>> Hauptsonderschauen der letzten Jahre

 

Hauptsonderschau 2016 für Stellerkröpfer zur   3. Bayrischen Kropftaubenschau in Straßkirchen:

 

Hauptsonderschau 2016 in Straßkirchen (Seite 1)

Hauptsonderschau 2016 in Straßkirchen (Seite 2)

Hauptsonderschau 2016 in Straßkirchen (Seite 3)

 

Hauptsonderschau 2015 in Chammünster

Stellerkröpfer in der Schausaison 2015 mit dem Höhepunkt HSS in Chammünster

Es ist mir ein Anliegen, einmal einen kurzen Überblick über  die Schausaison 2015 im SV der Stellerkröpfertauben zu vermitteln, da unsere schönen Kropftauben in der großen Familie der Kropftaubenrassen auf großen und kleineren Schauen immer mit einer stattlichen Anzahl, aber vor allem in einer besonderen Ausgeglichenheit der Rasseanforderungen der Allgemeinheit, aber besonders den kritischen Blicken der Kropftaubenkenner präsentieren. Zudem darf ich aber auch Annerkennenswert erwähnen, dass die Geschlossenheit und Kameradschaft  im SV bestens ist, und das umsetzen der Rassetypischen Vorgaben von der Züchterschaft sehr ernsthaft bei der Zuchtzusammenstellung der Zuchtpaare umgesetzt wird und deshalb kaum mehr stark abweichende  Stellertauben im Typ auf den Rassegeflügelschauen vorgestellt werden. Unser erstes Großereignis in der Schausaison 2015 war die Gruppen- Sonderschau der Arbeitsgruppe Nord- Ost, die dieses Jahr Ende Oktober- Anfang November, wie bereits einige male in Ottleben statt gefunden hat, und in Zukunft dort wegen der schönen Räumlichkeiten, der Zentralen Lage und vor allem der besonders Profihaften Vorbereitung  und Durchführung der Schau von der Züchterschar sehr Angenehm angenommen wird, und deshalb beschlossen wurde, diesen ersten Vergleich an Rasseanforderungen dort in Zukunft abzuhalten. Ein besonderer Dank zum einmaligen Gelingen  hierzu gebührt allen Mithelfern  dieser Sonderschau, aber vor allem dem Ausstellungsleiter Rüdiger Heinze, dem Vorstand des Geflügelzuchtverein Ottleben Falke Steffen und dem dem 1. Ansprechpartner der Gruppe Nord- Ost, Zuchtfreund Mathias Bielawny.  Der wie jedes Jahr Feierliche und gesellige Züchterabend trägt besonders zum Zusammenhalt dieser Gruppierung bei. 410 Stellerkröpfer in 23 verschiedenen Farbenschlägen in sehr ausgeglichener Qualität präsentierten sich den 7 amtierenden Sonder- bzw. Preisrichtern, welche die Note vorzüglich 9 mal und hervorragend 31 mal bestätigen konnten. Auch zum größten Treffen, bezüglich der Rassetaubenzüchter, der VDT- Schau in Leipzig, zwei Wochen nach unserer HSS, beteiligten sich unsere Züchter mit der stattlichen Anzahl von 401 Tieren in 28 verschiedenen Farbenschlägen in immer noch feiner und konditioneller Qualität, trotz der bereits einigen zurück liegenden mit gewirkten Schauen. Angesichts der vom Obmann bestätigten  9 mal „V“ und zusätzlich vergebenen 46 mal „Hv“ Benotungen, kann ersehen, auf welch hohem Zuchtstand unsere Steller gezüchtet und vorgestellt werden, aber Züchten alleine macht noch kein Spitzentier, sonder die intensive Vorbereitung zur Ausstellung im Heimischen Zuchtschlag führt zu den gewünschten Ausstellungserfolgen. Einen weiteren Höhepunkt neben unserer HSS stellte die Nürnberger Taubenschau dar, wo sich immerhin noch immer 97 Steller in 12 verschieden Farbenschlägen den fairen Wettkampf stellen. Hier merkte man allerdings schon einigen Tieren an, dass sie schön des Öfteren zur Schau gestellt wurden und sich nicht mehr so ganz in voller Kondition zeigten. Zwei mal „V“ und 8 mal „HV“ überzeugten aber trotzdem, zumal nur ein einziges Tier wegen noch zu wenig ausgereiften Rasseanlagen abgestuft werden musste. Waren die vorgenannten Schauen bereits ein Highlight von vorgestellten rassigen Stellertauben, aber die HSS in Chammünster übertraf alle Erwartungen in Quantität, aber auch an Qualität. 610 Tiere bei den Senioren und nochmals 40 Tiere bei unseren sehr aktiven Jugendlichen über traf bei weiten alle Erwartungen an das vorgestellte Meldeergebnis zu dieser Schau, lagen doch die Meldezahlen der letzten HSS zwischen 450 und 500 Tieren. Anscheinend hat der zentral liegende Ausstellungsort und somit das Mekka der Stellerkröpferzüchter bewogen, sich mit ihren Tieren der Konkurrenz zu stellen, um ab wegen zu können, wie der Zuchtstand seiner Tiere konkurrieren kann. Die Festhalle Hintereder wurde hierzu sehr schön ausgeschmückt und der Zweireihige Käfigaufbau mit breiten Gängen und guter Lichtdurchflutung bot den amtierenden Sonderrichtern und Besuchern einen angenehmen Einblick zur Begutachtung der dargestellten Tiere. Die Verantwortlichen des RGZV – Cham mit ihren Vorsitzenden Josef Nausch und den für diese Schau Verantwortlichen Ausstellungsleitern Wolfgang Bruckmaier und Johann Kasparbauer haben zu ihrem Jubiläum 110 Jahre RGZV- Cham eingeladen. Dieser Einladung sind die Verantwortlichen des SV für Stellerkröpfertauben Deutschland sehr gerne gefolgt, denn wie bereits erwähnt befindet sich der RGZV- Cham geographisch in mitten vieler Stellerzüchter und die mit der HSS verbundenen Lokalschau bot damit den Besuchern eine Vielfalt von verschieden Rassegeflügel zur Besichtigung und zum kennen lernen.

Von vielen unbeteiligten Besuchern zur Rassegeflügelzucht, konnte man aus deren Munde entnehmen, wie Farbenprächtig und vielfältig die Natur Geschöpfe erschaffen hat und mit welcher Liebe Zeitaufwendigkeit wir Rassegeflügelzüchter diese Hegen und Pflegen, und so manches Anerkennende Wort wurde verteilt. Ein großer Dank gebührt den vorgenannten Verantwortlichen und den vielen im Hintergund arbeitenden Helfern zum wunderbaren gelingen dieser Schau. Beste Verpflegung für Mensch und Tier, ein harmonisches zusammenarbeiten mit den amtierenden Sonder- Preisrichtern Kollmann Anton, Ziener Klaus, Schießl Josef, Kutscherauer Edmund, Hartmann Bernd, Rauer Willibald, Huber Konrad und Wimberger Johann ist lobenswert zu erwähnen. Auch die fachlichen Diskussionen zum Rassestand bei so mancher Bewertung unter uns Preisrichtern darf ich ganz besonders zum Vorteil der Stellerkröpfer ansprechen, denn nur mit sachlichen und fachlichen Gesprächen kann ein einigermaßen Einheitliches Bewertungsbild erzielt werden. Sicherlich ist nicht jeder Züchter mit der Vergabe an Bewertungspunkten einverstanden, aber er sollte bedenken, dass unsere Tiere aus Lebewesen sind, die nicht immer so gelaunt sind wie wir es wollen und sich dann dementsprechend zur Bewertung stellen. Gewisse Faktoren wie fremde Umgebung, Eingewöhnung, Hallentemperatur und vor allem Käfigdressur im heimischen Stall, spielen eine Rolle und führen teilweise zu positiven, aber auch zu negativen Bewertungsurteilen. Den Schaureigen eröffnete der Farbenschlag weiß mit 15- 1.0 jung; 2- 1.0 alt; 16- 0.1 jung und 3—0.1 Alttieren. Allgemein musste ich hier feststellen, dass sich im Bezug auf eine Verbesserung der Scheitelfülle eine positiven Zuchtfortschritte ergeben haben. Viele Tiere haben entgegen der letzten Verbesserten Jahre in diesem Punkte sehr viel an Rasseanforderung zu zulegen. Auch müsste das Über von 11 Handschwingen mehrmals bemängelt werden. Diese Übel sollte von dem jeweiligen Züchtern bereits im Heimischen Schlag erkannt werden und diese Tier nicht zur Schau- aber auch nicht in die Zucht eingestellt werden, da sich diese Übel sehr konstant vererbt. Gut durchblutete Augenränder schöne Figuren und meist aufrechte Haltung und schönes Birnenblaswerk wurden besonders lobenswert erwähnt. Zu verbessern sind das kropf- und Schwanzgefieder geschlossener, die Hinterpartie kürzer, auf mehr Halslänge ist zu achten und der Schenkelverlauf sollte bei einigen Tieren fließender sein. Aufgefallen ist mit besonders, das bei einigen Tieren die Augenränder teilweise sehr grob, bzw. fast schon zweireihig erscheinen. Auf feinere Augenrand Struktur sollte in Zukunft hingezüchtet werden. Bei einigen Tieren muss auf besseren Rückenschluss geachtete werden, das heißt: Der Übergang von den Handschwingen zu den Armschwingen sollte besser der Rückenwölbung folgen (nicht abstehen) und somit den Rücken abdecken. Die 0.1 jung von Putzer mit „V“ entsprach allen Rasseanforderungen. Weitere sehr feine Tiere mit „Hv“, alle mit kleinen Wünschen in der Feder wie bereits erwähnt stammten von den Züchtern Münzhuber auf 1.0 jung, sowie 3 mal Putzer auf 0.1 jung. Bei den weißen mit verschiedenen Schnippenfarben waren teil die selben Anreize zur Rasseverbesserungen vermerkt. Zusätzlich wurde auf reinere Schnippenfarbe, Schultern eleganter, Blaswerk oben gefüllter und Schnippenansatz voller oder gleichmäßiger hingewiesen. Eine sehr feine 0.1 alt mit gelber Schnippe konnte trotz mehrmaligen zählen der Schwanzfedern nur 11 aufweisen und musste deshalb, trotz der anderen prima Vorzüge mit „g“ vorlieb nehmen. Auch musste bei einem Tier angelaufene Schnabelfarbe moniert werden. Ein 1.0 jung mit schwarzer Schnippe, zwei 1.0 jung mit roter Schnippe, ein 1.0 alt mit roter Schippe, jeweils 1 mal jung und alt in 0.1 mit roter Schnippe ein mal 1.0 jung und 2 mal 0.1 alt mit gelber Schnippe, waren vertreten. Münzhuber konnte mit einer sehr feinen 0.1 alt mit gelber Schnippe „V“ erreichen.

Auch beim Farbenschlag schwarz kommt der durch die Einkreuzungen von Brünnerkröpfern hartnäckig vererbte unschöne flache Kopf zum Geltung. Sehr ausgeglichenen mettalischen Glanz mit dem dazu gehörenden Grünlack zeigte dieser Farbenschlag. Offensichtlich bereitet den Züchtern der Schwarzen durch die erwähnten Einkreuzungen Probleme, um eine an den Körper angeglichen durchgefärbte Schwingenfarbe zu erreichen. grauer Schwingensaum und aufgehellte Schaftfarbe beweisen dies. Da Übel der 11 Schwanzfedern kommt zusätzlich noch dazu. Das sich so manches Tier am Bewertungstag nicht beständig in der geforderten aufrechten Haltung präsentierte lag wahrscheinlich am der Käfiggewöhnung, denn tags darauf war dies dann nicht mehr fest zu stellen. Mehr Standhöhe, Bodenstand enger, Blaswerk gefüllter, Schwingenlage straffer waren die häufigsten Wünsche. Auch auf zartem Augenrand wurde verwiesen. Der angestrebte gut durchblutete Augenrand war bei fast allen Tieren rassig. Bei den 1.0 jung konnten die Tiere von Vogl Johann und Steinwanger mit „Hv“ überzeugen. Die beiden Tiere mit „V“ ein 1.0 alt abermals von Vogl und die 0.1 jung von Drexler bestachen in allen Rasseanforderungen. Die 0.1 jung von Weinberger hätte im Kropfgefieder zur Vollendung noch bedeckter sein sollen. Vorstellig waren 20/1.0 jung; 5/1.0 alt; 18/0.1 jung und 2 Alt Täubinnen. Das im Ausstellungsumfeld die Schwarzen Farbenschläge stark verbreitet sind, zeigt zusätzlich die hohe Meldezahl von insgesamt 79 Tieren in schwarz mit weißer Schnippe.. Eine Vielzahl von Züchtern haben sich diesen beiden Farbenschläge angenommen und werden sicherlich in den nächsten Jahren die negativen Auswirkungen der Brünnereinkreuzungen in den Griff bekommen, um den Rasseanforderungen diesbezüglich gerecht zu werden. 25/1.0 jung; 7/1.0 alt, 35/0.1 jung und 12 0.1 alt hatten im Prinzip dieselben Wünsche und Mängel wie bei den einfarbigen. Zusätzlich wurde noch auf besseren Rückenschuss, Schnippe Größer- oder gleichmäßiger, Augenränder zarter und Hinterpartie knapper hingewiesen. Bei den Täubern hatten Adam auf 1.0 jung und bei 1.0 alt Schmidt mit „Hv“ die heraus ragenden Tiere. Bei den 0.1 jung wurden die Züchter Vogl Josef und Vogl Johann mit „V“ für die Züchterische Arbeit belohnt. Eine 0.1 jung von Hilburger und eine 0.1 alt von Steinwanger mit „Hv“ standen den V-Tieren nicht viel nach. Die nun seit einigen Jahren ausgerichtete Verfeinerung in den Farbenschlägen blau mit schwarzen Binden,  blau mit schwarzen Binden und weißer Schnippe, trägt von Jahr zu Jahr immer mehr Früchte. Reine- ohne Rostanteilige Farben, schöne satte zum Großteil bereits reine Binden und gut durchblutete Augenränder werden immer näher an das gewollte heran gezüchtet. Die jung blau ohne Binden mit weißer Schnippe mit „V“ von Vogl Johann spiegelte die Schönheit dieses Farbenschlages. Weitere mit  „Hv“ herausgestellte Tiere von Bierl eine 0.1 jung in blau ohne Binden und der 1.0 alt in blau ohne Binden mit weißer Schnippe waren sehr Rassig. Nicht nur die Qualität der zu bestaunenden Tiere, sondern auch die stattliche Anzahl von insgesamt von 20 Tieren war sehr erfreulich. Auf reinere Unter- Schnabelfarbe, Haltung aufrechter, mehr Halslänge und im Blaswerk gefüllter, Schwingenfarbe satter, Kopffarbe reiner, (weniger meliert) sind noch zu verfeinern. Vorstellig war in blau mit schwarzen  Binden 7/1.0; 5/0.1 jung;  in blau ohne Binden ein 1.0 jung: bei blau mit schwarzen Binden und weißer Schnippe 2/1 jung- alt und 4/jung 0.1. Der rote Farbenschlag tritt in der Verbesserung gegenüber den roten mit weißer Schnippe etwas auf der Stelle. Es sind zwar sehr schöne Tiere dabei, aber ein richtiger Überflieger wie bei den Weißgeschnippen ist zur Zeit nicht erkennbar, obwohl dieselben Züchter sich mit diesen Farben beschäftigen. Das geforderte Glanzreiche Gefieder ist bei beiden Farbenschlägen vorhanden, jedoch ist die Federqualität bei den geschnippten fester und somit auch geschlossener. Bei beiden Farbenschlägen kann man deutlich erkennen, dass sich die Züchter im Heimischen Schlag intensiv mit der Dressur befassen, dies ist zwar dringend erforderlich, aber bei zu überdressierten Tieren wird auch festgestellt, dass die beim annähern des Käfiges und beim ansprechen sofort nach vorne gehen, und verlangen, dass mit ihnen gespielt wird. Dies führt aber leider auch dazu, dass die Tiere meisten in flacher Haltung sind. Im Bezug auf dieses überdressieren ist es für den Preisrichter sehr schwierig hier ein gerechtes Urteil zu fällen. Die Typischten Tiere mit „Hv“ bewertet in rot, kommen aus den Zuchten Pollak auf 1.0 jung und auf 1.0 alt von Schien und Kingl. 4-mal konnte die Höchstnote „V“ bei den roten mit weißer Schnippe vergeben werden. Der in dieser  Farbe seit Jahren erfolgreiche Züchter Kingl erhielt auf 1.0 alt, und 2 mal auf 0.1 jung dies Auszeichnung.. Mit den Züchter  Pollak der auf 0.1 alt ebenso das begehrte „V“ erreichen konnte, sowie Vogl Johann mit 1.0 jung und nochmals Pollak auf 1.0 alt jeweils mit „Hv“ bewerteten Tieren, gesellen sich weitere Züchter hinzu, die diesen Farbenschlag auf  höchsten Niveu erzüchten. Kingl erhielt zudem auf 0.1 alt zusätzlich „Hv“. Vorstellig waren bei rot: 10/1.0 jung; 9/1.0 alt; 5/0.1 jung und 3/0.1 alt. Bei den roten mit weißer Schnippe verteilten sich die Tiere wie folgt: 9/1.0 jung; 8/1.0 alt; 9/01. jung und 11/0.1 alt. Bei beiden Farbenschlägen wurde auf fester- bzw. geschlossenere Feder, Haltung beständiger aufrecht, Schwingerfarbe satter, Rücken abgedeckter, Schenkelfeder anliegender, Stand freier, Schwanzende schmäler und bei Alttieren auf noch mehr Eleganz hingewiesen. Tiere mit hängender Ortfeder wurden trotz vieler Vorteile abgestuft.

Sehr zum Vorteil der Farbenschläge gelb und gelb mit weißer Schnippe haben sich diese beiden Farbenschläge entwickelt. Die hier tätigen Züchter richten ihre Zuchtverpaarungen streng nach den geforderten Rasseanlagen aus und konnten somit ein fast einheitliches Farbbild (Semmelgelb), gute Figuren, Birnenblaswerk und dazu passende Halslänge stabilisieren. Zu verbessern sind noch die Standhöhe, der fließende Schenkelverlauf und Bodenstand enger, kürzere Hinterpartie, Schwingenfarbe satter,  Rücken bedeckter, Schnabelfarbe reiner, Schnippen sichtbarer. Ein Tier mit Übergröße musste mit unterer Bewertung vorlieb nehmen. Das Augenrandfeuer und die Zartheit der Augenränder wurden stark verbessert. Auf die Federqualität muss noch mehr Augenmerk gelegt werden. Die beiden mit „V“ bei gelb heraus gestellten Tiere hatten König auf 1.0 alt und Knöferl auf 0.1 alt. Sehr schön mit „Hv“ auch die beiden 0.1 jung von Knöferl und Falke Steffen. Beim Farbenschlag gelb mit weißer Schnippe konnten Knöferl 2 mal „V“ auf 1.0 jung und O.1 alt, sowie Falke Steffen 2 mal „Hv“ auf 0.1 jung und 0.1 alt erreichen. Gezeigt wurden bei gelb: 14/1.0 jung, 8/1.0 alt, 14 0.1 jung und 6/0.1 alt. Bei gelb mit weißer Schnippe. 3/1.0 jung; 2/1.0 alt; 6/0.1 jung und 6/0.1 alt.

 Jeweils ein 1.0 alt in rotfahl und rotfahl mit weißer Schnippe wurden den derzeitigen Zuchtstand entsprechen mit „Sg“ bewertet. Sehr schwierig gestaltete sich für den Züchter Putzer die Schnabelreinheit, die Halslänge mit dem dazu passendem Blaswerk, sowie eine aufrechte Haltung. Zumal präsentieren sich diese Tiere noch sehr scheu. Auch Farblich (weniger Blauton) sind noch zu verbessern. Es gehört sehr viel Liebe und Ausdauer zu diesem Farbenschlag dazu, um in zu verfeinern, denn nur durch Einkreuzungen von anderen in dieser Farbe bereits gefestigten Farbenschlag können zur Verbesserung verwendet werden. Das dies möglich ist, haben die Züchter Münzhuber und Tasler in den Farbenschlägen gelbfahl und gelbfahl mit weißer Schnippe durch Jahrelanges intensives verpaaren bewiesen, denn diese Farbenschläge hatten zu Anfang dies selben farblichen Probleme, die nun bereit fast verschwunden sind. Die beiden mit „Hv“ herausgestellten Tiere der einzige 1.0 jung in gelbfahl von Münzhuber und der 1.0 jung gelbfahl mit weißer Schnippe von Tasler bezeugen dies. Zudem konnten die restlichen 2/1.0 jung und 3/0.1 jung überzeugen. Iriden noch reiner (mehr Äderung) Haltung aufrechter, mehr Halslänge und Blaswerksfülle, im Stand freier, Binden deutlicher wurde zur Verbesserung vermerkt. Sehr erfreulich, dass der sehr schwierige Farbenschlag schwarz mit weißen Schwingen von den Züchtern Schien und Huber versucht wird, diesen auf  Rassigkeit zu erzüchten. Sicherlich ist diesen Tieren noch sehr stark anzumerken, dass hier noch sehr viel Blutlinien von den Tchechischen Stellern vorhanden ist. Glanzreichtum, Farbe und gute Augenränder sowie Schwingenanzahl sind sichtliche Verbesserungen. Mehr Eleganz, Standhöhe, Halslänge, Hinterpartie kürzer und Blaswerksfülle sind das schwierige Zuchtziel. 4/1/1.0 und 3/0.1 jung waren zu sehen. Sicherlich wird die mühsame Zuchtarbeiter dieser Züchterschar in den nächsten Jahre bestimmt belohnt werden, denn bei den roten mit weißen Schwingen waren zu Anfang dieselben auftreten Schwierigkeiten vorhanden. Der Züchter Kingl hat dies Eindrucksvoll bewiesen, was die durchaus hohen Bewertungen der 1//2/1.0 und 1/1/0.1 eindeutig beweisen. Ein 0.1 alt durfte sich zudem mit „V“ schmücken. Sattere Schwingenfarbe und festere Bindenfeder sind anzustreben. Seit Jahren werden die getigerten Farbenschläge schwarz- rot und gelb auf sehr hohem Zuchtstand gezeigt. Durch gewissenhaftes verpaaren und dementsprechender Aussortierung hat unser Vorsitzender und Zuchtfreund Geiß es geschafft eine einheitliche, sehr schwierig zu erzüchtende Tigerung auf Kopf und Oberkropf sowie auf die Schultern zu stabilisieren. Schade dass diese Züchter seine geliebte Tigerzucht aus Gesundheitlichen Gründen aufgeben muss. Diejenigen Züchter, welche sich in Zukunft dieser Farbenschläge annehmen brauchen bestimmt so viel Geduld wie Geiß, um diesen Standart halten zu können. ich hoffe, dass dies der Fall sein wird, denn dann werden diese schönen Farbenschläge bestimmt bald der Vergangenheit angehören. Mittlerweilen haben sich bereits einige Züchter dieser Farbvariante angenommen und stellten auch bereits sehr zusagende Tiere. Geiß präsentiert aber trotz Konkurrenz die Siegertiere in gelbgetigert mit „Hv“ auf 1.0 alt sowie „V und Hv“ auf 0.1 alt. Warum alle hohen Bewertungen auf Alttieren vergeben werden mussten, zeigt, dass sich diese erst im zunehmenden Alter in der richtigen Tigerung und Rassigkeit präsentieren. Vorstellig waren: 1 mal 1.0alt und 0.1 jung bei schwarzgetigert, 2/2/1.0 und 0.1alt rotgetigert; in gelbgetigert 3/10/1.0 und 3/6/0.1. Zu noch feineren Rassigkeit gehören noch mehr Halslänge, Blaswerk oben gefüllter, im Stand freier, Schildfeder glatter und etwas mehr Grünglanzanteil im Kropfgefieder. Ein besonderes Augenmerk muss auf die reinere Schnabelfarbe gelegt werden.

Sehr überzeugen konnte auch der Farbenschlag schwarzgescheckt, mit 10/1.0 jung, 9/1.0alt; 13/0.1 jung und 4/0.1 Alttieren. Eine sehr schöne ausgeglichene Scheckenverteilung mit satten Farben, gut durchbluteten Augenrändern, tolle Figuren mit dazu passender  Halslänge und Blaswerksfülle festigen diesen Farbenschlag in der Rassigkeit. Kürze Hinterpartie mit schmaler Schwanzform, Schenkelverlauf flüssiger, Schwingenlage straffer, Schwanzhaltung der Rückenlinie besser folgend sind anzustreben. Weber überzeugte mit seinen Tieren mit „V“ bei 0.1 jung und 0.1 alt, aber der alt und die o.1 alt mit „Hv“ von Aschenbrenner standen kaum etwas nach. Nur kleine Wünsche im Kropfgefieder fester versagte höheres. Sicherlich werden die blaugescheckten noch nicht in so ausgeglichener Scheckung präsentiert, aber auch hier hat sich der züchterische Fleiß in Sachen Figur, schönen roten Augenränder, sowie Stand einiges  an Positives getan. Farblich muß noch deutlicher auf reiners blau geachtete werden (erschein teilweise wolkig), Zusätzlich ist auf kürzere Hinterpartie, mehr Hals und Blaswerk gefüllter geachtet werden. Eine schöne 0.1 alt von Weber mit „Hv“ beweißt, dass auch in dieser schwierigen Farbvariante etwas zu bewegen ist. Vorgestellt wurden 4/2/1.0 und 3/1/0.1. Eine sehr schöne Kollektion 1.0 alt und 2/1/0.1 zeigte Weber Tobias der von der Jugend zu den Senioren übergetreten ist, im Zeichnungsbild rotgescheckt.

Schöne Scheckungs-Verteilung, aufgerichtete Haltung gefordertes Blaswerk mit Halslänge und gerötete Augenränder konnten durchwegs. Auf mehr Körpereleganz, Grundfarbe satter, Schwanzgefieder geschlossener und im Stand noch freier werden die Zukünftigen Aufgaben zur Verbesserung sein. Eine sehr feine 0.1 jung wurde zurecht mit „V“ prämiert. Mein Höchsten Respekt gebührt den wenigen Züchter, die sich der Aufgabe gestellt haben, die Farbenschläge schwarz mit weißen Binden, rot mit weißen Binden und gelb mit weißen Binden, rassig auf Vordermann zu bringen. Diese Vorhaben wird von Jahr zu Jahr immer deutlicher zum Positiven verwirklicht. Jeder Rassegeflügelzüchter der sich in  irgendeiner Rasse mit den Weißbindigen befasst, weiß wie schwierig dieses Unterfangen ist, um eine reine und zugleich gleichmäßig verlaufende Binde zu erlangen ist. Der 1.0 jung von Konrad mit „V“ bewertet in gelb, aber auch der 1.0/jung und alt mit „Hv“ in rot mit weißen Binden, verdeutlichten die Schönheit dieser Farbenschläge. Dem Zuchtstand entsprechendes Blaswerk mit dazu passender Halslänge, aufgerichtete Haltung und ansprechende Figuren wurden teilweise bereit zum Vorteil dargeboten. In der Grundfarbe satter, Haltung aufrechter, Hinten knapper und Schwanzfeder schmäler waren die häufigsten Wünsche. Auch Haltungsmäßig präsentieren sich noch einige Tiere zu wenig aufrecht. Die vor allem zum Teil noch sehr häufig vorkommende angelaufene Schnabelfarbe bereitet dieser Züchterschar noch  sehr viele Probleme. Gezeigt wurden: eine 0.1 in schwarz, 8/3/1.0 und 4/0.1 jung in rot, 5/2/1.0 und 3/0.1 jung in gelb. Sehr ausgeglichen werden bereits über Jahre die schwarz-geganselten und blau-geganselten erzüchtet.

Die Beliebtheit dieses schönen Zeichnungsbildes ist bei den Züchter  dieser Farbe ungebrochen. Bei den schwarzen sollte noch mehr auf Metallischen Glanz geachtet werden. Bei beiden Farbvarianten wurde das Blaswerk oben gefüllter, Hinterkopfzeichnung exakter, Schenkelfeder glatter, Schnippensitz gleichmäßiger, Oberkopf runder, Augenränder feuriger, Schwanzfeder schmäler, Hinterpartie kürzer Latzzeichnung größer und Haltung beständiger aufrecht in der Wunschkategorie vermerkt. Bei den Blauen kam zusätzlich Rückenfarbe durchgefärbter und reiner Herzfarbe (wolkig) vom Übergang Nacken reiner, sowie Herzzeichnung abgegrenzter hinzu. Tiere mit zu tiefen Stand, kurzem Hals, trotz vorhanden Blaswerk und zu grob in der Tailie und  aufgesetzter Schnippe am Augenrand konnten kein sg erreichen.  Herausragende Tiere in schwarz-geganselt präsentieren bei 1.0 jung mit „HV“ 2 mal Muhr, 12 Tiere, bei 1.0 alt Heinze mit „V“ 6 und Muhr mit „Hv“ 6 Tiere, bei den Jungtäubinnen Auer mit „Hv“10 Tiere, sowie bei den alten Damen Liegl mit „V“8 Tiere. Spitzentiere bei den blau-geganselten konnten Vogl mit „V“ und Drexler 3mal und Muhr 1mal „Hv“ bei 24 Tieren, auf 0.1 jung Drexler 2 mal „Hv“ von 10 Jungtäubinnen und Liegl „Hv“ auf eine 0.1 alt von 6 Tieren vorstellen. Ein großes Kompliment an den Züchter Lehner, der den Farbenschlag blau-gehämmert geganselt fast in Perfektion erzüchtet. Die vorgestellten Tiere 1/2/1.0 und 3/ 0.1 alt erhielten bis auf ein Tier alle  hohe sg- Benotungen und eine 0.1 alt konnte mit „V“ total überzeugen. Feine Hämmerung, gutes Blaswerk mit Halslänge, Top Figuren mit aufgerichteter Haltung, klasse Augenrandröte, sowie typischer Stand konnten besonders überzeugen. In der Federqualität lagen die Verbesserungswünsche. Waren die letzten Jahre die rot- geganselten ein Sorgenkind in der rassigen Entwicklung, da diese doch im Typ sehr klein waren, so hat sich nun eine deutlicher Verbesserung eingestellt. Richtige Größe, gutes Blaswerk und auch das gewünschte, ruhige Käfigverhalten wurde angezüchtet. Wenige Tiere mit scheuen Wesen wurden noch gezeigt. 8/3/1.0 und 8/1/0.1 überzeugten zudem in der Augenrandröte und Farblicher Ausgeglichenheit. Mehr Halslänge, Hinten knapper, Kropfgefieder bedeckter, Schnippenansatz voller, Oberkopf runder und mehr metallischer Glanz wurde in der Wunschrubrik vermerkt, aufgesetzte Schnippe ist unerwünscht. Kleine Wünsche in der Feder wurden den Tieren von Barnickel auf 1.0 jung, 1,0 alt sowie Muhr und Prommersberger auf 0.1 jung, jeweils mit „Hv“ zu Höheren verwehrt. Einen großen Sprung zur geforderten Rassigkeit haben die gelb-geganselten erreicht, was die hoch prämierten Tiere mit „V“ von Vogl Helmut und mit Hv“ bei 1.0 jung von Strobl und Prommersberger, sowie die 0.1 jung mit „V “und „Hv“  abermals von Vogl überzeugend zur Schau stellten. Verbessert werden sollte noch die Halslänge, im Stand gestreckter, Schultern eleganter, Hinterpartie kürzer, Kropfgefieder fester, der Schnippenansatz voller und nicht aufgesetzt. Farblich waren sie sehr ausgeglichen. Vorstellig waren: 17/4/1.0 und 14/5/0.1 Tiere.

Bei den 4/3/1.0 und 2/3/0.1 silber-geganselten sollte die Farbe noch einheitlicher werden. Voll Hell, fast nicht mehr sichtbares silber und bis sehr dunkel mit schwarzen Pigmenteinlagerungen werden sie vorgestellt. Auch der Schnippensitz gleichmäßiger, die Hinterpartie kürzer, die Schnabelfarbe reiner, die Schwanzfeder geschlossener und schmäler und Haltung aufrechter waren die aufgeführten Verbesserungsvorschläge. Der 0.1 jung mit „V“ von Strobl beweißt, wie schön dieser Farbenschlag sein kann. Sehr erfreulich ist, dass der Farbenschlag blau-schimmel zur Selbstverständlichkeit zum Schauwesen gehört. Zwei Züchter Strauß und Blaschke haben sich der Aufgabe gestellt, diesen fast nicht mehr gesehenen Farbenschlag auf Vordermann zu bringen, was ihnen sehr zum Besten bereits gelungen ist. „V“ und „Hv2 für Strauß bei den 1.0 jung ist der gebührende Lohn für diese aufopferungsvolle Arbeit. Im Wesen muss noch mehr auf Zutraulichkeit und Käfiggewöhnung geachtet werden. Bei einigen Tieren sollte weniger Kopfscheckung vorhanden sein. Besonders auffällig war, dass die meisten Tiere besonders straffes Kropfgefieder aufzuweisen hatten. Prima Augenrandfeuer war zudem Vorteilhaft. Im Schwanzgefieder geschlossener, mehr Blaswerk sowie Halslänge und im Stand freier sind die zukünftigen Aufgaben, um noch mehr an Rasse zu gewinnen. zu bewundern waren: 4/2/1.0 und 2/4/0.1 Tiere. Das unsere Jugendlichen das Züchten sehr ernst nehmen, beweisen die sehr Typhaften vorgestellten Tiere in weiß von Ertl 7/1.0 jung und 6/1/0.1 Tiere, wobei die alt mit „V“ und der 1.0 mit „Hv“ besonders gefallen konnten. Bei den gelben 6/1.0 jung und 4/0.1 jung konnte Pollak mit einen 1.0 „Hv“ erreichen. Sehr ausgeglichen in Sg- Qualität waren die rot geganseleten von Weinberger Lea, welche sich auch der Zucht von  gelb- geganselten widmet, und hier auf einen 1.0 jung auch „Hv“ erreichen konnte. Sie zeigte bei rot- geganselt 4/1.0 jung und 2/0.1 jung und bei den gelb-geganselten 3/1.0 jung und eine 0.1 jung. Ich hoffe und wünsche mir, dass unsere sehr aktiven Jugendlichen unseren schönen Hobby der Stellerzucht treu bleiben, dann es ist nicht selbstverständlich, dass in unserer schnelllebigen und mit Technologie bestückten Zeit, sich Junge Menschen mit der Rassegeflügelzucht, die doch sehr Zeit- und Arbeitsaufwendig ist, wenn es ernsthaft betrieben wird, und somit für ein andere Hobby dann wenig Zeit übrig bleibt. Ich freue mich auf unsere nächste HSS in Strasskirchen, die bestimmt wieder einen Höhepunkt in der Schausaison darstellen wird und sehe mit Freuden wieder einer positiven Entwicklung zum Wohle unserer schönen und Vitalen Stellertauben entgegen.

Euer 1. Zuchtwart Hans Wimberger

 

 

Hauptsonderschau 2014 für Stellerkröpfer zur 3. Bayrischen Kropftaubenschau in Strasskirchen

Endlich war es wieder nach 6 Jahren einmal soweit, dass sich die Ausstellungsleitung des GZV Strasskirchen bereit erklärt haben, wieder eine Bayrische Kropftaubenschau in ihrer wunderschönen Halle abzuhalten. Christian Wanninger- Alfons Trimpl, der 1. Vorsitzende des GZV und dessen Helferteam sind ja seit Jahren bekannt für Ausstellungen, welche im Sinne jedes Ausstellers und zum Wohle der Tiere durchgeführt werden. Deshalb war es für den SV für Stellerkröpfer Deutschland selbstverständlich, sich mit ihren Tieren an diesen Kropftaubentreffen verschiedenster Rassen und vielerlei Farben teil zu nehmen. War schon die 2. Kropftaubenschau ein voller Erfolg und von allen Beteiligten in höchsten Tönen gelobt worden, so konnten die Aussteller und Besucher der 3. Kropftaubenschau eine noch schönere Darbietung mit Volieren und Stämmen im ersten Blickfeld beim betreten der Halle in Augenschein nehmen. Der dazu auch noch gebotene einreihige Käfigaufbau mit guten Sichtfeld der zu bestaunenden Tauben war zusätzlich ein Pluspunkt dieser herrlichen Kropftaubenschau.

Ich möchte auf diesem Wege nicht auf die Beteiligung der verschiednen Sondervereine mit ihren HSS und SS Eingehen, da dies ausreichend in einen anderen Bericht über die gesamte Schau ausgiebig erläutert wird oder geworden ist. Gespannt war man im SV für Stellerkröpfer über die Beteiligung an diesen Event, waren doch bereits im Vorfeld einige Großereignisse wie Gruppenschau Arbeitsgruppe Nord- Ost in Ottleben mit 450 Tieren, VDT-Schau in Ulm mit 351 Tieren und die Nationale in Leibzig mit 182 Tieren reichlich bestückt und man befürchtete, dass eine gewisse Ausstellungsmüdigkeit zur Meldefreudigkeit aufkommen würde. Aber eines Anderen wurden die Verantwortlichen erfreulicherweise Belehrt, denn mit 455 Tieren, war dies ein überaus gutes Meldeergebnis. Bemerkenswert war aber auch, dass die Anzahl von 30 gezeigten Farbenschlägen bei einer HSS noch nie vorgestellt wurden. Erfreulich war aber  auch, dass viele Züchter aus der Gruppe Ost den weiten Weg nicht gescheut haben sich mit ihren Tieren an unserer HSS zu beteiligen, oder mit ihren Besuch die Verbundenheit zum SV bekundeten. Bereits die in der Stämmeschau vorgestellten Tiere bekundeten, dass unsere Steller zur Zeit auf sehr hohem Zuchtstand gezüchtet werden. Schwarz- rot- gelbgetigerte, schwarz- geganselte, blau- geganselte und silber-geganselte Steller beherbergten die fein ausgeschmückten Käfige. Ein Paar in schwarz-getigert von Geis mit „V“ wurde von vielen Züchtern und Besuchern bestaunt und immer wieder konnte ich vernehmen, wie perfekt die Tigerzeichnung den Tieren angezüchtet wurde. Den Reigen eröffnete der Farbenschlag weiß, wo ich lobenswert Anmerken darf, dass sich die Augenrandfarbe, die aufrechte Haltung, der geforderte Beinfluss und die Federqualität verbessert, oder gefestigt  haben. Tiere mit zu flacher Kopfform sind total verschwunden. Zu verbessern sind: mehr Halslänge, das Birnenblaswerk am obersten Punkt gefüllter, der Rücken abgedeckter. Figürlich waren einige Tiere dabei, die in den Schultern mehr Eleganz aufweisen sollten. Hier ist ein besonderes Augenmerk in Zukunft zu richten, dass durch die vorgenommenen Einkreuzungen von anderen Rassen wie Schlesischen Kröpfern nicht zu übergroßen Tieren führt und dabei die geforderte elegante Figur vernachlässigt wird. Steifes Fersengelenk mit zum teil bereits durchdrückender Form sollten bereits bei der Auslese vom versierten Züchter erkannt werden und somit eine böse Überraschung in der Bewertungsvergabe vermieden werden. Die mit „V“ herausgestellte 0.1 jung von Putzer, bestach mit knallharter Federstruktur. Aber auch die mit „Hv“ prämierten 1.0 alt von Walther und Hoheneder, sowie die 0.1 jung von Walther und Putzer konnten besonders in den Hauptrasseanlagen überzeugen. Vorstellig waren: 9/1.0j; 4/1.0a; 13/0.1j; und eine 0.1 alt. Ein sehr schönes Anschauungsbild bilden die weißen mit Schwarzer (1.0j/1.0a)- roter (5/1.0j; 3/1.0a;3/0.1j;1/0.1a); und gelber Schnippe (2/0.1j), wobei die 0.1 jung mit gelber Schnippe von Münzhuber die Perfektion eines Stellers darbot. Dieselbe Taube wurde auf der VDT Schau in Ulm ebenfalls mit „V“ prämiert und zusätzlich zur Best in Show gewählt. Ein besonderes Lob allseits für diese Züchterische Leistung. Der gezeigte 1.0 alt in weiß mit schwarzer Schnippe präsentierte auch alle Reize dieses Farbenschlages. Aber der noch in den Anfängen befindliche Züchter hat noch Erfahrungsbedarf an Putzeigenschaft zur Verfeinerung der Schnippe. Eine weitere 0.1 jung in weiß mit gelber Schnippe erzielte zusätzlich „HV“ Bei den weiß mit roter Schnippe bestachen die Tiere von Lehner mit „V-Hv“ jeweils mit 1.0 jung. Sehr zum Vorteil überraschen konnten die schwarzen und schwarzen mit weißer Schnippe. Hatten diese beiden Farbenschläge doch in der Vergangenheit etliche Probleme mit flachen Kopfzug, starken Flügelkreuzen und sichtlich Schenkelvorbau, so haben sich diese unschönen Abbildungen stark verringert und sind nur in erträglichem Masse sichtbar. Anscheinend haben sich die Züchter dieser Farbenschläge meine über Jahre immer wieder aufgeführten Mängel zu diesen Punkten zu Herzen genommen und gezielt versucht eine Verbesserung herbei zu führen, was ihnen auch vorzüglich gelungen ist. Auch der öfters vorgekommene angelaufene Unterschnabel gehört nun hoffentlich der Vergangenheit an. Bei den schwarzen standen 5/1-1.0 j-a und 10/0.1jung, bei schwarz mit weißer Schnippe 15/3-1.0 j-a und 25/5-0.1j-a. In der Grundfarbe und im Lackreichtum und Figürlich konnten sie durchwegs  überzeugen. Einige Tiere zeigten beim Bewertungstag wenig Blasfreudigkeit, was aber in den nächsten Tagen kaum mehr in Erscheinung trat. Um dieses Übel einigermaßen zu vermeiden, sollten die Tiere eine gewisse Käfiggewöhnung im heimischen Stall erhalten, dann wäre so manches abwertende Urteil vermeidbar.  Augenrandfarbe leuchtender, Schenkelfeder und Kropfgefieder dichter, mehr Halslänge und Blaswerksfülle, Schnippenzeichnung größer, im Schwingensaum unauffälliger gehörte zu den Anregungen. Erstklassige Tiere wurden von den Züchtern Vogl Johann auf 1.0 a in schwarz, 1.0 jung und 2 mal auf 0.1 jung in schwarz mit weißer Schnippe von Hilburger gezeigt. Weiter sehr schöne mit „Hv“ bewertete Tiere kamen aus den Zuchtschlägen von Vogl Johann und Hilburger in schwarz auf 0.1 jung und bei den schwarzen mit weißer Schnippe Drexler auf 1.0 jung, Vogl Hans mit einem 1.0 alt, 2 mal Hilburger auf 0.1 jung und Vogl Johann auf 0.1 alt. Ein einziges Tier in blau mit schwarzen Binden, ein 1.0 jung vermittelte nicht den derzeitigen ansonsten bereits guten Zuchtstand dieses Farbenschlages. Wenig Augenrandröte, kurzer Hals, geringfügiges Blaswerk und flache Haltung waren nicht zum Vorteil. Gegensätzlich die beiden 1/1 j-a im Farbenschlag blau mit schwarzen Binden und weißer Schnippe. Gutes Blaswerk und Halslänge, passende Augenrandfarbe,  aufrechte Haltung, geforderte Standhöhe waren im sg- Bereich. In der Hämmerung schärfer, die Hinterpartie kürzer und schmäler sowie Beinverlauf harmonischer sind Verbesserungsvorschläge. Wie gewohnt, zweigte sich die Farbenschläge rot und rot mit weißer Schnippe von ihrer besten Seite. Gute Farbgebung mit dazu passendem Glanzton, aufrechte Haltung, feinen Birnenblaswerk mit dementsprechender Halslänge und typischen Beinverlauf Beeindruckten.

Im Wunschbereich wurde Hauptsächlich vermerkt:Schild und Kropfgefieder fester, Augenrandfarbe geröteter, Schwanzende kürzer und schmäler. Ein einziges Tier wegen zu flacher Haltung musste abgestuft werden. Wie bereits in den vergangenen Jahren konnten die Tiere von Kingl am besten überzeugen und wurden bei rot auf 1.0 jung mit „V“ und 0.1 jung mit „Hv“ sowie bei rot mit weißer Schnippe eine 0.1 alt mit „V“ und ein 1.0 alt mit „Hv“ belohnt. 2/3 1.0 j-a; 2/1 j-a 0.1 bei rot und 3/4 1.0 j-a; und 2/2 0.1 j-a wurden von 3 Züchtern zu schau gestellt. Sehr erfreulich war die gemeldete Anzahl bei den gelben und gelb mit weißer Schnippe, aufgeteilt in 14/6 1.0 j-a; 10/4 0.1 j-alt bei gelb und Bei gelb mit weißer Schnippe 2/1 1.0 j-a; sowie 2/2 0.1 j- alt. Qualitätiv waren die meisten Tiere im mittleren Sg. Bereich, außer die beiden 1.0 alt von Knöferl mit „V“ und „Hv2 für Strauß. Sowie die 0.1 jung und alt  von Putzer und  in gelb. Farblich waren nur wenige Tiere nicht dem geforderten Semmelgelb entsprechend. Mit der Farblichen Anpassung der Schwingenfarbe an die Körperfarbe gibt es auch noch Differenzen. Längere Hinterpartie mehr Oberkropffülle, aufrechter in der Haltung, Bindenfeder fester waren die Wünsche. Auszeichnen konnten diese beiden Farbenschläge die durchwegs gute Kopfform und der gerötete Augenrand. Leider musste ein Tier wegen nur 11 Schwanzfedern abgestuft werden. Einen großen Schritt zur Verbesserung der einzelnen Rassemerkmale wie Farbe, Figur, Blaswerk, Standhöhe sowie Augenrandfarbe konnten im Farbenschlag gelbfahl festgestellt werden. Cremige  Kopffarbe bei den 1.0 und geringer Blautonanteil  im Bauchbereich bei 0.1, sowie gute satte und gleichmäßig verlaufende Bindenwaren die Vorteile. Die geforderte Äderung in der Puppille muss verfeinert werden. Diese Äderung wirkte bei einigen Tieren ziemlich rot. Die beiden Tiere mit „V- und Hv“ jeweils 0.1 jung , welche Züchterischen Reize dieser Farbenschlag besitzt. Eingesetzt wurden 3/1 1.0 j-a; und 0.1 jung 8 Stück. Um den schwierigen Farbenschlag schwarz mit weißen schwingen an das richtige Zuchtziel heran zu führen,  wurde in den letzten Jahren mit Wohlwollen auf bestimmte Rassemerkmale hingewiesen. Dieses hat sich zwischenzeitlich als richtig erwiesen, denn die gezeigten Tiere werden sehr sorgfältig bezüglich der Vorgaben ausgewählt und in einer recht ansprechenden Qualität gezeigt. Feine Farbe mit prima Glanz und richtiger Schwingenanzahl beeindruckten. Einiges an züchterrischer Arbeit hat der Einzelkämpfer Lüder dieser Farbe, bezüglich der eleganteren Figur, freieren Stand aufrechterer Haltung mit mehr Halslänge zu leisten. Dieser bereits getätigte  Fleiß wurde mit „V“ auf 0.1 alt und Hv“ auf 1.0 alt verdient belohnt. Vorgestellt wurden. 1/1 1.0 j-a; und 2/3 0.1 alt. An den Farbenschlag rot mit weißen Schwingen kann beim Bewerten bereits ein hoher Maßstab angesetzt werden, denn sie werden in erstklassigen Rasseanlagen vorgestellt. Gute aufrechte Haltung, feine Birnenblaswerk mit passender Halslänge, Typhaften Stand und kurzer- schmaler Schanzpartie überzeugen durchwegs. Kleinere Abstriche in der festern Binden- und Halsfeder mussten gemacht werden. Kingl mit „V“ auf 1.0 alt war das Siegertier.Wer nur in kleinen Bruchteilen weiß, wie schwierig eine exakte Tigerzeichnung erzüchtet werden kann, der kann nachvollziehen welche Züchterrische Leistung der Zuchtfreund Geiss in den Farbenschlägen schwarz- rot und gelbgetigert leistet. Nur mehr kleinere Abweichung in der Kopf- und Schultertigerung sind zu erkennen. Figürlich entsprachen alle Tiere den Anforderungen. Mehr Oberkropffülle, im Hals Länger, Beinaustritt fließender sind einige Verbesserungswünsche. Die geforderte reine Schnabelfarbe und durchgefärbte Schwingenfarbe sind an zu streben. Vorstellig waren: 3/1.0a; 2/0.1j: 2/0.1alt in schwarz-getigert,  2/4 1.0 j-a; 4/4 j-a; und 2/2 1.0 j-a; in rot- getigert, sowie 2/2 0.1 j- alt in gelb-getigert,. Hierzu konnte errungen werden: „V- und HV“ auf 1.0 alt schwarz-getigert, „Hv“ auf 0.1 alt sowie „V- und Hv“ auf rot- getigert 0.1 alt und bei gelb-getigert mit 1.0 alt „HV“ und auf 0.1 alt „V- und Hv“. Sehr ausgeglichene Scheckenzeichnung und guter Grundfarbe präsentieren die Schwarzgescheckten. Mehr Halslänge, Blaswerk Birnenförmiger, Schenkeleinbau flüssiger, Schwanzfeder schmäler und kürzer, Schwingenlage straffer wurde in Rubrik Wünsche häufig vermerkt. Figürlich waren die waren die meisten Tiere in Ordnung. Einige Probleme haben die Tiere in der Schnabelreinheit, in der aufrechten Haltung und besonders in der Augenrandfarbe. Auch Auf bessere Schaukondition ist erforderlich. Die besten Tiere hatten mit „V“ ein 1.0 alt von Weber gefolgt von Aschenbrenner  auf  0.1 alt und Vogl Hans mit „Hv“ 0.1 jung. Ein besonderes Augenmerk sollten die Züchter auf  schmälere Schwanzfeder haben. Gezeigt wurden. 7/5 1.0 j-a; 9/4 0.1 j- alt. Weber hat sich des sehr seltenen Farbenschlages blaugescheckt angenommen und bereit eine beachtliche Anzahl von 5/2 Jung dargeboten. Sicherlich konnten sie in Farbverteilung, Blaswerk und Standhöhe noch nicht den anderen etablierten Farbenschlägen Paroli bieten, aber gegenüber der letzten Jahre ist ein positiver Vorschritt deutlich erkennbar. Der 1.0 jung mit „Hv“ zeigte auf, dass auch dieser Farbenschlag zukünftig bestehen kann. Der von der Jugend in die Seniorenklasse übergewechselte Züchter Weber Tobias, befasst sich seit längerem mit der Zucht von  rot- gescheckten. Als sehr schwierig erweist sich in diesem Farbenschlag die Scheckenverteilung mit einer intensiven Grundfarbe und dem geforderten Grünglanzanteil. Verwaschene Farbe und viel Rotglanz im Hals verhinderten des Öfteren höhere Bewertungen. Auch zartere Figur, aufrechtere Haltung, mehr Standhöhe, Blaswerk gefüllter im Hals länger und Hinterpartie kürzer wurden erwünscht. Sicherlich wird es ein schwieriges Unterfangen sein diesen Farbenschlag in absehbarer Zeit an die Spitze heran zu führen, weil auch die Züchterbasis sehr geringfügig ist und somit wenig Gelegenheit geboten wird sich gegenseitig mit Tieren auszuhelfen, um gewisse Merkmale verbessern zu können. Dargeboten wurden: 2/2 1.0 j-a; und 2/2 0.1 j-alt. Wer weiß wie viel Auslese in den zuletzt beiden Farbenschlägen getätigt werden muss, der kann nur höchstes Lob an die kleine Züchterschar aussprechen und sie zur unermüdlichen Weiterarbeit animieren.

Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass sich wieder Züchter gefunden haben und die äußerst schwierigen Farbenschläge rot- und gelb mit weißen Binden auf Fordermann zu bringen, was ihnen bereits sehr eindrucksvoll gelungen ist was der 1.0 jung mit „V“ in gelb und der 1.0 jung in rot mit weißen schwingen von Konrad eindrucksvoll demonstriert hatten. Durchwegs brauchbare bis reine Binden mit feiner Führung, gute Farben und Figuren, aufrechte Haltung und zum teil auch schönes Blaswerk wurde geboten. Mehr Standhöhe, Halspartie länger, Hinten knapper, Schnabelfarbe reiner sind ein weiteres Zuchtziel diese Farbenschläge zu verbessern. Vorstellig waren: 6/1 1.0 j-a; 2/1 0.1 j-alt in rot und 3/1 jung in gelb. Auf richtige Handschwingenanzahl (14 vorhanden) sollte im heimischen  Zuchtschlag geschaut werden, um ein ansonsten sehr schönes Tier nicht entwerten zu müssen. Sehr zahlreich präsentierten die Züchter der schwarz- geganselten mit insgesamt 12/14 1.0 j-a; und 6/13 0.1 j-alt ihre Lieblinge. Abstufungen wurden wegen geringer Augenrandröte, wenig Standhöhe, anliegender Schnippe am Augenrand und kurzer Halspartie gemacht. Der Metallische Grünglanz sollte noch ausgiebiger gezeigt werden. Bei besseren Putzen der Herzzeichnung hätte so mancher Punktabzug vermieden werden können. Schöne schmale- kurze Schwanzfeder bestach allgemein. Einige Tiere hätten in der Schulterpartie etwas zarten sein sollen. Der 1.0 alt von Liegl und die 0.1 alt von Hoheneder überzeugten in allen Rasseanlagen und wurden mit„V“ bedacht. Auch der 1.0 jung von Maier stand denen nicht viel nach. Sehr ausgeglichene Qualität konnte dem Farbenschlag blau-geganselt bekundet werden, was sich auch deutlich im hohen Bewertungsbild ausdrückte. Von den fein vorgestellten Tieren wurden die Züchter Roth 2 mal mit „V“ und Drexler mit „Hv“ auf jung,  Hoheneder mit einen 1.0 alt mit „Hv“, Hoheneder, Roth und Drexler jeweils mit „Hv“ auf 0.1 jung Roth noch mal mit „V“ und Rauch mit „Hv“ ausgezeichnet. Herzfarbe am Übergang zum hals reiner und farblich satter, Brücken Farbe durchgefärbter, Schnippensitz freier, Kropfgefieder geschlossener, wurde im Wunschbereich vermerkt. Figur, feines Birnenblaswerk mit entsprechender Halslänge, aufrechte Haltung, kurze Hinterpartie typischer Stand waren die herausragenden Eigenschaften. Zu helle Augenrandfarbe wurde abgestuft. Ausgestellt waren: 19/6 1.0 j-a; und 17/7 0.1 j- alt. Was sich an klaren Hämmerung, guter Figur, vorbildlicher Augenrandfarbe und Blaswerksform bei den blau-gehämmerten zum Vorteil entwickelt hat ist erstaunlich. Den beiden Züchtern Lehner und Hofner muss auf diesem Wege einmal vollstes lob ausgesprochen  erden. Alle vorgestellten Tiere konnten im hohem sg. Bereich oder noch höher eingestuft worden. Lehner wurde zusätzlich mit einer 0.1 jung mit „V“ und auf einen 1.0 jung mit „Hv“ für die züchterische Arbeit belohnt. Im Stand freier und Schwanzhaltung der Rückenlinie folgender waren die hauptsächlichsten Wünsche. Seit Jahren traten die Züchter der rotgeganselten auf der Stelle und waren im SV das Sorgenkind. Nun wurden diesmal vom Züchter Barnickel Tiere vorgestellt, welche die richtige Größe, Blasswerk und Halslänge, richtige Standhöhe und dazu auch noch eine Typische Farbe mit Grünanteilen aufwiesen. Ein Fortschritt, so hoffe ich, der sich in Zukunft in der Zucht stabilisieren wird. Der verdiente Lohn war die Benotung „V und Hv“ auf jeweils jung. Trotz allen Lobes darf aber nicht vergessen werden, dass das zutrauliche Käfigverhalten, aufrechter in der Haltung und auf insgesamt festere Feder das angestrebte Zuchtziel zusätzlich sein muss. Die Kollektion bestand aus 3/2 1.0 j- a; und 1/2 0.1 j-alt. Der Farbenschlag gelb- geganselt wird sehr stabil in den geforderten Rasseanlage gezüchtet. Jedoch muss festgestellt werden, dass trotz aller Feinheiten nur ein Tier die Höchstnote erreichen konnte die von Hofner erzüchtet wurde und eine 0.1 alt war. Kleine Wünsche in de Federpräsentation versagten den Hv- Tieren höheres. Aber bei weiteren zukünftigen  intensiven Verpaarungen in dieser Angelegenheit wird sicher der gewünschte höhere Erfolg eintreten. Genannte „Hv“ –Tiere kommen aus den Zuchtschlägen von Vogl Helmut 2 mal und von Auer auf 1.0 jung, bei 0.1 jung wieder Vogl und bei den alten Damen von Hofner. Mehr Latzgröße, Schultern zarter, Schnippensitz gleichmäßiger in der Mitte, Haltung noch aufrechter wird zusätzlich gefordert. Zu Betrachten waren: 9/3 1.0 j- a; 9/5 0.1 j-alt. Bei den silber- geganselten wurden 4/2 jung und eine 0.1 alt zur Schau gestellt, welche in farblicher Einheit und mit prima Augenrandfarbe besonders gefallen konnten. Der 0.1 jung von Lehner mit „hv“ wurde wegen etwas offenen Kropfgefieder höheres verwehrt. Schwanzhaltung abfallender, Schnippe größer, Schultern zarter, Schwanzfeder kürzer war in der Rubrik Wünsche vermerkt. Sehr erfreulich war die Meldezahl der blauschimmel mit ¼ 1.0 j-a; und 5/1 0.1 j-alt. Aber nicht nur die Meldezahl konnte überzeugen, sonder auch die dargebotene Qualität. Figur, Blaswerk Halslänge und besonders die Schimmelzeichnung wurden deutlich verbessert. Aufrechter in der Haltung, Schwanzfeder kurzer und schmäler, Augenränder durchbluteter, und im Stand flüssiger wird noch mehr zur Zuchtverbesserung in Zukunft in Augenschein zu nehmen sein. Der 1.0 jung von Strauß mit „Hv“ konnte die Vorgaben bereits einigermaßen erfüllen. Äußerst selten gezeigt werden die rotfahl-schimmel, aber der 1.0 jung von Strauß hatte bereits sehr gute Rasseanlagen. Schnabelfarbe reiner, Schultern zarter, Augenränder wesentlich röter, Rücken abgedeckter sind die geforderten Verbesserungsvorschläge. Die in der Jugendabteilung gezeigten Tiere in weiß von Ertl entsprachen voll den Rassenanlagen der gezeigten Tiere bei den Senioren. 4/7 jung und eine 0.1 hatte er zu Schau gestellt. Mehr Halslänge und Blaswerksfülle, in Stand freier, Kropfgefieder bedeckter sind des bessere Zuchtziel. Zum Schuss meiner Ausführungen darf ich lobenswert erwähnen, dass die eingesetzten Sonderrichter Ziener, Roth, Schießl, Rohauer, und Kollmann ihre Bewertungsaufgaben sehr Zuchtstandbezogen durchgeführt haben und mich für die äußert harmonische Zusammenarbeite auf herzlichste bedanken. Freuen wir uns auf die nächste HSS in Cham und sind gespannt, wie sich der Stellerkröpfer noch weiter zum Vorteil der Rasse entwickeln wird.

Euer Zuchtwart Johann Wimberger