Schaubericht zur SS des SV der Stellerkröpfer-Züchter Deutschlands-gegr. 1959 e.V.,

 

anlässlich der 101. Nationale Bundessiegerschau, der 138. Deutschen Junggeflügelschau in Hannover 2019

 

PR. Harald Köhnemann Unna

 

40 Steller Kröpfer wurden in für Hannover typischer Art und Weise, im großzügig aufgestellten einstöckigen Aufbau präsentiert.

Die Käfige auf Augenhöhe, gutes Licht, lediglich einige Grade wärmer wären für die gesamten Kropftauben bei der Bewertung von Vorteil gewesen, auch die amtierenden Preisrichter hätten sich darüber nicht beschwert.

 

Es begann mit 2.2 Weiß jung, alle besaßen die bei den Stellern gewünschte „Grundausstattung“, abfallende Haltung, freier Stand, bestens durchblutete Ränder. Heraus ragte aus diesem Quartett die Täubin vom Alleinaussteller Alois Lehner in Käfignr.12941, sie errang die Note Vorzüglich und dazu das SV Band.

 

Weiter ging es mit 2.2 jung, Weiß mit roter Schnippe vom gleichen Aussteller. Hier bestach durch seine komplette Erscheinung der junge Täuber in Käfignr. 12944, dem lediglich durch die etwas schilfige Schnippenfarbe die Höchstnote verwehrt wurde.

 

Mit 2.2 Jungtieren von Stefan Fuchs begann mit den Schwarzen der „farbige“ Bereich, bei ihnen hätte etwas mehr Blasfreude den Notenschnitt angehoben.

 

Schwarz mit weißer Schnippe war mit 5.5 Jungtieren am stärksten vertreten. Alle Vertreter mit eleganten Figuren, aufgerichteter Haltung, birnenförmigem Blaswerk und bestens durchbluteten Rändern ausgestattet. Lediglich kleine Wünsche wie Schenkelgefieder fester, Beinaustritt harmonischer und Schwingenfarbe noch satter beeinflussten den Notenspiegel. In dieser Scheckungsvariante stand auch das Spitzentier der Steller-Kollektion, von Alois Lehner gezüchtet, der Täuber in Käfignr. 12952, der mit V BB belohnt wurde. In Käfignr. 12957 stand eine feine Täubin die mit 96 Punkten bewertet den Erfolg des Züchters unterstrich.

 

Die Gelben, wie auch die Gelben mit weißer Schnippe waren jeweils mit 2.2 Jungtieren vertreten. Auch hier elegante Figuren, die aber teilweise noch aufrechter stehen konnten, mehr Blasfreude und gleichmäßiger in der Farbe, waren hier die ausschlaggebenden Wünsche. Bei den Gelben stellte Stefan Fuchs mit 95 Punkten in Käfignr. 12964 und bei den Geschnippten Florian Schaub mit 96 Punkten in Käfignr. 12965 die Klassenbesten.

 

Leider waren nur 2.2 Schwarzgeganselte gemeldet, davon drei anwesend, der vierten wurde der Randvolle Futternapf zum Verhängnis, sie blieb den Rest des Wochenendes im Krankenstall, ich hoffe sie hat alles gut überstanden!

Das Verschulden trifft hier aber nicht den Aussteller, sondern die Ausstellungsleitung. Bei den Kropftauben, das gilt für alle Rassen dieser Gruppe, dürfte eigentlich nur Personal eingesetzt werden das sich mit der Haltung dieser Spezies auskennt, dann würde so etwas sicher nicht passieren!

Stefan Fuchs konnte hier für sich mit einem feinen Jungtäuber in Käfignr.12970, 96 Punkte verbuchen.

 

Den Abschluss der Stellerkollektion bildeten 3.3 junge Blaugeganselte.

Eine Top Präsentation, die aus der gesamten Stellerkollektion den höchsten Punktedurchschnitt erreichte. Nur kleine Wünsche wie festeres Schenkelgefieder oder harmonischer im Beinaustritt machten eine Abstufung in der Bewertung möglich. Der Alleinaussteller Alois Lehner errang mit der Jungtäubin in Käfignr. 12978, 96 Punkte.

 

Resümierend darf ich feststellen:

 

Der Bewertungsauftrag hat mir großen Spaß gemacht, ich danke den SV-Verantwortlichen für das Vertrauen, das zur Nennung für diesen Auftrag führte. Ein kleiner Wehmutstropfen war die doch geringe Anzahl der gemeldeten Steller, so dass in einigen Varianten Alleinaussteller vertreten waren und Konkurrenz und Vergleich der Zuchten so nicht möglich wurde. Trotzdem war es dem interessierten Besucher möglich, sich einen Überblick über unseren vitalen und variantenreichen Steller Kröpfer zu verschaffen.
 

Harald Köhnemann

Unna im Januar 2020

 

 

 

Hauptsonderschau des SV der Stellerkröpferzüchter Deutschlands zum 60jährigen Bestehen in Theuma

 

Die Hauptsonderschau 2019 fand vom 7. bis 10. November 2019 im Dorfgemeinschaftshaus in Theuma in der Nähe von Plauen statt.
 

Die Schau wurde von den Theumaer Freunden um Ausstellungsleiter Matthias Knoll vorzüglich ausgerichtet. Herr Andreas Heinz, der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Sachsens, hatte dankenswerterweise die Schirmherrschaft übernommen.
 

Die Züchter des SV aus dem gesamten Bundesgebiet zeigten 453 Stellerkröpfer in den verschiedenen Farbenschlägen. Durch das Engagement unseres Zuchtfreundes und Preisrichterkollegen Frantisek Slepicka sowie der Ausstellungsleitung fanden zusätzlich knapp 100 Böhmische Stellerkröpfer aus verschiedenen tschechischen Zuchten den Weg ins Vogtland, was sehr zu begrüßen war.
 

Anlässlich der Eröffnungsfeier am Samstagnachmittag dankte der 1. Vorsitzende des SV, Josef Schien, dem ausrichtenden Verein für die Übernahme und sehr gute Durchführung sowie den Züchtern des SV und allen Helferinnen und Helfern für die Unterstützung der Jubiläumsschau.

 

Nun zu den einzelnen Farbenschlägen.

 

SR Klaus Ziener bewertete eingangs den weißen Farbenschlag. 39 junge Täuber waren eine sehr ausgeglichene Kollektion. Zu achten ist hier auf das birnenförmige Blaswerk und die straffe Schwingenlage. Die Spitzentiere zeigten Markus Müller (V) und Johann Putzer (HV). Bei den 10 alten Täubern muss darauf geachtet werden, dass sie nicht kräftiger erscheinen und auch hier das Blaswerk eine Birne zeigt. Herausgestellt wurde ein Altvogel von Markus Müller (HV). Fein war auch die Gruppe der 35 jungen Täubinnen. Hier soll auf die aufrechte Haltung und die feste Schwingenlage geachtet werden. Hier präsentierten Johann Putzer (V), die ZGM Markgraf (HV) und Markus Müller (HV) die besten Tauben.
 

Die 14 Alttäubinen wurden von SR Bernd Hartmann begutachtet. Die bereits bei den anderen Weißen notierten Wünsche galten auch hier. Bei der hochkarätig besetzten Abteilung stachen die beiden Damen von Marc Putzer (V) und Markus Müller (HV) heraus.
 

Nun war PR Andre Falke an der Reihe. Von den weiß mit schwarzer Schnippe wurde leider nur eine Rassevertreterin ausgestellt, die eine feine Haltung und Blasfreude zeigte. Sie besaß leider farbiges Schwanzgefieder und konnte daher keine höhere Note als g92 Punkte bekommen. Die 8 weiß mit roter Schnippe waren wie immer die größte Kollektion bei den weißen Stellern mit Schnippe. Die Tiere konnten alle mit Blasfreude und roten Augenrändern überzeugen. Man sollte bei den Täubinnen darauf achten, dass sie im Typ nicht noch zarter und kleiner werden. Leider konnte hier auch eine feine 0,1 jung nicht höher bewertet werden, weil sie ein farbiges Schwanzgefieder zeigte. Zwei sehr ansprechende weiß mit gelber Schnippe wurden mit prima Wesen, Blaswerk und Haltung gezeigt. Die 0,1 jung hätte in der Schnippenfarbe satter sein sollen. Weiterhin sollte man anstreben, dass das Schenkelgefieder anliegender wird.
 

Die große Abteilung der Weißen mit und ohne Schnippe zeigte den hohen Zuchtstand der genannten Farbenschläge.
 

SR Max Michl hatte die Aufgabe die schwarzen Exemplare zu bewerten. Zunächst standen 7 ohne Schnippe in den Käfigen. Alleinaussteller Hans Hilburger zeigte eine sehr schöne und ausgeglichene Gruppe. Mit HV wurden je ein Jungvogel und eine Jungtäubin bedacht. 10 Tiere mit weißer Schnippe zeigten durchwegs gute bis sehr gute Rasseattribute. Die beiden besten Tauben (V und HV) zeigte ebenfalls Hans Hilburger. Bei den Schwarzen ist besonders auf einen gut gerundeten Oberkopf sowie den birnenförmigen Kropf zu achten.
 

Es schloss sich die Gruppe der Blauen mit Schnippe an. Hier konnte den amtierenden SR kein Vertreter besonders überzeugen. Es war in den Bereichen Kondition, Halslänge, Standfreiheit und Haltung noch viel Luft nach oben.
 

Ganz anders zeigte sich das Bild bei den Roten. Eine große und in weiten Teilen tolle Kollektion präsentierte sich SR Max Michl. Bei den Tieren ohne Schnippe konnten die Tauben von Johann Kingl (V) und Gerhard Bräutigam (HV) herausgestellt werden. Bei den Geschnippten zeigte Altmeister Johann Kingl die Spitze. 1 V und 3 HV waren der verdiente Lohn. Bei allen Vorzügen sollte bei den Roten auf Fersensicherheit, engeren Bodenstand, fließenden Schenkelauslauf und Schnabelreinheit geachtet werden.
 

Die Gelben wurden durch SR Klaus Roth benotet. Die Gruppe der Steller ohne Schnippe führte Mirko Maul klar an. 2 V und 3 HV sind der Beweis einer sehr guten Zucht. Bei den gelben Stellern mit Schnippe überzeugte eine feine Jungtäubin von Matthias Bielawny (HV). Zu beachten gilt es den freien Stand, die ausreichende Vorderlänge sowie ein festes Gefieder, besonders am Kropf und im Bindenbereich.

 

Die folgenden Kollektionen bewertete PR Andre Falke.
 

Bei den 20 gelbfahlen gab es nur drei g92 Tiere, wobei zwei Tiere mit besserem Käfigtraining eine höhere Note erreichen hätten können. Eine Täubin war im Typ zu schwach und zeigte fehlende Ausstellungskondition. Wünsche gab es besonders in der Flügellage, welche nicht so stark kreuzen sollten sowie in der Schnabelreinheit. Die 0,1 jung von Putzer überzeugte in allen Hauptrassemerkmalen und begeisterte mit prima Wesen (V Putzer, HV Tasler).
 

Sehr ansprechend war die Kollektion gelbfahl-gehämmerter Stellerkröpfer. Alle 10 Tiere zeigten eine sehr gute Ausstellungskondition mit feiner Figur, aufrechter Haltung und rotem Augenrand. Einige Tiere hätten in der Hämmerung gleichmäßiger und im Schenkelgefieder heller sein können. Eine junge Täubin von Karl Hudler war eine herausragende Vertreterin für diesen schwierigen Farbenschlag und wurde mit V bewertet.
 

Bei den schwarz mit weißen Schwingen waren wieder sehr schön Tiere mit prima metallischem Glanz, Augenrand und Grundfarbe ausgestellt. Zwei der neun Tiere hätten im Kropfglanz mehr Blauanteil haben können. Weiterhin ist drauf zu achten, dass die Tiere in der Hinterpartie nicht länger werden. Ein 1,0 alt von Reimund Lüder zeigte alle Hauptrassemerkmale in höchster Qualität und wurde mit V benotet.
 

Die blau mit schwarzen Binden und weißen Schwingen sind mit Abstand der Farbenschlag bei den weiß Schwingigen, der am meisten Weiterentwicklung bedarf. Die zwei Tier hätten in der Schnabelfarbe reiner, Bindenführung durchgehender sowie in den Schultern eleganter sein sollen. Vorzüge zeigten die 2,0 alt in der Grundfarbe und Blaswerk.
 

Es wurden leider nur drei rot mit weißen Schwingen präsentiert. Aber diese 3 Alttiere erfüllten einen sehr hohen Zuchtstand des Farbeschlages. Sie überzeugen mit Figur, metallischen Glanz und sehr ansprechender Käfigpräsens. Wünsche lagen im Bindengefieder, das etwas fester sein sollte sowie im Oberkropf, der noch ausgeformter sein könnte. Eine alte Täubin erfüllte alle Ansprüche, die dieser Farbenschlag abverlangt (V Johann Kingl).
 

Die größte Kollektion bei den weiß Schwingigen waren die gelben. Es wurden 10 Tiere ausgestellt. Man sieht schon einige Fortschritte gegenüber den Vorjahren. Die Tiere zeigten sehr gute Augenränder, Grundfarbe und Beschwingung. Drei Tiere hatten zum Zeitpunkt der Bewertung leider überhaupt keine Blasfreude, womit die Bewertung für die Note sg nicht gegeben war. Weiterhin war eine 0,1 alt mit zu blassen Augenrand dabei und konnte daher nur mit g bewertet werden. Ein 1,0 alt von Reimund Lüder zeigte den angestrebten Weg, den die gelb mit weißen Schwingen weiterhin gehen sollten (HV Reimund Lüder).
 

Für den Farbenschlag rot-getigert zeigen sich die 11 Tiere in einer sehr guten Qualität. Ein junger Täuber war im Typ zu schwach und hatte fehlende Käfigpräsens, weshalb er nicht über die Note g 91 kam. Die Wünsche lagen in der Kropfzeichnug, die noch durchgezeichneter sein sollte. Ein wesentliches Augenmerk sollten die Züchter auch auf die noch deutlichere und intensivere Schwingenfarbe legen (1,0 alt HV Rüdiger Heinze, 0,1jg. HV Johann Kingl).

 

Nun kam SR Bernd Hartmann wieder zum Einsatz.

 

Die aus 15 Tieren bestehende Abteilung der gelbgetiergerten Steller überragten die Tauben von Herbert Knöferl. Die herausgestellten beiden V-Tiere kommen dem Musterbild sehr nah. Sie überzeugten in allen geforderten Hauptrassemerkmalen und stellten unter Beweis, was bei diesem Farbenschlag möglich ist. Die Wünsche bei den Anderen lagen vor allen Dingen in einer festen Feder, aufrechter Haltung und birnenförmigem Blaswerk.

 

Sehr ausgeglichen waren auch die Schwarzgescheckten. Feine und elegante Tauben erreichten die Spitze. Helmut Weber zeigte einen 1,0 alt, der alle Rasseatribute dieses Farbenschlages in höchster Güte vereinte (V). Eine ebenfalls hochrassige 0,1 jung des gleichen Züchters verfehlte nur knapp die Höchstnote und wurde mit HV bewertet.

 

Als besonders schwierig erweist sich in den letzten Jahren der Farbschlag rot mit weißen Binden. Die Züchter bemühen sich stetig, das aparte Zeichnungsbild in Breite und Qualität zu verbessern. Zu dem verhältnismäßig frühen Zeitpunkt waren noch nicht alle Ausgestellten in Topform und hatten noch Rückstände in der Mauser, was durchaus verständlich ist und auch bei der Bewertung Beachtung fand. Eine rassige 0,1 jung von Alexander Blaschke konnte mit HV ausgezeichnet werden.

 

Die schwarz-geganselten Stellerkröpfer wurden von SR Steffen Falke bewertet. Die Kollektion der Schwarz-geganselt war der am stärksten vertretene Farbenschlag bei den Geganselten mit 56 Tieren eine sehr gute Meldezahl für diesen Farbenschlag. Die Qualität der Kollektion war sehr gut und die Züchterschaft ist auf den richtigen Weg diesen Farbenschlag zu perfektionieren. Die Jungen 1,0 waren in der Gesamtheit recht ausgeglichen viele sg-Tiere und sehr wenige g-Tiere, Problem bei diesen Tieren war der etwas zu tiefe Stand und abgerissene Schnippe. Im Wunsch Bereich gab es bei den sg-Tieren einiges noch zu verbessern zu Beispiel die Herzzeichnung geputzter, Randfeuer lebhafter, Brustschnitt nicht tiefer angesetzt, Hinterpartie Idee kürzer, Schenkeleinbau fließender und im Kropfglanz noch rassetypischer. Die Alttäuber waren wie die Jungtäuber in der Gesamtheit auch sehr ausgeglichen das einzige g-Tier hatte Probleme mit der abgerissenen Schnippe und nicht korrekten Schenkeleinbau. Im Wunsch Bereich sind die selben Punkte festzuhalten wie bei den Jungtäuber. Die Jungtäubinnen waren sehr gut in ihrer Präsentation viele sg-Tiere sind der Beweis dafür. In den wünschen war meistens zu lesen:“ Idee mehr Vorderlänge, Zeichnungsbild (Herzzeichnung und Kopfschnitt sowie Brustschnitt) besser putzen, aufrechter in der Körperhaltung und im Typ nicht zarter. Der Kropfglanz sollte auch noch rassetypischer werden. “Die Alttäubin waren fast perfekt, die Bewertungsergebnisse spiegelten es wieder wie die Leistungsdichte dort ist. Sehr gute Schau Präsentation und prima Typen kleine wünsche gab es, in der Körperhaltung Idee aufrechter und Brustschnittsitz beachten. Die Spitzentiere in diesen Farbenschlag präsentierten Johann Kingl mit 2 V und Matthias Bielawny mit 1 V sowie Johann Kingl mit 3 x HV und Matthias Bielawny mit HV.

 

Die blaugeganselten Stellerkröpfer wurden ebenfalls von SR Steffen Falke bewertet. Die Kollektion des Blau-geganselten Farbenschlages war recht ausgeglichen, sehr gute Figuren Tiere mit angepassten Blaswerken und prima Grundfarbe im Herz. Die g-Tiere hatten Probleme mit der Schwanzfarbe, helle Augenränder und waren unfertig im Schwanzaufbau. Die Jungtäuber war sehr ansprechend in alle belangen, in der richtige Größe, Standhöhe und Zeichnungsbild. Wünsche gab es in den Bereichen Kropfglanz, Rückendeckung und Idee aufrechter in der Körperhaltung. Bei den 3 Alttäubern waren die selben Kritikpunkte zu verzeichnen, wie bei den Jungtäuber. Die Jungtäubinnen präsentierten sich sehr gut im Blaswerk und Schauvorbereitung, Grundfarbe, Kropfglanz und Wesen. Kleinere Wünsche gab es in der Kropfgefiederstruktur, Rückendeckung und etwas kürzer in der Hinterpartie. Die 4 Alttäubinen waren ein Aushängeschild für diesen Farbenschlag, die Bewertungsergebnisse spiegelten es auch hier wieder. Kleine Wunschpunkte waren, in der Hinterpartie Idee kürzer und im Randfeuer Idee lebhafter aber in großen und ganzen prima.

 

Die Spitzentiere in diesen Farbenschlag präsentierten Klaus Roth mit V und Mirko Maul mit 2 HV.

 

Es folgte SR Klaus Roth. Ihm war es vorbehalten die letzten Gruppen der HSS zu bewerten.

Bei den Rotgeganselten zeigte Manfred Köhler mit einem rassigen Altvogel das Spitzentier (HV). Die Wüsche lagen in der aufrechten Haltung sowie in der Zeichnung (putzen).

 

Die Gelbgeganselten waren mit 16 Tauben nach Sachsen gekommen. Eine sehr feine Jungtäubin von Alexander Blaschke (V) sowie ein typvoller Altvogel von Ralf Schubert (HV) zeigten das was den Farbenschlag so ansprechend macht. Auch hier wurden im Wunschbereich das feste Gefieder, die aufrechte Haltung und das birnenförmige Blaswerk notiert.

 

Überragend waren die von Andre Falke im silbergeganselten Farbenschlag präsentierten Tauben. Die wurde mit 1 mal V und 1 mal HV bescheinigt. Besonders die aufrechte Haltung und das rassetypische Blaswerk konnten den SR überzeugen.

 

Die von der Zuchtgemeinschaft Markgraf ausgestellten Blauschimmel benötigen noch viel züchterischen Fleiß. Leider hatten die figürlich besten Tauben Probleme mit einer nicht reinen Schnabelfarbe. So gab es hier „nur“ eine Bewertung mit 95 Punkten.

 

Resümierend kann festgehalten werden, dass der Zuchtstand der vorgestellten Stellerkröpfer als sehr hoch bezeichnet werden kann und eine richtungsweisende und zuchtstandsbezogene Bewertung durch die anwesenden Sonder- und Preisrichter durchgeführt wurde.

Als 1. Zuchwart des SV und Obmann der HSS bedanke ich mich bei den Richterkollegen für die sehr gute Zusammenarbeit und die Unterstützung bei der Erstellung des Schauberichtes. Die Fotos wurden vom 1. Vorsitzenden des SV, Zfr. Josef Schien zur Verfügung gestellt. Auch hierfür besten Dank.

 

Freuen wir uns nun auf unsere nächste HSS anlässlich der Bayerischen Kropftaubenschau im Dezember 2020 in der Gäubodenhalle zu Straßkirchen.

 

Bernd Hartmann

1. Zuchtwart des SV

 

Jungtierbesprechung am 13.10.2019 im Gasthof „Schneider“ in Trieb/Vogtland

Zur Jungtierbesprechung waren 71 junge Stellerkröpfer gemeldet. Während der Herbstversammlung haben die Richter Klaus Roth, Harald Köhnemann und Zuchtwart Bernd Hartmann die Jungtiere in Augenschein genommen.

Aufgrund des unterschiedlichen Entwicklungsstandes war keine reguläre Bewertung möglich. Somit wurden die Tauben nur durch „Sichtbewertung“ begutachtet.

Allgemein kann von einem guten Zuchtstand unserer gefiederten Freunde ausgegangen werden.

Nach Beendigung der Herbstversammlung wurden die Jungtiere durch die genannten Zuchtfreunde eingehend besprochen.

 

Zunächst standen einige weiße Steller und in weiß mit farbiger Schnippe. Hier wurde ein 1,0 von Ignaz Münzhuber herausgestellt. Besonders wurde auf die notwendige Vorderlänge und das birnenförmige Blaswerk hingewiesen. Auch sollte die Schulterbreite (nicht zu breit) beachtet werden.

 

Es folgten die Schwarzen. Sie bestachen durch eine feste Federstruktur und genügend Lack an den entscheidenden Stellen. Teilweise könnte auch hier das Blaswerk noch mehr Birnenform zeigen. Als vielversprechendstes Jungtier wurde hier eine 0,1 von Hans Hilburger vorgestellt.

 

Beim Farbschlag schwarz mit weißer Schnippe wurden ebenfalls ansprechende Tiere gezeigt. Die Hinweise lagen in den gleichen Bereichen wie bei den Tauben ohne Schnippe. Farbschlagsieger wurde eine schon weitentwickelte 0,1 von Leonhard Ettengruber.

 

Nun waren die Roten an der Reihe. Hier präsentierte sich ein Jungvogel schon sehr gut. Auf die Festigkeit der Federn in der Bindengegend ist zu achten. Herausgestellt wurde ein 1,0 von Leonhard Ettengruber.

 

Im Farbenschlag rot mit weißer Schnippe war lediglich eine Vertreterin nach Trieb gereist. Ihr wünschte man etwas mehr Käfiggewöhnung und Vorderlänge. Sie stammt ebenfalls aus der Zucht von Zfr. Ettengruber.

 

In gelb war nur ein rassiger Jungvogel von Johann Vogl zu sehen. Ihm wünschte der Zuchtwart etwas weniger Schulterbreite und damit eine besser erkennbare Taille.

 

Fein war die einzige Jungtäubin in gelb mit weißer Schnippe, die aus dem gleichen Bestand stammt.

 

Typisch waren die blauen Vertreterinnen und Vertreter. In blau mit schwarzen Binden wurde eine typische Jungtäubin von Wilhelm Weinberger herausgestellt. Ihr wünschte man etwas mehr Birnenform im Blaswerk.

 

Im Farbenschlag blau mit schwarzen Binden und weißer Schnippe zeigte der gleiche Züchter einen schon weitenwickelten 1,0. Hier könnte das Blaswerk auch noch mehr einer Birne gleichen und oben ausgebauter sein.

 

Johann Vogl präsentierte die einzige Vertreterin des blaugehämmerten Farbenschlages. Sie benötigt noch etwas Käfiggewöhnung um sich besser zu präsentieren.

 

Immer apart sind die Gelbfahlen. Hier hatte nur eine typvolle Täubin von Ignaz Münzhuber die Reise ins Vogtland angetreten. Gesprächsthema war hier die nicht ganz helle Schnabelfarbe, was mit der Intensität der Kopf- und Schwingenfarbe zusammenhängt. Hier ist die entsprechende Kenntnis der Sonder- und Preisrichter gefragt.

 

Sehr beachtlich waren auch die roten Steller mit weißen Binden. Hier wurde eingehend die Farbenreinheit und –intensität angesprochen. Das notwendige Fingerspitzengefühl der Bewerter ist gefragt. Vorangestellt wurde eine 0,1 von Alexander Blaschke.

 

Groß war die Gruppe der geschnippten Steller. Zunächst waren die Schwarzgeganselten an der Reihe. Hier zeigte ein 1,0 aus der Zucht von Harald Walter die besten Rasseattribute zu diesem Zeitpunkt.

 

Fein war die Gruppe der Rotgeganselten (mit Jugendbeteiligung). Farbschlagsieger wurde in 1,0 von Georg Schwirzinger. Auf die Randfarbe muss geachtet werden.

 

Eine 0,1 in gelbgeganselt von Alexander Blaschke konnte überzeugen. Sie braucht auch noch etwas Zeit um sich zu entwickeln.

 

Den Abschluss bildeten die Blaugeganselten (mit Jugendbeteiligung). Hier war eine 0,1 von Alfred Drexler am weitesten entwickelt und wurde herausgestellt. Sicher können die anderen Vertreterinnen und Vertreter in ein paar Wochen auch überzeugen.

 

Die drei vielversprechendsten Jungtiere waren 0,1 schwarz (Hans Hilburger), 0,1 blaugeganselt (Alfred Drexler) und 1,0 rotgeganselt (Georg Schwirzinger).

 

Der Zuchtwart dankte allen Züchter und den Preisrichterkollegen für die gute Zusammenarbeit.

 

Bernd Hartmann, Zuchtwart