Bericht der Stellerkröpfer zur Sonderschau anlässlich der Niederbayerischen Bezirksschau 2019 in Straßkirchen

 

 

Zur Sonderschau anlässlich der Niederbayerischen Bezirksschau 2019 in der Gäubodenhalle in Straßkirchen wurden in der Aktivenabteilung 265 und in der Jugendgruppe 26 Tauben gemeldet.
 

Gemeinsam mit Obmann Bernd Hartmann bewerteten Willibald Roauer, Klaus Ziener und Erwin Sedelmeier die vorgestellten Exemplare.
 

SR Willibald Roauer hatte die Bewertung der weißen Steller mit und ohne Schnippe übernommen.

 

Weiß: Sehr typhafte Tiere, wobei die Birnenform noch besser ausgeprägt sein könnte. Beachtlich in der intensiven Augenrandfarbe. Das Kropfgefieder sollte etwas geschlossener sein. Einige Tiere mit flachen Oberköpfen kamen auf die untere Bewertungsstufe. V 97 LVP errang Lehner Alois mit einer jungen Täubin. 2 x hv für Paul Hoheneder und 1 x hv für Lehner Alois.

 

Weiß mit gelber Schnippe: Beide Tauben sehr guter Durchschnitt, wobei Blaswerk noch taillierter sein dürfte.

 

Weiß mit roter Schnippe: In Form, Stand, Haltung und Blaswerk sehr überzeugend. Hv 96 gabs für Richard Moser.

 

Die Schwarzen wurden von SR Klaus Ziener begutachtet.
 

Bei den 23 jungen schwarzen Täubern ist auf abfallende Haltung, Birnenblaswerk und Kopfrundung zu achten. Farbe, Lack, Augenfarbe und Augenrand waren überwiegend in Ordnung. Spitzentiere mit V 97 und HV 96 Punkte zeigte Pinzl A. 4 schwarze Alttäuber waren im sg Bereich. Bei den 13 jungen Täubinnen waren Blaswerk birnenförmiger, Kopf gerundeter sowie Haltung abfallender die Hauptkritik Punkte. Das Spitzentier stellte Peter M. mit HV 96 Punkte. Beide Alttäubinnen waren sehr gut. Die 15 jungen Täuber schwarz mit Schnippe wurden abgestuft wegen Blaswerk birnenförmiger, Haltung typhafter und Kopf gerundeter. Herausragende Tiere zeigten: Vogl H. und Graßl F.X. mit V 97 Punkte. 4 Alttäubinnen in schwarz mit Schnippe waren im sg Bereich angesiedelt. 20 junge Täubinnen in schwarz mit weißer Schnippe waren sehr ausgeglichen. Haltung abfallender und Kopfrundung waren hier zu beanstanden. Graßl F.X. war hier mit V 97 Punkte sowie HV 96 Punkte der Sieger. Eine alte Täubin schwarz mit weißer Schnippe zeigte sich leider am Bewertungstag nicht. 6 junge Täuber,2 alte Täuber, eine junge Täubin und 2 alte Täubinnen in blau mit schwarzen Binden von Sichart X., Högerl C. und Weinberger W. waren im sg Bereich. Hier waren die Kritikpunkte: Blaswerk voller, Haltung abfallender, Stand höher und Augenrand geröteter.

 

Nun folgte wieder SR W. Roauer mit der Bewertung der nächsten Gruppe.

 

Blaugehämmert, Blaugehämmert mit weißer Schnippe: Die Oberkropffülle wurde einige Male angesprochen. An die Gleichmäßigkeit der Hämmerung wurden keine übertriebenen

 

Anforderungen gestellt, aber hier gibt es naturgemäß immer noch Verbesserungspotential (offene Hämmerung und die verdichtete Hämmerung). 2 x hv 96 für Christian Högerl und 1x hv 96 LVP für Helmut Weber.

 

Rot, Rot mit weißer Schnippe: Sie zeigten schöne Figuren, Stand und Blaswerk. Ebenso Glanzreichtum. Die Schnippenform bzw. die Schnippengröße wurde beanstandet. Auf eine junge Täubin von Vogl Johann gabs hv 96 E.

 

Gelb mit weißer Schnippe: Das Stellerband errang Johann Vogl mit hv 96 auf eine junge Täubin, die nur einen Hauch von der Vorstellung zur Höchstnote entfernt war.

 

Schwarzgescheckt: Die Schwarzgescheckten konnten in Zeichnung und Farbe voll überzeugen. Lediglich in der Blaswerkform könnten sie noch typhafter sein. V Gäubodenband für Helmut Weber.

 

Auf die Geganselten möchten wir etwas ausführlicher eingehen. Unser Kropftaubenexperte Erwin Sedelmeier bewertete diese qualitätsmäßig sehr hohe Gruppe.

 

Vorweg, die Erwartungen des amtierenden Richters an die Rasse wurden mehr als erfüllt. In den vier vorgestellten Farbvarianten gab es kaum nennenswerte Ausfälle. Im Gegenteil, dass die Qualität überragend war beweisen siebenmal „vorzüglich“ und neunmal hervorragend auf 76 gezeigte Geganselte. Eine beachtliche züchterische Leistung!

 

Am Anfang der Geganselten war die Kollektion der 4,8 Schwarzgansel. Sie war eine großartige Mannschaft, die nur ein Tier unter 93 Pkte hatte. Prima Birnenblaswerk, aufrechte Haltung, Randfeuer, Lackfarbe und Zeichnung war mehrheitlich vorhanden. Das eine oder andere Vertreter sollte im Laufaustritt fließender und im Schenkelgefieder straffer sein. Etwas mehr Grünlack wurde ab und an als Wunsch vermerkt. Bei den Täubinnen ist auf Halslänge und Blaswerkfülle sowie auf Randfeuer zu achten.

 

Bei den 22,16 Blaugeganselten waren die Altvögel im Schnitt besser als die junge Garde. Gerade bei den Jungtieren (auch 0,1) konnte festgestellt werden, dass hier einige schon relativ kräftige Typen vorgestellt wurden. Laut Standard ist der Stellerkröpfer ein knapp mittelgroßer Kröpfer! Plumpe, wuchtige Figuren passen einfach nicht zu diesem lebhaften Kröpfer. Eine weitere Folge dieses „Gigantismus“ sind 11 Handschwingen, die keinesfalls toleriert werden dürfen. Hier sollten sich die Züchter nicht selbst betrügen und kurz vor der Schau eine Handschwinge ziehen und schon gar nicht die äußerste, die ist nämlich Regelfall immer etwas kürzer als die vorletzte Schwinge. Die Mehrzahl der gezeigten Blaugeganselten waren aber rassige Stellerkröpfer mit typischer Haltung, klasse Birnenblaswerk und lebhaftem Augenrand sowie typischem Grünglanz. Ab und an wurde eine aufsitzende Schnippe moniert oder eine kürzere Hinterpartie, die keinesfalls angezogen sein sollte. Wünsche gab es auch hinsichtlich festem Schenkelgefieder. Negativ aufgefallen sind aber zwei Dinge nämlich ungewaschene Läufe, die z.T. auch noch leicht befiedert waren. Wer seine Tauben auf einer Sonderschau vorstellt, der sollte sie doch in einem Top-Zustand in die Konkurrenz stellen. Ein weiteres Negativ-um war bei einigen Täubinnen ein stark gerupftes Aftergefieder. Natürlich sollten grundsätzlich keine weißen Federchen das Aftergefieder zieren und man kann und darf diese auch wegputzen. Doch wenn dabei nackte Tatsachen entstehen ist wurde entschieden zu viel entfernt und kann nicht akzeptiert werden.

 

Sehr unterschiedliche Typen gab es bei den 9,9 Rotgeganselten. Hier wechselten sehr rassige Typen mit „Taubenmarktware“. Die einen zeigten wunderbare Blaswerkform, aufrechte Haltung, typische Standhöhe und Randfarbe. Dazu prima Zeichnung und akzeptablem Grünglanz. Die anderen standen waagerecht mit kurzem Hals und knappen Blaswerk im Käfig. Womit natürlich kein „Blumentopf“ zu gewinnen war. Aufgefallen ist, dass bei den besten Figuren die Ortfederfarbe nicht immer satt genug war.

 

Von den 16 gemeldeten Gelbgeganselten blieb die Hälfte im Heimatschlag. Der verbliebene Rest war aber durchaus ansehnlich. Sie zeigten für diese Zeichnungsvariante beachtliche Figur und Blaswerkform. Auch die Haltung, Zeichnung und Randfarbe stimmte zumeist. Sie müssten aber in der Feder fester und insbesondere die Täubinnen im Hals länger werden. Ein junger Vogel war auch hier schon deutlich an der Grenze der erlaubten Größe. Hängende Schwanzfedern werden bei keiner Variante toleriert.

 

Die mit 97 Punkten ausgezeichneten Tiere bei den Geganselten zeigten Richard Muhr (mehrfach) und Alois Lehner.

 

In der Jugendgruppe, deren Tauben von SR Bernd Hartmann bewertet wurden, zeigten Fabian Högerl (0,1 jung schwarz mit weißer Schnippe) und Lea Weinberger (1,0 alt rotgeganselt) die beiden Spitzentiere. Auch die Tauben aus dem Bestand von Wilhelm Weinberger jun. zeigten sich in hoher Güte (hv auf 0,1 alt blaugeganselt). Die Wünsche glichen im Wesentlichen den Forderungen bei den Aktiven.

 

Der SV gratuliert allen erfolgreichen Ausstellern und dankt dem ausrichtenden Rassegeflügelzucht- und -erhaltungsverein Gäuboden und Umgebung mit Sitz in Straßkirchen für die Übernahme und vorzügliche Ausrichtung der Ausstellung. Sie war eine hervorragende Werbung für das schöne Hobby Rassetaubenzucht.

 

Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen mit der Gäubodenhalle in Straßkirchen zur HSS 2020.

 

Bernd Hartmann

1. Zuchtwart des SV

 

 

 

 

 

Die Stellerkröpfer bei der Deutschen Rassetaubenschau 2019 in Leipzig

 

Die Züchter des SV zeigten 250 Tauben, die von den SR Klaus Ziener, Steffen Falke und Bernd Hartmann.

 

Am Beginn standen wie immer die Weißen, die von SR Bernd Hartmann bewertet wurden. Bei den Jungvögeln ragte ein rassiger Vertreter von Reinhard Becker heraus, dem ein kleiner Wunsch die Vorstellung zur Höchstnote verwehrte. Harald Walther konnte mit einem Jungvogel 95 Punkte erringen. Diesem fehlte noch etwas die Reife. Bei den 1,0 alt bestach ein feiner Rassevertreter von R. Becker. Hier konnte H. Walther HV erringen. Das Spitzentier bei den Jungtäubinnen kam auch aus dem Bestand von R. Becker, ebenso die beste 0,1 alt (HV). Hier konnte man die Hauptrassemerkmale nahezu in Vollendung erkennen. Die besten Tiere bei den Weißen mit Schnippe zeigten Alois Lehner (weiß mit roter Schnippe) und R. Becker (weiß mit gelber Schnippe). Im Wunschbereich wurden in der Abteilung der Weißen ein birnenförmiges Blaswerk, eine aufrechte Haltung, die richtige Schwingenzahl, die festere Schenkelfeder, die Schwanzfederlage sowie der Schenkelfluss festgehalten. Die Züchter werden aus gegebenem Anlass darauf hingewiesen, dass es sich bei den Bewertungskarten um Urkunden handelt, deren Fälschung verboten ist.

 

Sonderrichter Steffen Falke bewertete die Farbenschläge schwarz, schwarz mit weißer Schnippe, blau-gehämmert mit weißer Schnippe, rot, rot mit weißer Schnippe, gelb und die Rotgeganselten sowie die eine Gelbgeganselte.

 

 

Farbenschlag schwarz und schwarz mit weißer Schnippe:

Die Stellerkröpfer in schwarzen und schwarz mit weißer Schnippe hatten leider nur eine durchschnittliche Qualität, die meisten von ihn fehlte es an der Schaukondition. Weiterhin zeigten sie Defizite in der Körperstärke und in der Blaswerkform. Einige Tiere hatten Probleme mit den typischen metallischen Glanz, sie waren zum Teil nur grün. Mit der Schwingenfarbe hatten auch einige Tiere Probleme (sie zeigten eine klare Säumung im Randbereich der Schwinge). In der Körperhaltung hätten sie auch noch etwas aufrechter stehen können. Eine drei Bogenlinie ist bei unseren Stellerkröpfer nicht erwünscht und die Züchter sollten bitte drauf achten.

Die Stellerkröpfer bei den schwarz mit weißer Schnippe die mit o.B. bewertet wurden, hatten geputzte Kahlstellen an der Schnippe sowie der Stellerkröpfer der mit u bewertet wurde hatte eine geschwollene Mittelzehe, das sind Mängel die nicht höher bewertet werden können und wo bitte die Züchter drauf achten sollten.

 

Farbenschlag blau-gehämmert mit weißer Schnippe:

Dieser Farbenschlag hat auch noch mehre Baustellen wo dran gezüchtet werden muss. Die Körperhaltung, Körperstärke und Blaswerkform war schon recht ansprechend. Im Kropfglanz hätten sie gleichmäßiger sein können, die Hämmerung sollte auch noch klarer werden.

Die beiden Tiere mit der Bewertung b und u hatten grobe Mängel.

 

Farbenschlag rot und rot mit weißer Schnippe:

Diese beiden Farbenschläge waren von der Qualität sehr gut mit ansprechenden Figuren, aufrechter Körperhaltung sowie rassetypisches Blaswerk, prima Grundfarbe und sehr guten metallischen Glanz von Kopf bis Keil. Das Wesen der Tauben war sehr ansprechend und da durch zeigten sie eine sehr gute Schaukondition. Die Spitzentiere in den Farbenschlag rot zeigten Gerhard Bräutigam ein 1,0 alt mit V 97 und Johann Kingl eine 0,1 alt mit hv 96.

Weitere Spitzentiere im Farbenschlag rot mit weißer Schnippe zeigte Johann Kingl mit 2x V97 auf ein 1,0 alt und eine 0,1 alt, weiterhin 2x hv auf eine 0,1 jung und 0,1 alt.

 

Farbenschlag gelb:

Die gelben Stellerkröpfer hätten in der Grundfarbe gleichmäßiger sein können, aufrechter in der Körperhaltung und im Gefieder glänzender.

Der Augenrand sollte auch leuchtender und intensiver sein, mehr Vorderlänge wäre auch von Vorteil sowie freier im Stand.

Fehlende Schaukondition war das Defizit bei den Tieren mit der Bewertung g 91.

 

Farbenschlag rotgeganselten und gelbgeganselt:

Diese beiden Farbenschläge hatten viele Wunschpunkte, wie zum Beispiel aufrechter in der Körperhaltung, freier im Stand, im Zeichnungsbild deutlich abgegrenzter und auf den Schnippensitz achten. Der Glanz bei den Rotgeganselten hätte noch rassetypischer sein können (metallischer Glanz).

Die 0,1 dürfen im Körperbau nicht zarter werden, die drei g-Tiere bei Rotgeganselten und gelbgeganselt zeigten keine Schaukondition.

 

 

 

Nun kam SR Klaus Ziener zum Einsatz.
 

Der Bewertungsauftrag umfasste 84 Stellerkröpfer, 11 rotgetigerte sollten in der Haltung abfallender, Blaswerk birnenförmiger sowie der Kopf gerundeter sein. Auch ist darauf zu achten, dass die Flügel nicht kreuzen. Das Spitzentier zeigte R. Heinze.

 

22 schwarzgescheckte wurden von 2 Züchtern vorgestellt. Im Körper nicht kräftiger, abfallende Haltung sowie Zeichnung gleichmäßiger waren hier die Kritikpunkte. G. Aschenbrenner mit 2 x hv 96 Punkte war hier der Sieger.

 

In Schwarzgeganselt wurden 30 Tiere von 5 Züchtern in die Käfige gebracht. Beanstandet wurde: eine waagerechte Haltung, Blaswerk voller, sowie Augenrand geröteter. Spitzentiere zeigten: J. Kingl mit V 97 und M. Bielawny mit hv 96. Das mit V bewertete Tier wurde Deutscher Champion der Rassetaubenzucht. Hierzu ganz herzlichen Glückwunsch!

 

In blaugeganselt waren 22 Steller von 4 Ausstellern gemeldet. Abfallende Haltung, Stand und Blaswerk typhafter, sowie Augenrandfarbe waren hier die Kritikpunkte. Die Spitzentiere zeigte hier A. Lehner mit V 97 und hv 96 Punkte.

 

Die gelbfahlen Tauben wurden vom SR B. Hartmann begutachtet. Die vorgestellten Steller konnten den SR nicht überzeugen. Die im Wunsch- und Mangelbereich festgehaltenen Items waren die Pflege, eine reinere Schildfarbe, eine deutliche erkennbare Birne und ein flacher Oberkopf. Hier ist noch einiges an Arbeit von Nöten. Was in diesem und verwandten Farbenschlägen möglich ist, konnte bei der HSS 2019 in Theuma gesehen werden.

 

Aus dem aparten Farbenschlag schwarz mit weißen Schwingen waren nur 2 Vertreter nach Leipzig gekommen. Raimund Lüder errang mit einem ansprechenden Altvogel 95 Punkte.

 

Herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Aussteller.

Wir freuen uns schon heute auf die SS zur Bundessiegerschau 2020 in Leipzig.

 

Bernd Hartmann

1. Zuchtwart

 

Schaubericht zur SS des SV der Stellerkröpfer-Züchter Deutschlands-gegr. 1959 e.V.,

 

anlässlich der 101. Nationale Bundessiegerschau, der 138. Deutschen Junggeflügelschau in Hannover 2019

 

PR. Harald Köhnemann Unna

 

40 Steller Kröpfer wurden in für Hannover typischer Art und Weise, im großzügig aufgestellten einstöckigen Aufbau präsentiert.

Die Käfige auf Augenhöhe, gutes Licht, lediglich einige Grade wärmer wären für die gesamten Kropftauben bei der Bewertung von Vorteil gewesen, auch die amtierenden Preisrichter hätten sich darüber nicht beschwert.

 

Es begann mit 2.2 Weiß jung, alle besaßen die bei den Stellern gewünschte „Grundausstattung“, abfallende Haltung, freier Stand, bestens durchblutete Ränder. Heraus ragte aus diesem Quartett die Täubin vom Alleinaussteller Alois Lehner in Käfignr.12941, sie errang die Note Vorzüglich und dazu das SV Band.

 

Weiter ging es mit 2.2 jung, Weiß mit roter Schnippe vom gleichen Aussteller. Hier bestach durch seine komplette Erscheinung der junge Täuber in Käfignr. 12944, dem lediglich durch die etwas schilfige Schnippenfarbe die Höchstnote verwehrt wurde.

 

Mit 2.2 Jungtieren von Stefan Fuchs begann mit den Schwarzen der „farbige“ Bereich, bei ihnen hätte etwas mehr Blasfreude den Notenschnitt angehoben.

 

Schwarz mit weißer Schnippe war mit 5.5 Jungtieren am stärksten vertreten. Alle Vertreter mit eleganten Figuren, aufgerichteter Haltung, birnenförmigem Blaswerk und bestens durchbluteten Rändern ausgestattet. Lediglich kleine Wünsche wie Schenkelgefieder fester, Beinaustritt harmonischer und Schwingenfarbe noch satter beeinflussten den Notenspiegel. In dieser Scheckungsvariante stand auch das Spitzentier der Steller-Kollektion, von Alois Lehner gezüchtet, der Täuber in Käfignr. 12952, der mit V BB belohnt wurde. In Käfignr. 12957 stand eine feine Täubin die mit 96 Punkten bewertet den Erfolg des Züchters unterstrich.

 

Die Gelben, wie auch die Gelben mit weißer Schnippe waren jeweils mit 2.2 Jungtieren vertreten. Auch hier elegante Figuren, die aber teilweise noch aufrechter stehen konnten, mehr Blasfreude und gleichmäßiger in der Farbe, waren hier die ausschlaggebenden Wünsche. Bei den Gelben stellte Stefan Fuchs mit 95 Punkten in Käfignr. 12964 und bei den Geschnippten Florian Schaub mit 96 Punkten in Käfignr. 12965 die Klassenbesten.

 

Leider waren nur 2.2 Schwarzgeganselte gemeldet, davon drei anwesend, der vierten wurde der Randvolle Futternapf zum Verhängnis, sie blieb den Rest des Wochenendes im Krankenstall, ich hoffe sie hat alles gut überstanden!

Das Verschulden trifft hier aber nicht den Aussteller, sondern die Ausstellungsleitung. Bei den Kropftauben, das gilt für alle Rassen dieser Gruppe, dürfte eigentlich nur Personal eingesetzt werden das sich mit der Haltung dieser Spezies auskennt, dann würde so etwas sicher nicht passieren!

Stefan Fuchs konnte hier für sich mit einem feinen Jungtäuber in Käfignr.12970, 96 Punkte verbuchen.

 

Den Abschluss der Stellerkollektion bildeten 3.3 junge Blaugeganselte.

Eine Top Präsentation, die aus der gesamten Stellerkollektion den höchsten Punktedurchschnitt erreichte. Nur kleine Wünsche wie festeres Schenkelgefieder oder harmonischer im Beinaustritt machten eine Abstufung in der Bewertung möglich. Der Alleinaussteller Alois Lehner errang mit der Jungtäubin in Käfignr. 12978, 96 Punkte.

 

Resümierend darf ich feststellen:

 

Der Bewertungsauftrag hat mir großen Spaß gemacht, ich danke den SV-Verantwortlichen für das Vertrauen, das zur Nennung für diesen Auftrag führte. Ein kleiner Wehmutstropfen war die doch geringe Anzahl der gemeldeten Steller, so dass in einigen Varianten Alleinaussteller vertreten waren und Konkurrenz und Vergleich der Zuchten so nicht möglich wurde. Trotzdem war es dem interessierten Besucher möglich, sich einen Überblick über unseren vitalen und variantenreichen Steller Kröpfer zu verschaffen.
 

Harald Köhnemann

Unna im Januar 2020

 

 

 

Hauptsonderschau des SV der Stellerkröpferzüchter Deutschlands zum 60jährigen Bestehen in Theuma

 

Die Hauptsonderschau 2019 fand vom 7. bis 10. November 2019 im Dorfgemeinschaftshaus in Theuma in der Nähe von Plauen statt.
 

Die Schau wurde von den Theumaer Freunden um Ausstellungsleiter Matthias Knoll vorzüglich ausgerichtet. Herr Andreas Heinz, der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Sachsens, hatte dankenswerterweise die Schirmherrschaft übernommen.
 

Die Züchter des SV aus dem gesamten Bundesgebiet zeigten 453 Stellerkröpfer in den verschiedenen Farbenschlägen. Durch das Engagement unseres Zuchtfreundes und Preisrichterkollegen Frantisek Slepicka sowie der Ausstellungsleitung fanden zusätzlich knapp 100 Böhmische Stellerkröpfer aus verschiedenen tschechischen Zuchten den Weg ins Vogtland, was sehr zu begrüßen war.
 

Anlässlich der Eröffnungsfeier am Samstagnachmittag dankte der 1. Vorsitzende des SV, Josef Schien, dem ausrichtenden Verein für die Übernahme und sehr gute Durchführung sowie den Züchtern des SV und allen Helferinnen und Helfern für die Unterstützung der Jubiläumsschau.

 

Nun zu den einzelnen Farbenschlägen.

 

SR Klaus Ziener bewertete eingangs den weißen Farbenschlag. 39 junge Täuber waren eine sehr ausgeglichene Kollektion. Zu achten ist hier auf das birnenförmige Blaswerk und die straffe Schwingenlage. Die Spitzentiere zeigten Markus Müller (V) und Johann Putzer (HV). Bei den 10 alten Täubern muss darauf geachtet werden, dass sie nicht kräftiger erscheinen und auch hier das Blaswerk eine Birne zeigt. Herausgestellt wurde ein Altvogel von Markus Müller (HV). Fein war auch die Gruppe der 35 jungen Täubinnen. Hier soll auf die aufrechte Haltung und die feste Schwingenlage geachtet werden. Hier präsentierten Johann Putzer (V), die ZGM Markgraf (HV) und Markus Müller (HV) die besten Tauben.
 

Die 14 Alttäubinen wurden von SR Bernd Hartmann begutachtet. Die bereits bei den anderen Weißen notierten Wünsche galten auch hier. Bei der hochkarätig besetzten Abteilung stachen die beiden Damen von Marc Putzer (V) und Markus Müller (HV) heraus.
 

Nun war PR Andre Falke an der Reihe. Von den weiß mit schwarzer Schnippe wurde leider nur eine Rassevertreterin ausgestellt, die eine feine Haltung und Blasfreude zeigte. Sie besaß leider farbiges Schwanzgefieder und konnte daher keine höhere Note als g92 Punkte bekommen. Die 8 weiß mit roter Schnippe waren wie immer die größte Kollektion bei den weißen Stellern mit Schnippe. Die Tiere konnten alle mit Blasfreude und roten Augenrändern überzeugen. Man sollte bei den Täubinnen darauf achten, dass sie im Typ nicht noch zarter und kleiner werden. Leider konnte hier auch eine feine 0,1 jung nicht höher bewertet werden, weil sie ein farbiges Schwanzgefieder zeigte. Zwei sehr ansprechende weiß mit gelber Schnippe wurden mit prima Wesen, Blaswerk und Haltung gezeigt. Die 0,1 jung hätte in der Schnippenfarbe satter sein sollen. Weiterhin sollte man anstreben, dass das Schenkelgefieder anliegender wird.
 

Die große Abteilung der Weißen mit und ohne Schnippe zeigte den hohen Zuchtstand der genannten Farbenschläge.
 

SR Max Michl hatte die Aufgabe die schwarzen Exemplare zu bewerten. Zunächst standen 7 ohne Schnippe in den Käfigen. Alleinaussteller Hans Hilburger zeigte eine sehr schöne und ausgeglichene Gruppe. Mit HV wurden je ein Jungvogel und eine Jungtäubin bedacht. 10 Tiere mit weißer Schnippe zeigten durchwegs gute bis sehr gute Rasseattribute. Die beiden besten Tauben (V und HV) zeigte ebenfalls Hans Hilburger. Bei den Schwarzen ist besonders auf einen gut gerundeten Oberkopf sowie den birnenförmigen Kropf zu achten.
 

Es schloss sich die Gruppe der Blauen mit Schnippe an. Hier konnte den amtierenden SR kein Vertreter besonders überzeugen. Es war in den Bereichen Kondition, Halslänge, Standfreiheit und Haltung noch viel Luft nach oben.
 

Ganz anders zeigte sich das Bild bei den Roten. Eine große und in weiten Teilen tolle Kollektion präsentierte sich SR Max Michl. Bei den Tieren ohne Schnippe konnten die Tauben von Johann Kingl (V) und Gerhard Bräutigam (HV) herausgestellt werden. Bei den Geschnippten zeigte Altmeister Johann Kingl die Spitze. 1 V und 3 HV waren der verdiente Lohn. Bei allen Vorzügen sollte bei den Roten auf Fersensicherheit, engeren Bodenstand, fließenden Schenkelauslauf und Schnabelreinheit geachtet werden.
 

Die Gelben wurden durch SR Klaus Roth benotet. Die Gruppe der Steller ohne Schnippe führte Mirko Maul klar an. 2 V und 3 HV sind der Beweis einer sehr guten Zucht. Bei den gelben Stellern mit Schnippe überzeugte eine feine Jungtäubin von Matthias Bielawny (HV). Zu beachten gilt es den freien Stand, die ausreichende Vorderlänge sowie ein festes Gefieder, besonders am Kropf und im Bindenbereich.

 

Die folgenden Kollektionen bewertete PR Andre Falke.
 

Bei den 20 gelbfahlen gab es nur drei g92 Tiere, wobei zwei Tiere mit besserem Käfigtraining eine höhere Note erreichen hätten können. Eine Täubin war im Typ zu schwach und zeigte fehlende Ausstellungskondition. Wünsche gab es besonders in der Flügellage, welche nicht so stark kreuzen sollten sowie in der Schnabelreinheit. Die 0,1 jung von Putzer überzeugte in allen Hauptrassemerkmalen und begeisterte mit prima Wesen (V Putzer, HV Tasler).
 

Sehr ansprechend war die Kollektion gelbfahl-gehämmerter Stellerkröpfer. Alle 10 Tiere zeigten eine sehr gute Ausstellungskondition mit feiner Figur, aufrechter Haltung und rotem Augenrand. Einige Tiere hätten in der Hämmerung gleichmäßiger und im Schenkelgefieder heller sein können. Eine junge Täubin von Karl Hudler war eine herausragende Vertreterin für diesen schwierigen Farbenschlag und wurde mit V bewertet.
 

Bei den schwarz mit weißen Schwingen waren wieder sehr schön Tiere mit prima metallischem Glanz, Augenrand und Grundfarbe ausgestellt. Zwei der neun Tiere hätten im Kropfglanz mehr Blauanteil haben können. Weiterhin ist drauf zu achten, dass die Tiere in der Hinterpartie nicht länger werden. Ein 1,0 alt von Reimund Lüder zeigte alle Hauptrassemerkmale in höchster Qualität und wurde mit V benotet.
 

Die blau mit schwarzen Binden und weißen Schwingen sind mit Abstand der Farbenschlag bei den weiß Schwingigen, der am meisten Weiterentwicklung bedarf. Die zwei Tier hätten in der Schnabelfarbe reiner, Bindenführung durchgehender sowie in den Schultern eleganter sein sollen. Vorzüge zeigten die 2,0 alt in der Grundfarbe und Blaswerk.
 

Es wurden leider nur drei rot mit weißen Schwingen präsentiert. Aber diese 3 Alttiere erfüllten einen sehr hohen Zuchtstand des Farbeschlages. Sie überzeugen mit Figur, metallischen Glanz und sehr ansprechender Käfigpräsens. Wünsche lagen im Bindengefieder, das etwas fester sein sollte sowie im Oberkropf, der noch ausgeformter sein könnte. Eine alte Täubin erfüllte alle Ansprüche, die dieser Farbenschlag abverlangt (V Johann Kingl).
 

Die größte Kollektion bei den weiß Schwingigen waren die gelben. Es wurden 10 Tiere ausgestellt. Man sieht schon einige Fortschritte gegenüber den Vorjahren. Die Tiere zeigten sehr gute Augenränder, Grundfarbe und Beschwingung. Drei Tiere hatten zum Zeitpunkt der Bewertung leider überhaupt keine Blasfreude, womit die Bewertung für die Note sg nicht gegeben war. Weiterhin war eine 0,1 alt mit zu blassen Augenrand dabei und konnte daher nur mit g bewertet werden. Ein 1,0 alt von Reimund Lüder zeigte den angestrebten Weg, den die gelb mit weißen Schwingen weiterhin gehen sollten (HV Reimund Lüder).
 

Für den Farbenschlag rot-getigert zeigen sich die 11 Tiere in einer sehr guten Qualität. Ein junger Täuber war im Typ zu schwach und hatte fehlende Käfigpräsens, weshalb er nicht über die Note g 91 kam. Die Wünsche lagen in der Kropfzeichnug, die noch durchgezeichneter sein sollte. Ein wesentliches Augenmerk sollten die Züchter auch auf die noch deutlichere und intensivere Schwingenfarbe legen (1,0 alt HV Rüdiger Heinze, 0,1jg. HV Johann Kingl).

 

Nun kam SR Bernd Hartmann wieder zum Einsatz.

 

Die aus 15 Tieren bestehende Abteilung der gelbgetiergerten Steller überragten die Tauben von Herbert Knöferl. Die herausgestellten beiden V-Tiere kommen dem Musterbild sehr nah. Sie überzeugten in allen geforderten Hauptrassemerkmalen und stellten unter Beweis, was bei diesem Farbenschlag möglich ist. Die Wünsche bei den Anderen lagen vor allen Dingen in einer festen Feder, aufrechter Haltung und birnenförmigem Blaswerk.

 

Sehr ausgeglichen waren auch die Schwarzgescheckten. Feine und elegante Tauben erreichten die Spitze. Helmut Weber zeigte einen 1,0 alt, der alle Rasseatribute dieses Farbenschlages in höchster Güte vereinte (V). Eine ebenfalls hochrassige 0,1 jung des gleichen Züchters verfehlte nur knapp die Höchstnote und wurde mit HV bewertet.

 

Als besonders schwierig erweist sich in den letzten Jahren der Farbschlag rot mit weißen Binden. Die Züchter bemühen sich stetig, das aparte Zeichnungsbild in Breite und Qualität zu verbessern. Zu dem verhältnismäßig frühen Zeitpunkt waren noch nicht alle Ausgestellten in Topform und hatten noch Rückstände in der Mauser, was durchaus verständlich ist und auch bei der Bewertung Beachtung fand. Eine rassige 0,1 jung von Alexander Blaschke konnte mit HV ausgezeichnet werden.

 

Die schwarz-geganselten Stellerkröpfer wurden von SR Steffen Falke bewertet. Die Kollektion der Schwarz-geganselt war der am stärksten vertretene Farbenschlag bei den Geganselten mit 56 Tieren eine sehr gute Meldezahl für diesen Farbenschlag. Die Qualität der Kollektion war sehr gut und die Züchterschaft ist auf den richtigen Weg diesen Farbenschlag zu perfektionieren. Die Jungen 1,0 waren in der Gesamtheit recht ausgeglichen viele sg-Tiere und sehr wenige g-Tiere, Problem bei diesen Tieren war der etwas zu tiefe Stand und abgerissene Schnippe. Im Wunsch Bereich gab es bei den sg-Tieren einiges noch zu verbessern zu Beispiel die Herzzeichnung geputzter, Randfeuer lebhafter, Brustschnitt nicht tiefer angesetzt, Hinterpartie Idee kürzer, Schenkeleinbau fließender und im Kropfglanz noch rassetypischer. Die Alttäuber waren wie die Jungtäuber in der Gesamtheit auch sehr ausgeglichen das einzige g-Tier hatte Probleme mit der abgerissenen Schnippe und nicht korrekten Schenkeleinbau. Im Wunsch Bereich sind die selben Punkte festzuhalten wie bei den Jungtäuber. Die Jungtäubinnen waren sehr gut in ihrer Präsentation viele sg-Tiere sind der Beweis dafür. In den wünschen war meistens zu lesen:“ Idee mehr Vorderlänge, Zeichnungsbild (Herzzeichnung und Kopfschnitt sowie Brustschnitt) besser putzen, aufrechter in der Körperhaltung und im Typ nicht zarter. Der Kropfglanz sollte auch noch rassetypischer werden. “Die Alttäubin waren fast perfekt, die Bewertungsergebnisse spiegelten es wieder wie die Leistungsdichte dort ist. Sehr gute Schau Präsentation und prima Typen kleine wünsche gab es, in der Körperhaltung Idee aufrechter und Brustschnittsitz beachten. Die Spitzentiere in diesen Farbenschlag präsentierten Johann Kingl mit 2 V und Matthias Bielawny mit 1 V sowie Johann Kingl mit 3 x HV und Matthias Bielawny mit HV.

 

Die blaugeganselten Stellerkröpfer wurden ebenfalls von SR Steffen Falke bewertet. Die Kollektion des Blau-geganselten Farbenschlages war recht ausgeglichen, sehr gute Figuren Tiere mit angepassten Blaswerken und prima Grundfarbe im Herz. Die g-Tiere hatten Probleme mit der Schwanzfarbe, helle Augenränder und waren unfertig im Schwanzaufbau. Die Jungtäuber war sehr ansprechend in alle belangen, in der richtige Größe, Standhöhe und Zeichnungsbild. Wünsche gab es in den Bereichen Kropfglanz, Rückendeckung und Idee aufrechter in der Körperhaltung. Bei den 3 Alttäubern waren die selben Kritikpunkte zu verzeichnen, wie bei den Jungtäuber. Die Jungtäubinnen präsentierten sich sehr gut im Blaswerk und Schauvorbereitung, Grundfarbe, Kropfglanz und Wesen. Kleinere Wünsche gab es in der Kropfgefiederstruktur, Rückendeckung und etwas kürzer in der Hinterpartie. Die 4 Alttäubinen waren ein Aushängeschild für diesen Farbenschlag, die Bewertungsergebnisse spiegelten es auch hier wieder. Kleine Wunschpunkte waren, in der Hinterpartie Idee kürzer und im Randfeuer Idee lebhafter aber in großen und ganzen prima.

 

Die Spitzentiere in diesen Farbenschlag präsentierten Klaus Roth mit V und Mirko Maul mit 2 HV.

 

Es folgte SR Klaus Roth. Ihm war es vorbehalten die letzten Gruppen der HSS zu bewerten.

Bei den Rotgeganselten zeigte Manfred Köhler mit einem rassigen Altvogel das Spitzentier (HV). Die Wüsche lagen in der aufrechten Haltung sowie in der Zeichnung (putzen).

 

Die Gelbgeganselten waren mit 16 Tauben nach Sachsen gekommen. Eine sehr feine Jungtäubin von Alexander Blaschke (V) sowie ein typvoller Altvogel von Ralf Schubert (HV) zeigten das was den Farbenschlag so ansprechend macht. Auch hier wurden im Wunschbereich das feste Gefieder, die aufrechte Haltung und das birnenförmige Blaswerk notiert.

 

Überragend waren die von Andre Falke im silbergeganselten Farbenschlag präsentierten Tauben. Die wurde mit 1 mal V und 1 mal HV bescheinigt. Besonders die aufrechte Haltung und das rassetypische Blaswerk konnten den SR überzeugen.

 

Die von der Zuchtgemeinschaft Markgraf ausgestellten Blauschimmel benötigen noch viel züchterischen Fleiß. Leider hatten die figürlich besten Tauben Probleme mit einer nicht reinen Schnabelfarbe. So gab es hier „nur“ eine Bewertung mit 95 Punkten.

 

Resümierend kann festgehalten werden, dass der Zuchtstand der vorgestellten Stellerkröpfer als sehr hoch bezeichnet werden kann und eine richtungsweisende und zuchtstandsbezogene Bewertung durch die anwesenden Sonder- und Preisrichter durchgeführt wurde.

Als 1. Zuchwart des SV und Obmann der HSS bedanke ich mich bei den Richterkollegen für die sehr gute Zusammenarbeit und die Unterstützung bei der Erstellung des Schauberichtes. Die Fotos wurden vom 1. Vorsitzenden des SV, Zfr. Josef Schien zur Verfügung gestellt. Auch hierfür besten Dank.

 

Freuen wir uns nun auf unsere nächste HSS anlässlich der Bayerischen Kropftaubenschau im Dezember 2020 in der Gäubodenhalle zu Straßkirchen.

 

Bernd Hartmann

1. Zuchtwart des SV

 

Jungtierbesprechung am 13.10.2019 im Gasthof „Schneider“ in Trieb/Vogtland

Zur Jungtierbesprechung waren 71 junge Stellerkröpfer gemeldet. Während der Herbstversammlung haben die Richter Klaus Roth, Harald Köhnemann und Zuchtwart Bernd Hartmann die Jungtiere in Augenschein genommen.

Aufgrund des unterschiedlichen Entwicklungsstandes war keine reguläre Bewertung möglich. Somit wurden die Tauben nur durch „Sichtbewertung“ begutachtet.

Allgemein kann von einem guten Zuchtstand unserer gefiederten Freunde ausgegangen werden.

Nach Beendigung der Herbstversammlung wurden die Jungtiere durch die genannten Zuchtfreunde eingehend besprochen.

 

Zunächst standen einige weiße Steller und in weiß mit farbiger Schnippe. Hier wurde ein 1,0 von Walter Harald herausgestellt. Besonders wurde auf die notwendige Vorderlänge und das birnenförmige Blaswerk hingewiesen. Auch sollte die Schulterbreite (nicht zu breit) beachtet werden.

 

Es folgten die Schwarzen. Sie bestachen durch eine feste Federstruktur und genügend Lack an den entscheidenden Stellen. Teilweise könnte auch hier das Blaswerk noch mehr Birnenform zeigen. Als vielversprechendstes Jungtier wurde hier eine 0,1 von Hans Hilburger vorgestellt.

 

Beim Farbschlag schwarz mit weißer Schnippe wurden ebenfalls ansprechende Tiere gezeigt. Die Hinweise lagen in den gleichen Bereichen wie bei den Tauben ohne Schnippe. Farbschlagsieger wurde eine schon weitentwickelte 0,1 von Leonhard Ettengruber.

 

Nun waren die Roten an der Reihe. Hier präsentierte sich ein Jungvogel schon sehr gut. Auf die Festigkeit der Federn in der Bindengegend ist zu achten. Herausgestellt wurde ein 1,0 von Leonhard Ettengruber.

 

Im Farbenschlag rot mit weißer Schnippe war lediglich eine Vertreterin nach Trieb gereist. Ihr wünschte man etwas mehr Käfiggewöhnung und Vorderlänge. Sie stammt ebenfalls aus der Zucht von Zfr. Ettengruber.

 

In gelb war nur ein rassiger Jungvogel von Johann Vogl zu sehen. Ihm wünschte der Zuchtwart etwas weniger Schulterbreite und damit eine besser erkennbare Taille.

 

Fein war die einzige Jungtäubin in gelb mit weißer Schnippe, die aus dem gleichen Bestand stammt.

 

Typisch waren die blauen Vertreterinnen und Vertreter. In blau mit schwarzen Binden wurde eine typische Jungtäubin von Wilhelm Weinberger herausgestellt. Ihr wünschte man etwas mehr Birnenform im Blaswerk.

 

Im Farbenschlag blau mit schwarzen Binden und weißer Schnippe zeigte der gleiche Züchter einen schon weitenwickelten 1,0. Hier könnte das Blaswerk auch noch mehr einer Birne gleichen und oben ausgebauter sein.

 

Johann Vogl präsentierte die einzige Vertreterin des blaugehämmerten Farbenschlages. Sie benötigt noch etwas Käfiggewöhnung um sich besser zu präsentieren.

 

Immer apart sind die Gelbfahlen. Hier hatte nur eine typvolle Täubin von Ignaz Münzhuber die Reise ins Vogtland angetreten. Gesprächsthema war hier die nicht ganz helle Schnabelfarbe, was mit der Intensität der Kopf- und Schwingenfarbe zusammenhängt. Hier ist die entsprechende Kenntnis der Sonder- und Preisrichter gefragt.

 

Sehr beachtlich waren auch die roten Steller mit weißen Binden. Hier wurde eingehend die Farbenreinheit und –intensität angesprochen. Das notwendige Fingerspitzengefühl der Bewerter ist gefragt. Vorangestellt wurde eine 0,1 von Alexander Blaschke.

 

Groß war die Gruppe der geschnippten Steller. Zunächst waren die Schwarzgeganselten an der Reihe. Hier zeigte ein 1,0 aus der Zucht von Harald Walter die besten Rasseattribute zu diesem Zeitpunkt.

 

Fein war die Gruppe der Rotgeganselten (mit Jugendbeteiligung). Farbschlagsieger wurde in 1,0 von Georg Schwirzinger. Auf die Randfarbe muss geachtet werden.

 

Eine 0,1 in gelbgeganselt von Alexander Blaschke konnte überzeugen. Sie braucht auch noch etwas Zeit um sich zu entwickeln.

 

Den Abschluss bildeten die Blaugeganselten (mit Jugendbeteiligung). Hier war eine 0,1 von Alfred Drexler am weitesten entwickelt und wurde herausgestellt. Sicher können die anderen Vertreterinnen und Vertreter in ein paar Wochen auch überzeugen.

 

Die drei vielversprechendsten Jungtiere waren 0,1 schwarz (Hans Hilburger), 0,1 blaugeganselt (Alfred Drexler) und 1,0 rotgeganselt (Georg Schwirzinger).

 

Der Zuchtwart dankte allen Züchter und den Preisrichterkollegen für die gute Zusammenarbeit.

 

Bernd Hartmann, Zuchtwart