alle 5/5 jung im sehr guten Sg- Bereich. Durchblutete Augenränder mit prima Figuren und aufrechter Haltung konnten überzeugen. Verfeinert werden müssen noch die Standkriterien, die kurze Hinterpartie und die Oberkopffülle. 1/1 jung in der Farbe weiß mit roter Schnippe hatten die selben Ansprüche wie bei den weißen. Lediglich die Schnippenfarbe muss noch reiner werden. Ertl erhielt auf 1.0 jung sg 95. 1/1.0j und 1/1.0 alt in rot von Heinze waren in Farbe, Haltung, Blaswerk und Augenrändern in Ordnung, Auf festere Feder im Bindenbereich, mehr Standfreiheit und in der Farbe mehr Grünglanz sind besonders zu achten. Sg 95 auf 1.0 jung war verdient. Was im Farbenschlag rot-gescheckt in Sachen Zucht diesbezüglich in der fast vollkommenen gleichmäßigen Scheckung erreicht wurde ist besonders zu erwähnen. Auch Figürlich, guten Blaswerk und aufrechter Haltung kommen die Tiere an die Anforderungen heran. In der Standhöhe und im flüssigeren Beinaustritt, sowie in noch mehr satterer Grundfarbe hat der Züchter zu arbeiten. Gezeigt wurden von Weber Tobias 4/1.0j; 2/1.0a; 3/0.1j und 2/0.1 Alttiere, wovon der 1.0 alt mit „V“ besonders hervor zu heben ist. Bei den 1/1.0j; 2/2.0a1/9.1j und 2/0.1 alt ragte der 1.0 jung mit „Hv“ von Heinze heraus. Farblich muss noch auf mehr Einheit gerichtet werden. Zeichnung, Haltung sowie Augenränder konnten überzeugen. Auf Standhöhe, Halslänge und Oberkropffülle muss spezifisch gezüchtet werden. Seit einigen Jahren wird der Farbenschlag Blau–geganselt auf höchster Zuchtbasis gezogen. Form, Stand, Haltung schmale Schwanzform, gutes Blaswerk überzeugen durchwegs. Fischer konnte auf einen 1.0 jung, einer 0.1 jung jeweils „V“ und auf 1.0 alt sowie 0.1 alt „Hv“ erringen. In der Halslänge, in der Herzfarbe sind die angeschriebenen Bemerkungen. Die 2 gemeldeten blau-gehämmert geganselten blieben die Käfige leer. Das letzte vorgestellte Tier ein 1,0 alt in gelb-geganselt von Heinze konnte die Rasseanforderungen bedingt erfüllen. Zum Schluss darf ich mit guten Gewissen sagen, dass die gezüchteten und vorgestellten Tiere im SV der Stellerkröpfer immer mehr an die Einheitlichen Zuchtbasis gelangen und die Fachgespräche an den Käfigen immer im Sinne der Rasse durchgeführt werden, dafür darf ich als Zuchtwart allen Beteiligten recht herzlich Danken und ich freue mich jetzt schon darauf, wenn wir uns 2012 am 24./25. Nov. wieder in Strasskirchen in bekannter Weiser mit Gleichgesinnten zu unserer HSS, so hoffe ich bester Gesundheit wieder treffen.

Euer Zuchtwart Hans Wimberger

36. Hauptsonderschau für Stellerkröpfer auf der Bayrischen Landesschau 2010

 

Nach 2003- 2005 wurde beschlossen, die Hauptsonderschau für Stellerkröpfer an die 61. Bayrische Landesschau in Straubing anzuschließen. Straubing ist ja seit vielen Jahren bezüglich der Messehallen und der großzügigen Parkplatzmöglichkeiten ein Garant für Großschauen. Nach unserem 50 jährigen Vereinsjubiläum 2009 mit einer überwältigen Meldezahl von 1208 Tieren, waren die Verantwortlichen im SV gespannt, wie sich der Trennt in den Meldungen zu unseren Hauptsonderschauen weiter entwickeln wird. Sicherlich wird das Topergebnis vom Vorjahr lange Zeit Platz eins einnehmen, aber mit dem Meldeergebnis von 519 Tieren bei den Senioren und 46 Tieren bei den Jugendlichen war man hochzufrieden. Ein großes Lob darf ich an dieser Stelle dem Geflügelzuchtverein Dingolfing, mit seinen Ausstellungsleitern Huber Konrad und Wiesinger Ludwig aussprechen, welche diese Großschau hervorragend gemeistert haben. Was wäre aber eine Ausstellungsleitung, wenn nicht im Hintergrund viele Helferhände tätig wären. Auch diesen beteiligten Personen meine Anerkennung.

P1040412.JPG

Im Vorfeld der Ausstellung wurden einige unmutige Stimmen laut, da wegen der großen Meldezahl bekannt wurde, dass ein zweireihiger Käfigaufbau notwendig geworden ist, um nicht zu vielen Züchterfreunden eine Absage erteilen zu müssen. Wer diesbezüglich des Käfigaufbaues Bedenken hatte, wurde eines anderen belehrt. Großzügige- breite Gänge waren keines Falls ein Nachteil für die Tiere in der unteren Reihe. Viele Züchterstimmen bekundeten den zweireihigen Aufbau als sehr angenehm und erläuterten im Gegenzug, dass ihnen dies viel lieber sei, als ein einreihiger Aufbau, bei dem man kaum Bewegungsfreiheit zu den Tieren hat. Auch die Verpflegung von Mensch und Tier ließ keine Wünsche offen. Der Züchterische Erfahrungsaustausch mit anderen Kropftaubenzüchtern war sehr angenehm und es konnte so mancher Kropftaubenliebhaber von der Schönheit unseres Stellerkröpfers überzeugt werden. Auf welch hohem Stand unsere Steller derzeit gezüchtet werden, dafür sprechen die von den amtierenden Sonderrichtern vergebenen 21 vorzüglichen Bewertungen bei den Senioren und 1 Mal bei unseren Jugendlichen. Auch in der einheitlichen Größe finden sich kaum mehr größere Abweichungen. Dies deutet eindeutig darauf hin, dass die Vorgaben von unseren Züchtern bei Jungtierbesprechungen ernst genommen werden und bei der Zusammenstellung seiner Zuchtpaare besonderes Augenmerk gerichtet wird.

Den Anfang der imposanten Ausstellung bildete der Farbenschlag weiß, welcher sich in 27/2 Täuber und 18/3 Täubinnen aufteilte. Unser neu ernannter Sonderrichter Hartmann Bernd war mit dieser schönen Kollektion beim Bewerten tätig und hat seine Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Was in den letzten Jahren ein gewisses Problem bei den Züchtern darstellte war der oft vorkommende flache Kopfzug. Sehr lobenswert ist die Tatsache, dass dieses Übel nur mehr selten im Groben Ausmaß gezeigt wird. Auch die Augenrandfarbe entspricht unseren Anforderungen. Zarte Figur, gute Standhöhe und der dazu gehörige fließende Schenkelaustritt ist hervor zu heben. Auf schmälere kurze Schwanzfeder ist zu achten. Auch das Hals- und Schenkelgefieder muss fester erzüchtet werden. Einige Tiere sollten in der Taille abgesetzter erscheinen, damit das geforderte Birnenblaswerk besser zur Geltung kommt. Ein wunderschöner 1.0 jung von Münzhuber wurde mit „V“ belohnt. Auch die 0.1 weiß alt von Kollmann präsentierte sich vom allerfeinsten und erhielt ebenso „V“. Der mit „HV“ herausgestellte 1.0 jung von Neumeier und die 0.1 alt von Münzhuber hätten bei noch besserer Federqualität ebenfalls höheres erreichen können.

1.0_alt_Weiß_mit_roter_Schnippe.JPG

 

Beim gemeldeten Farbenschlag weiß mit schwarzer Schnippe blieb leider der Käfig leer.

Nur wenige Züchter befassen sich mit der Zucht des Farbenschlages weiß mit roter Schnippe, dies aber mit überwältigendem Erfolg. Ein 1.0 alt, eine 0.1 jung und 0.3 Altiere waren vom feinsten, wobei der 1.0 alt von Münzhuber mit „V“ und die 0.1 alt von Lehner all die schönen Rasseeigenschaften diese Farbenschlages präsentierten. Typhafte Figur, Stand, Blaswerk, enorme Halslänge und glatte Feder sind besonders hervor zu haben. An der aufrechten Haltung muss noch gearbeitet werden. SR Kollmann Anton war beim Farbenschlag schwarz tätig, wo 29/ 1.0 jung, 4.0 alt, 24/0.1 jung und 5/0.1 alt vorstellig waren. Dieser musste feststellen, dass bei diesem Farbenschlag das genannte flache Kopfübel immer häufiger auftritt. Auch im Farbbereich, hier besonders in der Schwingenfarbe satter wird sehr häufig im Wunschbereich aufgeführt. Auch im flüssigeren Schenkelsaustritt, in der Standhöhe und im Bodenstand enger, sowie Schenkelgefieder straffer wird zu arbeiten sein, um das geforderte Zuchtziel zu erlangen. Tiere mit sehr kurzem Hals und wenig Blasfreudigkeit können bei allen Vorzügen kein „sg“ erlangen. Die Augenrandfarbe muss bei einigen Tieren noch verbessert werden. Figur, Grundfarbe am Körper und Hals, sowie der geforderte metallische Glanz sind ein Pluspunkt dieses Farbenschlages. Die beiden mit „V“ herausgestellten Tiere eine 0.1 jung von Steinwanger und die 0.1 alt von Schleinkofer waren vorbildlich in allen Rassemerkmalen. Die mit „HV“ prämierten Tiere, ein 1.0 jung von Hagengrüber, sowie die 0.1 jung von Huber, Vogl Josef und Hilburger wurden nur durch kleine Wünsche in der Federqualität abgestuft.

Den Bewertungsauftrag 1.0 jung 1.0 alt im Farbenschlag schwarz mit weißer Schnippe wurde unseren Sonderrichter Ziener Klaus übertragen. Bei den 1.0 alt war das Siegertier mit „V“ von Hauser, ein sehr eleganter Vogel mit super Blaswerk und Halslänge. Die 1.0 jung mit „HV“ von Vogel Johannes, Pinzl und Hauser hatten Wünsche in der Schwingenfarbe, im Hals- bzw. Schenkelgefieder. Einige Tiere sollten in der Schulterbreite mehr Eleganz ausweisen und in den Standkriterien wie bei den schwarzen verfeinert werden. Wir machen in der Schnippengröße zwar noch sehr viele Zugeständnisse, jedoch wäre es Wünschenswert, hier noch besser auf die geforderte gleichmäßig große ovale Erbsengröße hin zu arbeiten, um den Betrachtern aus anderen Taubengruppen ein einheitlicheres Bild darzustellen. Verbessert werden konnte die angestrebte schmale Schwanzform. Tiere mit breitem Schwanz sind auch meistens in der Schwanzfeder sehr lang, was nicht gewünscht wird und auch des Öfteren in der Kritik Gestaltung zu lesen war. Auch in der Halslänge sind noch Wünsche offen. Hier sind die Züchter allgemein gefordert, bei den Zusammenstellungen ihrer Zuchtpaare auf gute Halslänge zu achten und auch auf Vererbungsanlagen diesbezüglich Verpaarungen vorzunehmen. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass bei allen Schwarzen Farbenschlägen der früher sehr oft gezeigte angelaufene Unterschnabel uns Preisrichtern nicht mehr vorstellig geworden ist.

1.0_jung_Schwarz_mit_weißer_Schnippe.JPG

Züchter: Erwin Hauser

 

Sehr angetan war unser SR Michl Max von den jungen Damen in schwarz mit weißer Schnippe. Er bestätigte eine sehr gute Rasseanforderung, was sich in den 4 vergebenen „V“ deutlich zum Ausdruck bringt. 44/0.1jung und 6/0.1 alt hatte er zu begutachten. Die Siegertiere kommen aus den Zuchtschlägen von Pinzl, Schmid 2 mal und Hauser, dicht gefolgt mit „HV“ von Vogl Karl und Vogl Hans, alles 0.1 jung. Bei den Alttieren stellte Schleinkofer mit SG 95 das beste Tier. Elegante Figur, geforderte Standpunkte, prima Augenrandfarbe und reichlich Glanz zeichneten die Jungtäubinnen besonders aus. Auch das zutrauliche Käfigverhalten ist hervor zu heben. Auch den nachfolgenden verschiedenen Farbenschlägen der Blaureihe bestätigte SR Michl erstklassige Zuchtarbeit. Nur 1 Tier musste in der gesamten Blaureihe mit unterer Note wegen zu kurzem Hals bedacht werden.

Nur eine 0.1 jung im Farbenschlag blau ohne Binden war vorstellig. Diese war in sehr gutem Sg- Bereich, hatte eine gute Figur, ansehnliches Blaswerk, ansprechende Halslänge und gute Bindenführung. An der Standhöhe ist allgemein bei den blauen Farbenschlägen zu arbeiten.

Blau mit schwarzen Binden und weißer Schnippe waren 3/ 1.0 jung, 3(0.1 jung vorstellig, wobei die mit „V“ heraus gestellte 0.1 jung von Vogl Johannes dem derzeitigen Zuchtstand voll entsprechend war. Alle restlichen Tiere waren im hohem „sg“ Bereich und sind hauptsächlich durch Wünsche in der Halslänge, Augenrandfarbe intensiver und aufrechter in der Haltung noch zu verbessern. Die vorgestellten Tiere blau-gehämmert 1/2 jung, sind noch nicht ganz so weit in den Rasseanlagen wie die blauen. Eine 0.1 jung von Gabler erhielt zwar zu recht die Note „HV“, jedoch war bei fast allen Tieren die Hämmerung noch sehr verschwommen und unregelmäßig. Ansonsten wurden die gleichen Wünsche wie bei den blauen notiert.

P1000909.JPG

Gleichzusetzen mit den blauen war jedoch der Farbenschlag blaugehämmert mit weißer Schnippe. Hier war eine schöne Hämmerung vorhanden. Auch die restlichen Rassemerkmale konnten durchwegs überzeugen. Vorstellig waren 7/4 Jungtiere, wobei die 0.1 von Hauser mit „HV“ dem Zuchtziel am nächsten kam. SR Kollmann hatte die Aufgabe, die seit einigen Jahren sehr hochwertig gezüchteten roten Farbenschläge zu bewerten. Stabilisiert hat sich hier die geforderte Farbe, Figur, Blaswerk, Haltung, Stand und Halslänge. Zu verbessern sich noch das Gefieder, vor allem im Schenkelbereich und auf schmale Schwanzpartie ist zu achten, wobei die Spitzentiere alle aufgeführten Merkmale aufwiesen. Zu bewundern waren 6/1.0 jung, 5/1.0 alt, 1/0.1 jung sowie 2/0.1 alt, wobei die 0.1 alt in rot von Kingl mit „V“ alle Schönheiten dieses Farbenschlages aufwies. Auch der 1.0 jung mit „HV“, ebenfalls von Kingl hätte bei festerer Halsfeder durchaus die Höchstnote erreichen können. Die vorgestellten Tiere eines Neuzüchters dieser Farbe hätten mehr Käfigvertrauen, Halslänge und Blasfreudigkeit aufweisen müssen, um sg- Benotungen zu erreichen.

Diesbezüglich an Rasseanforderungen standen die roten mit weißer Schnippe den roten nichts nach. Alle gezeigten Tiere 1/1.0 jung, 4/1.0 alt und 5/0.1 alt waren den Rasseanforderung gerecht, wobei wiederum eine 0.1 alt von Kingl mit „V“ und ein 1.0 alt mit „HV“ das Rennen gemacht hat. Allen Tieren konnte sagenhaftes Käfigvertrauen zugesprochen werden, so dass man meinen könnte, sie stammen aus einer Zucht. In der Feinabstimmung zu den Bewertungskriterien war hier der amtierende Preisrichter besonders gefordert um, um die richtigen Einstufungen zu finden und zu Erläutern. Sehr erfreut von der Tatsache war ich, dass sich die Züchterschar im Farbenschlag gelb wieder gefestigt hat und in der Farbgleichheit auch eine wesentliche Verbesserung darstellte. SR Hartmann durfte diesen Farbenschlag, aufgeteilt in 10/1.0 jung, 1/1.0 alt, 8/0.1 jung und 1/0.1 alt in Augenschein nehmen, wobei der 1.0 alt mit „V“ und der 1.0 jung mit „HV“ beide von Mandlmeier alle Feinheiten dieser Farbe aufwiesen. Figürlich, Standkriterien, Augenrandfarbe, sind in der Vorzugstabelle gefestigt. Zu arbeiten sind an der Halslänge, kürzere- schmale Schwanzpartie, sowie an der Gefiederqualität.

 

Bei den gelben mit weißer Schnippe, 2/2.0 jung und 1/1.0 alt, war auffällig, das im Blaswerk und in der Halslänge noch besonders Zuchtverbesserung gefordert ist. Ansonsten wurden von SR Hartmann dieselben Wünsche wie bei den gelben vermerkt. Für den Rest der Gelbserie, die gelbfahlen, aufgeteilt in 5/1.0 jung und 5/01.jung war wiederum SR Hartmann zuständig. Er bescheinigte den meist vorgestellten Tieren gute Farbaufteilung diesbezüglich von 1.0 zu 0.1, wobei deutlich erkennbar sein muss, zu welchem Geschlecht die Tiere gehören müssen. Verbessert hat sich dieser Farbenschlag zudem in Figur, Blasfreudigkeit, Augenrandfarbe und Haltung. Um noch näher an das Zuchtziel zu gelangen muss die Standhöhe, Halslänge, schmale- kurze Schwanzform und teilweise noch die Kopf und Schildfarbe verbessert werden. Die 0.1 jung mit „HV“ von Putzer war dem Zuchtziel am nächsten.

1.0_alt_Rotgetigert.JPG

SR Wimberger war mit den nächsten besonders schwierigen Farbenschlägen zu Gange. Als Einführung in diese Palette war der sehr seltene Farbenschlag schwarz mit weißen Schwingen, ein 1.0 jung vorstellig, dieser war im gutem Sg- Bereich. Wünsche waren im Blaswerk, Halslänge, sowie in der Haltung aufrechter. Farblich, Schwingenanzahl, Figur und Augenrandfarbe waren die Vorzüge. Beim schönen Farbenschlag schwarz getigert wurde eine 0.1 alt von Lehner mit „HV“ heraus gestellt. Leider mussten einige Tiere, die ansonsten den Zuchtstand sehr gefällig waren, wegen angelaufener Unterschnabelfarbe herab gestuft werden. Schöne gleichmäßige Tigerzeichnung und satte Farbe mit dem dazu gehörigen Glanz zeichnen diesen Farbenschlag besonders aus. Standfreiheit, schmale Schwanzform und Halslänge sind zu verbessern.

Was sich bei den schwarz getigerten abzeichnete, war auch bei den rot getigerten festzustellen. Tiere mit extrem guter Farbe und Glanz hatten ihre Probleme in der angelaufenen, wie bereits erwähnten Schnabelfarbe. Ansonsten werden sie in Zeichnung, Figur Blaswerk, Augenrandfarbe und Haltung dem Zuchtstand entsprechend gezüchtet. Zu bewundern waren 1/1.0 jung, 9/1.0 alt, 2/0.1 jung und 5/0.1 alt. Bei den nachfolgenden gelb getigerten ist teilweise dasselbe Übel aufgetreten. Zusätzlich waren einige Tiere in der Tigerung sehr aufgehellt. Geiß konnte sich mit seinen Tieren, eine 0.1 alt mit „V“ und einem 1.0 alt mit „HV“ in die Siegerliste eintragen. Rasse bezogen wurden die selben Wünsche wie bei den anderen getigerten vermerkt. Wunderschön war bei den meisten vorgestellten Tieren in schwarz gescheckt die Farbverteilung. In den letzten Jahren wurde immer wieder eine rötere Augenrandfarbe gefordert, was diese Jahr zum besten gezeigt wurde. Figürlich, im Blaswerk, in der Standhöhe, bei der Kopfform und Halslänge kann dieser Farbenschlag durchwegs mit den Hauptfarbenschlägen mithalten. Verbesserungswürdig sind eine kürzere- schmale Schwanzform und aufrechtere Haltung, sowie mehr Käfigvertrauen. Weber präsentierte mit seinen beiden 1.0 alt, einmal „V“ und einmal „HV“ zwei Tiere, die den Betrachtern ins Staunen bringen konnte.

 

Die 2/1.0 jung 2/0.1 jung in gelb gescheckt müssen noch in der Zeichnungsgleichheit, vor allem im Schwingen und Schwanzbereich einheitlicher werden. Auch in der Augenrandfarbe wird mehr Farbton verlangt. Blaswerk, Halslänge, kürzere Hinterpartie sowie Standkriterien sind zu verbessern. Der 1.0 jung mit „HV“ von Blaschke konnte am besten überzeugen. Die nun folgenden und äußerst seltenen Farbenschläge werden seit längerer Zeit von Büchler als einzigen Züchter dieser sehr schönen Farben ernsthaft gezüchtet. Durch jahrlangem einkreuzen von anderen Rassen, welche weiße Binden aufweisen, werden nun die Früchte der aufopferungsvollen Zuchtarbeit sichtbar und auch belohnt. Alle zur Bewertung gebrachten Tiere konnten dem zurzeit möglich machbaren Zuchtstand entsprechen.

P1040264.JPG

Den Anfang machte der Farbenschlag schwarz mit weißen Binden, eine 0.1 jung, gefolgt von 2/1.0jung und 1/0.1jung in rot mit weißen Binden, wobei ein 1.0 alle Vorzüge aufweisen konnte und zu recht mit „V“ belohnt wurde. Den Schluss dieser imposanten Farbpalette bildeten die gelben mit weißen Binden. Das reine weiße Binde bei Tauben sehr schwierig zu erzüchten sind, ist allseits bekannt, aber ich muss anerkennend zugeben, dass dies bei den gezeigten Stellern teilweise prima gelungen ist. Sicherlich haben diese Farbenschläge durch die Einkreuzungen noch in der Schenkelflüssigkeit im Blaswerk und Halslänge ihre Angriffspunkte, jedoch sind Grundfarbe, Augenrandfarbe, Figur, Hinterpartie durchwegs in Ordnung. Ich hoffe, dass sich dieser schönen Farbenschläge noch mehr Zuchtfreunde hinzu gesellen, damit die Zuchtbasis erweitert werden kann und somit mehr Möglichkeit besteht, mit fremden Blutlinien zu arbeiten. SR Roauer bewertet seit längerem die nachfolgenden Farbenschläge schwarz- und blau geganselt. Festzustellen war, das diese Farbenschläge in der Latzgröße und Latzrundung noch sehr unterschiedlich sind. Sie werden aber auf einem hohen Zuchtniveu vorgestellt.

Den Anfang bildeten die schwarz- geganselten mit 18/1.0 jung, 7.1.0 alt, 9/0.1 jung und 8/0.1 Alttieren. Die besten Tiere stammen aus den Zuchtschlägen von Muhr ein 1.0 alt und von Liegl eine o.1 alt und wurden mit „V“ belohnt. Weiter mit „HV“ bedachte Tiere ein 1.0 jung von Bielawny, eine 0.1 jung von Muhr, und eine 0.1 alt von Liegl konnten durchwegs Gut durchblutete Augenränder, aufrechte Haltung, schöne Blaswerksformen, kurz- schmale Schwanzform und der geforderte Metallische Glanz zeichnen diesen Farbenschlag besonders aus. Zu verbessern sind noch der flüssige Schenkelaustritt, die geforderte länglich runde Kopfform, sowie die Schnippen, beim Ansatz, in der Augenfreiheit und in der Mittigkeit. Auch dürfen einige Tiere in den Schultern nicht mehr kräftiger werden. Bei den blaugeganselten überragten die Tiere mit „V“ von Meier ein 1.0 alt und alte Dame von Liegl, gefolgt von den „HV“- Tieren von Muhr und Michl, beide 1.0 jung, sowie Hoheneder, Michl und Liegel mit 0.1 jung. Was in Sachen Hauptrassemerkmalen bei den schwarzen vermerkt wurde, kommt überwiegend auch in diesem Farbenschlag zum Vorschein. Zusätzlich hatten einige Tiere Probleme mit der geforderten durchgehenden satten Rückenfarbe und bei der Herzfarbe wurden beim Übergang einige Male Pfeffereinlagerungen festgestellt. Auch die Federqualität vor allem im Kropf- und Schenkelbereich ließ des Öfteren zu Wünschen übrig. Den schönen und aufstrebenden Farbenschlag blau-geganselt gehämmert durfte SR Michl in Augenschein nehmen. Sehr fein werden Figur, Latzzeichnung, Augenränder und Haltung vorgestellt. Zu verbessern sind noch die Halslänge, Standhöhe und teilweise sollte die Hämmerung noch deutlicher sein. Eine prima 0.1 alt hatte alle Vorzüge (“V“) dieses Farbenschlages aufzuweisen und kommt aus dem Zuchtschlag von Hofner, welcher sich seit Jahren mit diesen Farbenschlag intensiv beschäftigt. Zu bewundern waren: 3.3/1.0, 1.1/0.1 Alttiere.

SR Ziener hatte die Aufgabe den rot- geganselten Farbenschlag zu bewerten. Kaum mehr anzutreffen sind Tiere, die zu rote Halsfarbe und Bronze Einlagerungen aufweisen. Ist dies aber der Fall, so werden diese Tiere, auch bei noch soviel Rassemerkmalen auf „g“ herabgestuft. Auch die Augenrandfarbe satter, Hals länger, Kropf- und Schenkelfeder fester, Schenkelaustritt flüssiger und in der Haltung aufgerichteter wurde in der Wunschrubrik vermerkt. Figur, Schnippenform, kurze – schmale Schwanzpartie und teilweise sehr schönes Blaswerk wurden verfeinert. Bei den 0.1 von Vogl Ludwig bestach die mit „V“ prämierte Täubin in allen Rasseanlagen. Weitere hochwertige Tiere mit „HV“ kommen aus den Zuchten von Vogl, ein 1.0 jung, ein 1.0 alt von Schwirzinger und eine 0.1 jung von Barnickel. Gezeigt wurden 16/1.0 jung, 5/1.0 alt, 21/0.1 jung und 8.0.1 alt.

Der Farbenschlag gelbgeganselt gliederte sich wie folgt auf: 7/1.0 jung, 3/1.0 alt, 6/0.1 jung, 2/0.1 alt und wurden vom SR Wimberger unter die Lupe genommen. Farblich sollte noch mehr Einheit erreicht, die Halslänge verbessert, das Birnenblaswerk deutlicher, Augenränder geröteter und die Schwanzform schmäler werden. Auch wirkten manche Tiere im Gefieder sehr rau. Eine 0.1 alt von Auer zeigte auf, wohin der weg in diesem Farbenschlag gehen sollte, sie wurde mit „V“ prämiert. Nur geringe Abstufungen im Gefieder folgten der 1.0 jung von Prommersberger und die 0.1 jung von Vogl Helmut und wurden mit „HV“ belohnt. Leider waren beim schönen Farbenschlag silbergeganselt nur ein 1.0 jung der „HV“ erreichte und eine 0.1 alt vorstellig. Da dieser Farbenschlag in den letzten Jahren in der Entwicklung sehr fortgeschritten ist, haben die beiden schönen Tiere wenig Aussagekraft, wie sich der Zuchtstand weiter gefestigt hat. Figürlich, Farblich, prima Augenrandfarbe war den beiden Tieren besonders lobenswert. Maier ist der unermüdliche Züchter dieses Farbenschlages und SR Wimberger hat in Augenschein genommen. Sehr erfreulich ist, das sich dem sehr imposanten Farbenschlag blau schimmel in den letzten Jahren neue Zuchtfreunde annehmen und diesen auch gezielt verbessern konnten. Sehr zum Besten dieser Farbe haben sich die Schimmelung, das Blaswerk, die Figur und die Augenrandfarbe verändert. Auf mehr Standfreiheit, kürze Hinterpartie und aufrechter in der Haltung muss geachtet werden. SR Michl bewertete die 3/1.0 jung, 3/1.0 alt, 170.1 jung und die 2/0.1 alt, wobei er einen 1.0 alt mit „HV“ heraus stellte.

P1040339.JPG

In der Jugendgruppe wurden 8/1.0 jung 1/1.0 alt, 7/0.1 jung im Farbenschlag weiß, 1/1.0 jung und 1/1.0 alt bei weiß mit roter Schnippe, in rot gescheckt 5/1.0 jung, 2/1.0 alt, 3/0.1 jung, 2/0.1 alt und bei blaugeganselt 9/1.0 jung und 7/0.1 jung in erstklassiger Qualität vorgestellt, wobei bei den weißen der 1.0 alt von Glück und die beiden 0.1 jung von Ertl „HV“ ereichten, bei weiß mit roter Schnippe der 1.0 jung von Ertl mit„V“ herausgestellt, in rot gescheckt ein 1.0 jung und ein 1.0 alt beide „HV“ von Weber und nochmals „HV auf blaugeganselt von Strobl die glücklichen Sieger waren.

 

Abschließend darf ich mich bei meinen Sonderrichterkollegen besonders für das gute Zusammenwirken bei der Bewertung bedanken. Dies trägt auch ganz bestimmt dazu bei, dass zur zeit eine sehr einheitliche Aussage bezüglich des Zuchtstandes unserer Stellerkröpfer auf die Bewertungskarten niedergeschrieben werden und somit ein wichtiger Hinweis für unsere Züchter ist, was in seiner Zucht zu verbessern ist und welche Vorzüge er festigen muss. In der Hoffnung, bei unserer HSS am 29-30-31 Dez.2011 in Viechtach wieder einen Schritt weiter an die geforderten Rassemerkmale zu gereichen und auch in der Meldefreudigkeit noch intensiver tätig zu sein, dass wünscht sich euer Zuchtwart

 

Hans Wimberger

 

35. Hauptsonderschau und Jubiläumsschau zum 50- jährigen bestehen des SV für Stellerkröpfer in Untermaxfeld

50 Jahre Sonderverein für Stellerkröpfer bedeuten eine lange aufopferungsvolle Arbeit aller bisher beteiligten verantwortlichen Personen, welche sich in irgendeiner Weise eingesetzt haben, um den Sonderverein und deren Rassetaube zu dem gemacht haben, was er zur heutigen Zeit in der Rassegeflügelzucht darstellt. Zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum wurde beschlossen, die anstehende 35. Hauptsonderschau nach Untermaxfeld zu vergeben und wurde hier an die Donaumoosschau angegliedert.P1020685_m.jpg

Schon im Vorfeld der Vorbereitungsarbeiten zu den Feierlichkeiten und zur Schau wurde diskutiert, wie viele Stellerkröpfer Freunde ihre Lieblinge vorstellen würden und wie viele Züchter sich an dem erstmaligen großen Züchterabend beteiligen würden. Mit 600- 700 Tieren wären die Verantwortlichen im SV und die des GZ- Donaumoos voll zu frieden gewesen. Sehr anerkennenswert war auch die Tatsache, dass sich zum ersten Mal Zuchtfreunde aus Tschechien mit der Rasse "Tschechische Stellerkröpfer" beteiligten. Mit der gewünschten Tierzahl wurden auch die benötigten Preisrichter verpflichtet. Was aber dann die endgültige Meldezahl ergab, übertraf bei weitem alle Erwartungen. Sage und Schreibe 1208 Tiere wurden von unserem im SV organisierten Züchter sowohl 52 Tiere von unseren Tschechischen Zuchtfreunden angemeldet. Sehr erfreulich ist im Sonderverein, dass sich auch jedes Jahr Jugendzüchter an unserer Sonderschau mit großen Ergeiz beteiligen. Diesmal wurden stattliche 65 Tiere in der Jugendgruppe präsentiert.

So überwältigend die große Meldezahl war, so groß war auch die Sorge der Verantwortlichen der Ausstellung, allen voran Johann Kingl, noch die fehlenden Preisrichter mit entsprechendem Fachwissen von unseren Stellerkröpfertauben verpflichten zu können. Trotz der kurzfristigen Verpflichtungsmöglichkeit ist es gelungen, fachliche und sachliche Preisrichterkollegen für unsere Hauptsonderschau zu gewinnen. Recht herzlich bedanken darf ich mich bei all meinen Kollegen für die harmonische Zusammenarbeit während der Bewertung und für die wirklich treffenden Aussagen auf der Bewertungskarte. Sicherlich wird der ein oder andere mit seinem Abschneiden nicht ganz einverstanden gewesen sein, aber es handelt sich bei dem zu bewertenden Tier um ein Lebewesen, welches sich in kürzester Zeit ganz anders präsentieren kann. Die Tatsache bei einer Hauptschau mit seinen Tieren Spitzenbewertungen zu erzielen ist ganz bestimmt das Ziel eines jeden ernsthaften Züchters, aber man sollte dabei auf keinen Fall die zum Gelingen eines Sondervereines erforderliche Züchterkameradschaft und Freundschaft in den Hintergrund verdrängen. Freuen wir uns auch über schöne Tiere eines Züchterkollegen, dann wird die bereits sehr gute Gemeinschaft im Sonderverein noch weiter gestärkt. Nun noch einige Worte zur Ausstellung, Ausschmückung der Halle, Verpflegung von Mensch und Tier.

Beim ersten Betreten der Halle, musste ich erste einige Minuten verweilen, denn die wunderschöne Ausschmückung mit Blumengestecken, Schau Voliere und Präsentation des GZV Donaumoos waren so überwältigend, dass ich erst die wunderschönen Betrachtungen in mich einwirken lassen musste. Ganz bestimmt ist es auch vielen Besuchern und Züchtern genau so ergangen wie mir. Nur Stimmen des großen Lobes wurde an die Verantwortlichen bedacht. Ein großes Dankeschön gilt den Verantwortlichen des GZV Donaumoos, vor allem Ausstellungsleiter Johann Kingl und dessen Stellvertreter Heinrich Brand senior und dem ganzen Helferteam. Am Samstagabend wurde ein großer Züchterabend mit lustigen Einlagen vom GZV Donaumoos durchgeführt. Dieser wird ganz bestimmt so manchem Züchter in guter Erinnerung bleiben. Sehr lobenswert ist, dass sich viele Züchterkollegen aus Nah und Fern beteiligten.

Wie viel Zuspruch diese Hauptsonderschau bei den Kropftaubenliebhabern bewirkte, konnte man beim Betrachten der Autokennzeichen feststellen, denn nicht nur aus ganz Deutschland, nein auch aus vielen Nachbarländern waren Züchterkollegen gekommen und tauschten Erfahrungen aus, oder es wurden Käufe getätigt. Sehr erfreulich war auch, dass sich sehr viele verschiedene Farbenschläge darboten, die bisher noch nicht auf Ausstellungen zu sehen waren. Insgesamt wurden 40 Farbenschläge von den 55 anerkannten Farbenschlägen vorgestellt. Lobenswert feststellen konnte ich, dass bezüglich der geforderten Rassemerkmale bereits sehr einheitlich gezüchtet wird. Auch die seltenen Farbenschläge haben bei den Typanforderungen einen großen Schritt in Richtung des Zuchtzieles gemacht. Aus dieser Tatsache darf festgestellt werden, dass sich die Gemeinschaft der Züchter immer besser an die geforderten Rassemerkmale orientiert und gezielt in der Zuchtzusammenstellung verpaart wird. Sehr erfreulich war auch, dass die amtierenden Preisrichter bei den Senioren 40-mal die Höchstnote "V" und 2-mal in P1020761_m.jpgder Jugendgruppe vergeben konnten.

Auch die beiden V- Tiere von unseren Tschechischen Zuchtfreunden konnten mit ihren eigenen Rasseanforderungen durchaus überzeugen. Preisrichter Göttler Robert, der kurzfristig verpflichtet werden konnte, hatte keine leichte Aufgabe bei den weißen 1.0 jung mit 39, 1,0 alt 18 und 0.1 jung mit 34 vorgestellten Tieren in weiß. In diesem Farbenschlag liegt das Hauptzuchtziel an der noch fehlenden einheitlichen Größe und schlanker Figur. Verbessert werden konnte die geforderte rundliche Kopfform. Tiere mit richtiger Kopfplatte sind in dieser Farbe lobenswerter Weise nicht mehr vorstellig. Sehr einheitlich wird auch der schöne rote Augenrand präsentiert. An der Zartheit des Augenrandes muss noch gearbeitet werden. Die Federqualität im Kropf- und Schwanzbereich, geschlossenen und fester, sowie schmäler, muss das angestrebte Zuchtziel werden. Haltung, Stand, Blaswerk, Halslänge kurze Hinterpartie werden mit einigen Ausnahmen im Sg- Bereich gezeigt. Der Schenkelverlauf wurde bei einigen Tieren bemängelt. Auch auf bessere Schaukondition und Schaupflege ist noch ein Augenmerk zu richten. Weiß und Putzer hatten bei den 1.0 jung mit "V", Weiß bei 1.0 alt und abermals Putzer bei 0.1 jung die herausragenden Tiere, aber auch die mit "Hv" bewerteten Tiere von Putzer 2-mal und Weiß bei den 1.0 jung, Falke bei 1.0 alt, sowie nochmals Putzer bei 0.1 jung hatten ihre Vorzüge und wurde nur durch kleine Wünsche, wie in der Feder fester oder geschlossener auf "Hv" gesetzt.

Die restlichen 0.1 weiß Alttiere wurden von Preisrichter Moser bewertet, wobei zwei Tiere mit "Hv" von Lindemann und Weiß belohnt wurden. Insgesamt waren 17 alte Damen vorstellig. Bezüglich der Wünsche und Mängel wurden die gleichen Merkmale festgehalten wie bei den anderen Weißen, jedocP1020754_m.jpgh war die Zutraulichkeit besser. Sehr rassig werden die weißen mit roter Schnippe gezüchtet. Schöne schlanke Figur, schmale kurze Schwanzform, ausgeprägte Blaswerksform, gute Standhöhe waren die meisten Vorzüge. Festere Schenkelfeder, Augenränder noch lebhafter, Schnippensitz voller, Farbe reiner und Rücken bedeckter sind zu verbessern. Sehr harmonisch in allen Rassemerkmalen war die 0.1 jung von Münzhuber, was sich in der Bewertung "V" bekundete. Auch die beiden Hv-Tiere von Franke Denis, ein 1.0 jung und der 1.0 alt von Brunsch waren sehr schön anzuschauen. Vorstellig waren in diesem Farbenschlag 6 Stück 1.0 jung, 7 Tiere 0.1 alt, 13 junge Damen, gefolgt von einer 0.1. Das einzige Tier im Farbenschlag weiß mit gelber Schnippe präsentierte sich mit allen Vorzügen eines Stellerkröpfers und wurde verdient mit "V" prämiert. Münzhuber ist der stolze Züchter. Moser hatte die Aufgabe diese schönen Farbenschläge zu bewerten. Mit der Begutachtung des schwarzen Farbenschlages war Sonderrichter Kutscherauer beauftragt.

Feststellen muss ich hier, dass dieser Farbenschlag momentan etwas auf der Stelle in der Rasseverbesserung tritt. Wie in den letzten Jahren immer wieder aufgeführt, sind die Schwingenfarbe satter, Oberkopf gerundeter, Schenkelverlauf flüssiger, Kropfgefieder geschlossener, sowie der Metallische Glanz kaum verbessert worden. Auch in der Haltung sind manche Tiere sehr flach. Bei den 22 Jungvögel waren die mit "Hv" herausgestellten Tiere von Drexler, Vogl Hans und Hagengruber kamen den Zuchtziel am nächsten. Die vorstelligen 10 Alt-Tiere waren durchwegs im gutem Sg- Bereich. Gute Schaukondition konnten den 18 jungen und 4 alten Damen bezeugt werden. Herausragend präsentierte sich die 0.1 jung von Hilberger mit "V". Diese 0.1 reagierte auf jeden Anspruch und zeigte sich auch immer von seiner besten Seite. Fast Gleichwertig war die 0.1 von Vogel Hans mit "Hv". Kein leichtes Amt hatte Preisrichter Hartmann bei den Schwarzen mit weißer Schnippe. Er musste einige male sehr untere Bewertungen anschreiben was sicherlich bei den Züchtern kein wohlwollen für Ihn hervorrief. Aber Tiere mit abgebrochenen Handschwingen lassen einige erdenken und können dann auch nicht besser bewertet werden, aber auch der farbliche UntP1020757_m.jpgerschnabel wird konsequent bestraft.

Zu verbessern sind: das Kropfgefieder geschlossener, Haltung aufrechter, Schenkelverlauf gestreckter und freier, Hinterpartie kürzer und schmäler, Schwingenfarbe satter, Augenränder Feuriger. Blaswerk, Halslänge und Körperfigur entsprechen den Anforderungen zum größten Teil. "V"- Tiere kommen aus den Zuchtschlag von Steinwanger auf 1.0 jung, 0.1 jung für Hagengruber und 0.1 alt für Mehre. Sehr schöne Tiere mit "Hv" zeigten die Züchter Drexler auf einen 1.0 jung, Schleinkofer mit 1.0 alt, und Hilburger mit 0.1 jung. Der Farbenschlag blau mit schwarzen Binden wurde ebenfalls von Hartmann bewertet. Sehr rassig präsentierte sich hier das mit "Hv" heraus gestellte Tier von Hauser. Verbessert wurde hier die Blasfreudigkeit, auf zartere Figur wurde hingearbeitet und die aufrechte Haltung und der rote Augenrand ist häufiger zu sehen. Mehr Farbreinheit bei den Decken, Binden gleichmäßiger und satter Halspartie länger und Hinterpartie kürzer sind wünschenswert. Bevor Tiere zur Ausstellung gebracht werden, ist es erforderlich die Anzahl der Schwanzfedern zu überprüfen, dann wird es sicherlich nicht vorkommen, dass wegen 14 Schwanzfedern eine untere Benotung zugesprochen werden muss. Aufgeteilt hat sich dieser Farbenschlag bei 1.0 auf 6/2 Tiere und bei 0.1 auf 3/3 Tiere. Preisrichter Froschmeier war mit dem Farbenschlag blau mit schwarzen Binden und blau mit schwarzen Binden und weißer Schnippe beauftragt. Der 1.0 jung mit "Hv" von Hauser hätte im Kropfgefieder noch bedeckter sein sollen. Ein total weißer Rücken entwertet auch in diesem Farbenschlag. Sehr häufig ist auch der unschöne Bindenrost anzutreffen. Schnippenform, Augenränder, Stand, Haltung und Figur wurden angenehm verbessert. Auch der zackige Bindenverlauf ist verschwunden. Zur Vorbereitung seiner Tiere zur Ausstellung gehört auch, dass der Jahrgang Kontrolliert wird, ob dieser überhaupt noch zum Ausstellen zugelassen ist, dann wird keine Überraschung auf der Bewertungskarte zu lesen sein. Insgesamt wurden von diesem seltenen und noch sehr schwierig zu züchtenden Farbenschlag 6 Tiere 1.0 jung, 3 Stück 1.0 alt, sowie 5 Tiere 0.1 jung vorgestellt.

SR Kollmann war mit den restlichen Farbenschlägen blaugehämmert und blaugehämmert mit weißer Schnippe zur Bewertung beauftragt. Farblich wurde auch in der Rückenfarbe, Hämmerung gleichmäßiger und schärfer sowie Grundfarbe reiner angeschrieben. Augenrandfarbe, Blaswerk, Figur, Stand und Haltung wurden Vorteilhafter gegenüber letztem Jahr vorgestellt. Der 0.1 jung von Hauser mit "Hv" waren noch mehr Hämmerungsgleichheit zum Vorteil gewesen. 4-mal 1.0 alt, 3 mal 0.1 jung und 3 mal 0.1 alt waP1020706_m.jpgren bei blaugehämmert zu bewundern. Fast dieselben Wünsche und Mängel wie bei den blaugehämmerten treten bei den blaugehämmerten mit weißer Schnippe auf. Zusätzlich wurde des Öfteren die Schwingenlage besser erwünscht. Eine sehr schöne 0.1 alt von Vogl Hans wurde zu recht mit "Hv" belohnt. Die Augenrandfarbe ist in diesem Farbenschlag bereits sehr nahe am Machbaren. Wenn man die Entwicklung in den letzten Jahren verfolgt, so ist im Großen und Ganzen die kleine Züchterschar dieser beiden Farbenschläge auf dem richtigem Wege um die Stabilität dieser Farbe zu festigen. Ausgestellt wurden 5 Tiere 1.0 jung, 8 Tiere 0.1 jung und die eine bereits erwähnte 0.1 alt.

Welch großen Zuspruch der rote Farbenschlag mittlerweilen bei den Stellerkröpferzüchtern erlangt hat, zeigt die große Meldezahl von insgesamt 62 Tieren, aufgeteilt in 31 Jungvögeln, 8 Altvögeln, 13 jungen Damen und 10 alten Mädels. Kollmann hatte die schöne Aufgabe diesen anspruchsvollen Farbenschlag zu bewerten. Kaum mehr vorzufinden sind hellere Augenränder. Auch die Haltung, dass Blaswerk, die Figur, der kurze schmale Schwanz und die erforderliche Farbe wurden zum Vorteil verbessert. Eingeschlichen hat sich bei einigen Tieren haariges Brustgefieder, was sich negativ in der Bewertung ausdrückt. Bedenklich ist die Situation, dass die jungen Tauben bei weitem nicht an die Qualität der Alttauben reicht. Zwei mal wurde die Note "Hv" jeweils für Kingl vergeben die beide im Kropfgefieder fester sein hätten sollen. Bei den Altvögeln machte wiederum Kingl mit "V" das Rennen, auf 0.1 jung war wieder Kingl mit "Hv" auf dem Siegertreppchen und bei den Alttäubinnen erreichte er sogar einmal "V" und zweimal "Hv", was Ihn zum besten Aussteller werden lies. Sehr beliebt und vor allem hochwertig werden auch die roten mit weißer Schnippe erzüchtet. Farblich- Figürlich, Blaswerksform, Stand und Haltung